Multimedia-Reportage Die Mecklenburgische Ostseeküste

Axel Bulthaupt begibt sich diesmal auf eine Reise vom Klützer Winkel über das Salzhaff, Kühlungsborn, Warnemünde und Rostock bis nach Wustrow. Hier erfahren Sie mehr über die Protagonisten der Sendung.

Aussteiger Roland Zech

Roland Zech mit Axel Bulthaupt
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Roland Zech wollte immer schon nach Mecklenburg, schließlich kamen seine Großeltern von hier. Die Sehnsucht nach den Wurzeln wurde geweckt durch die Erzählungen der Großmutter. Im Klützer Winkel in einem kleinen Dorf hat er sich sein Paradies geschaffen. Ein alter Hof, nicht alles ganz ordentlich, aber dafür liebevoll hergerichtet. Hier lebt er mit Frau und Pferden so eine Art Aussteigerleben. Roland beobachtet und erlebt seine Heimat ganz bewusst. Die Entwicklung zum Ostsee-Massentourismus sieht er kritisch: das Ursprüngliche, die Freiheit, die er hier so liebt, geht schnell verloren.

Inge Jeske und ihr mobiler Supermarkt

Inge Jeske
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Seit über 25 Jahren fährt Inge fast täglich mit ihrem mobilen Supermarkt übers Land und bringt den Menschen alles, was sie zum Leben brauchen – von der Chipstüte bis zur Zahnbürste. Und oft genug ist sie Gesprächspartnerin, Freundin und Seelsorgerin, wenn bei den Kunden gerade mal wieder der Schuh drückt. Im Gegenzug erfährt sie Dankbarkeit. Kaum ein Tag vergeht, an dem sie nicht von einer Familie zum Mittagessen eingeladen wird oder zumindest ein Pausenbrot an den Wagen gebracht bekommt.

Fischer Roland Scheller

Roland Scheller
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Roland Scheller aus Rerik ist noch Fischer von altem Schlag. Schon immer wollte der Sohn eines Reriker Fischers auch raus auf die See. Als 6-Jähriger schwor er sich 1971, als er das erste Mal den Vater beim Fischen begleiten konnte: Ich werde Fischer. Nun führt er in dritter Generation den kleinen Familienbetrieb. Im Morgengrauen fährt Roland mit seinem Fischerboot "Caroline" hinaus und fischt. Dabei betreibt er überwiegend die Stellnetz-Fischerei, d.h. Netze oder Reusen werden für eine kurze Zeit ins Wasser gestellt und wieder eingeholt. Roland Scheller liebt seinen Beruf: Sieht er den Sternenhimmel bei Nacht oder den Sonnenaufgang über der Ostsee, weiß er, warum er sich den oft harten Job antut.

Die Surfer von der Ostseeküste

Surfer Daniel Weiß
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Daniel Weiß kam vor 15 Jahren nach Rostock: Zum BWL-Studium. Er brachte sein Surf-Know-How an die Ostsee, gründete einen erfolgreichen Surf-Shop und pflegte gemeinsam mit seinen Freunden fortan die Szene. Auch in Form von mehreren Festivals, die er mittlerweile organisiert. Am liebsten täglich geht er vor der Arbeit raus an den Warnemünder Strand, um auf der Welle zu surfen, die von der regelmäßig einfahrenden Dänemark-Fähre verursacht wird. Direkt am Warnemünder Strand betreiben Daniel und seine Freunde auch eine Surferbar - das sogenannte Beach House. 1.200 Schüler hatten sie im vergangenen Jahr. Das Surfgeschäft boomt.

Robbenforscher in Hohe Düne

Robbentraining
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In Rostock-Hohe Düne befindet sich seit 2009 eine weltweit einmalige Anlage für die Robbenforschung. Im 10.000 Kubikmeter umfassenden eingenetzten Freigehege der Uni Rostock leben neun Seehunde, zwei Seelöwen und ein Seebär. Eine Handvoll Wissenschaftler entschlüsseln so unter anderem die Navigationskünste der Tiere.

Regina Qualmann und die Seemannsmission

Seemannsmission Rostock - Regina Qualmann
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Regina Qualmann ist bei Rostock aufgewachsen, hat in Jena studiert. Dann kam die Wende. Und fing nochmal von vorne an. Sie orientierte sich neu und studierte Soziale Arbeit. In den Hafen kam sie eigentlich nur durch Zufall. Die Stelle war frei. Doch es dauerte nicht lange und sie lernte den Hafen lieben, schwärmt davon bei jeder Fahrt vorbei an den großen Frachtschiffen, die hier vertäut liegen. Als Mitarbeiterin der einzigen Seemannsmission Ostdeutschlands kümmert sie sich um persönlichen Wünsche und Belange der Schiffsbesatzungen, die im Rostocker Überseehafen vor Anker gehen: von der Seelsorge bis zum Shoppingtrip in der Stadt.

Familie Eymael aus Wustrow

Peter Eymael mit Tochter Rike
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Peter Eymael war schon auf der ganzen Welt. In Vietnam, in China, in Afrika. Der Wustrower hat hier in Wustrow seine Ausbildung gemacht – das Meer hat ihn gerufen. Am Schluss begleitete er sogar das Amt des Kapitäns. Und doch kam er immer wieder hierher zurück. In den 1980er Jahren kauften er und seine Frau sich eine Hufe, einen alten, heruntergekommenen, aber wunderschönen Bauernhof in Wustrow. Sie haben es von Grund auf hergerichtet. Aus der alten Scheune haben sie eine Kunstscheune gemacht. Kapitän Eymael sagt: "Mit der Kunst hatte ich's und mit dem Meer".

Über dieses Thema berichtet MDR auch im: MDR FERNSEHEN | 09.07.2017 | 20:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2017, 11:59 Uhr

Ostseeküste
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MDR FERNSEHEN So, 09.07.2017 20:15 21:45