Virtuelle Stadtführung Der Riebeckplatz in Halle

Vor 100 Jahren ist er ein strahlend schöner Stadtplatz, das gründerzeitliche Eingangstor zu Halles Innenstadt. Doch später, in der DDR, erlebte der Platz einen radikalen Wandel.

Die Industriestadt Halle an der Saale, Zentrum des mitteldeutschen Chemiedreiecks, will sich nach dem 2. Weltkrieg mit Macht zur sozialistischen Vorzeigestadt umbauen. Ab 1965 wird der Riebeckplatz – der längst Ernst-Thälmann-Platz heißt – umgestaltet. vbAm Thälmannplatz laufen alle wichtigen Fernverkehrsstraßen der Chemieregion zusammen. Schon in den 1960er Jahren gilt er als verkehrsreichster Knotenpunkt der DDR. Der gigantischer Kreisverkehr, unterquert von einem langen Fußgängertunnel und überspannt von der ersten Hochstraße der DDR, war damals eine architektonische Herausforderung.

Nach dem Umbau säumen Hochhäuser den Platz und bieten Wohnraum für mehr als 750 Menschen. Als erstes fertiggestellt wird das Interhotel „Stadt Halle“, das erste Großhotel der Stadt. Die Leipziger Straße zieht Hallenser und jede Menge Leute aus dem Umland an – mit ihren vielen Geschäften. Im Volksmund heißt die populäre Einkaufsmeile bald nur noch „der Boulevard“.

Heute heißt der Thälmannplatz wieder Riebeckplatz. Die Hochhäuser sind längst verschwunden, viele Läden auf dem „Boulevard“ geschlossen. Und erneut ist der Platz im Wandel: Er soll neu bebaut werden und wieder Menschen Raum zum Arbeiten und zum Leben bieten.

Riebeckplatz Halle
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MDR FERNSEHEN Sa, 07.10.2017 11:45 12:15
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Dieses Thema im Programm MDR Fernsehen "Unsere Boulevards - der Riebeckplatz in Halle" am 07.10.2017

Zuletzt aktualisiert: 10. Oktober 2017, 12:01 Uhr