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Unser Song 2017: ESC-Vorentscheid Wen empfiehlt Florian für Kiew?

Der Countdown läuft! Am 9. Februar wird entschieden, wer beim diesjährigen Eurovision Song Contest in Kiew für Deutschland an den Start geht. Neben Lena und Tim Bendzko sitzt auch Showmaster Florian Silbereisen in der Jury zum deutschen Vorentscheid. Doch die darf lediglich kommentieren, denn die Wahl liegt letztendlich ... bei Ihnen!

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Am 9. Februar findet in Köln der deutsche Vorentscheid "Eurovision Song Contest - Unser Song 2017" statt. Das Erste überträgt die von Barbara Schöneberger moderierte Show live ab 20:15 Uhr. Fünf bislang kaum bekannte Kandidaten stellen sich dann in einer gut dreistündigen Show dem Votum der Zuschauer. Bei ihnen liegt die Qual der Wahl, wer Deutschland am 13. Mai beim großen ESC-Finale in Kiew mit welchem Song vertritt.

Eurovision Song Contest 2017 Die Kandidaten beim deutschen Vorentscheid zum ESC

Axel Maximilian Feige (28) aus Hamburg
Axel Maximilian Feige (28) aus Hamburg Bildrechte: dpa
Axel Maximilian Feige (28) aus Hamburg
Axel Maximilian Feige (28) aus Hamburg Bildrechte: dpa
Felicia Lu Kürbiß
Felicia Lu Kürbiß (22) aus Salzburg Bildrechte: dpa
 Helene Nissen (20) aus Hollingstedt (Schleswig-Holstein)
Helene Nissen (20) aus Hollingstedt (Schleswig-Holstein) Bildrechte: dpa
Isabella «Levina» Lueen (25) aus Berlin
Isabella "Levina" Lueen (25) aus Berlin Bildrechte: dpa
Yosefin Buohler, Sängerin
Yosefin Buohler (22) aus Köln Bildrechte: IMAGO
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Größter Musikwettbewerb Jamala holt ESC in die Ukraine - 2017 wieder in Kiew

Viktor Juschchenko, Wladimir Klitschko und Ruslana
2005 durfte Kiew den ESC schon einmal austragen: Die ukrainische Sängerin Ruslana hatte mit ihrem ESC-Sieg 2004 den Wettbewerb in ihr Heimatland geholt. Wieder zu Hause in der Ukraine, wurde sie zur schillernden Ikone der Orangenen Revolution. Sie nutzte ihre Prominenz und setzte sich im Wahlkampf für Wiktor Juschtschenko ein, der 2005 zum Präsident der Ukraine gewählt worden war. Bildrechte: dpa
Viktor Juschchenko, Wladimir Klitschko und Ruslana
2005 durfte Kiew den ESC schon einmal austragen: Die ukrainische Sängerin Ruslana hatte mit ihrem ESC-Sieg 2004 den Wettbewerb in ihr Heimatland geholt. Wieder zu Hause in der Ukraine, wurde sie zur schillernden Ikone der Orangenen Revolution. Sie nutzte ihre Prominenz und setzte sich im Wahlkampf für Wiktor Juschtschenko ein, der 2005 zum Präsident der Ukraine gewählt worden war. Bildrechte: dpa
Die ukrainische Sängerin Jamala gewinnt in Stockholm den Eurovision Song Contest
Diese Aufmerksamkeit verdanken Kiew und die Ukraine der Opernsängerin Jamala. Die auf der Krim aufgewachsene und inzwischen in Kiew lebende Künstlerin gewann am 15. Mai 2016 den Eurovision Song Contest (ESC) in Stockholm. Der weltweit größte Musikwettbewerb wird damit zum zweiten Mal in seiner Geschichte in der Ukraine ausgetragen. Bildrechte: IMAGO
Ukrainische Sängerin Jamala und ihr Songtitel "1944" - hier bei einem Konzert in Palast in Kiew am 24.05.2016 kurz nachdem sie den Eurovision Song Contest gewonnen hatte.
Jamalas Song - "1944" - rührt an alten Wunden: In jenem Jahr wurden mehr als 180.000 Krimtataren nach Zentralasien deportiert - auf Befehl von Stalin, der die Tataren kollektiv als "Nazi-Kollaborateure" verfolgen ließ, weil sich ein kleiner Teil von ihnen nach der deutschen Besatzung der Krim für die Wehrmacht gemeldet hatte. Mehr als ein Drittel der deportierten Tataren überlebte den Abtransport nicht. Immer wieder betonte Sängerin Jamala, sie habe mit dem Song das persönliche Schicksal ihrer Familie erzählen wollen. Bildrechte: IMAGO
Außenpolitiker und Duma-Abgeordneter Alexej Puschkow
Schon im Vorfeld des ESC im Mai in Stockholm hatten russische Abgeordnete gefordert, Jamala zu disqualifizieren - wegen des politischen Kontextes ihres Beitrages. Politische Songs sind beim Wettbewerb laut Regelwerk verboten. Die ESC-Veranstalter lehnten jedoch ab, den Beitrag aus dem Wettbewerb zu nehmen. Nach dem Sieg der Ukrainerin erklärte der einflussreiche Außenpolitiker und Duma-Abgeordnete Alexej Puschkow, der ESC verwandle sich in ein politisches Schlachtfeld. Bildrechte: IMAGO
Die Sängerin Jamala kommt nach ihrem ESC-Sieg in Kiew auf dem Airport an.
Jubel löste die 32-jährige Sängerin unterdessen in ihrer Heimat Ukraine aus. Fans bedrängten sie bei ihrer Rückkehr auf dem Flughafen von Kiew. Bildrechte: IMAGO
Sängerin Jamala zu Gast bei ihrem ukrainischen Präsidenten Poroschenko
Auch der ukrainische Staatspräsident Petro Poroschenko twitterte : "Alle Ukrainer danken dir von ganzen Herzen, Jamala“. Im Mai ehrte der Staatschef die Sängerin als "Volkskünstlerin der Ukraine" und dankte ihr, dass sie das Krim-Thema wieder auf die Titelseiten der internationalen Presse gebracht habe. Bildrechte: IMAGO
Jamala bei einem Konzert für ukrainische Soldaten
Politisch umworben wurde die Musikerin aber auch von russischer Seite. Ein Mitglied der Verwaltung in Krim forderte Jamala nach ihrem ESC-Sieg auf, die russische Staatsbürgerschaft anzunehmen. Die Sängerin lehnte ab. Sie habe schon die ukrainische, sagte sie. Auf dem Foto gibt Jamala Autogramme am Rande eines Auftritts vor ukrainischen Soldaten am 25. Mai 2016. Bildrechte: IMAGO
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Die Abstimmung:

Nach zwei letzten Plätzen in den vergangenen Jahren soll 2017 alles anders werden. Die fünf Kandidaten stellen sich Publikum und Zuschauern in insgesamt vier Abstimmungsrunden: zunächst mit einem Coversong, anschließend mit zwei eigens für den ESC komponierten Liedern.

Runden  
Runde 1: Die fünf Kandidaten stellen sich mit je einem Coversong vor, das Fernsehpublikum stimmt ab, welche drei Kandidaten weiter kommen.
Runde 2: Die drei Kandidaten singen den ersten ESC-Song in verschiedenen Arrangements. Die Zuschauer wählen zwei Favoriten aus.
Runde 3: Die zwei verbliebenen Kandidaten singen den zweiten ESC-Song, das Publikum entscheidet, welche beiden Songfassungen aus den Runden zwei und drei am besten waren.
Finale: Drei Möglichkeiten: 1. ein Kandidat singt zwei Songs, 2. zwei Kandidaten singen zwei verschiedene Songs oder 3. zwei Kandidaten singen denselben Song. Der Favorit, für den die meisten Zuschauer stimmen, fliegt nach Kiew.

Die Jury: Florian Silbereisen, Lena Meyer-Landrut & Tim Bendzko

Bei der Entscheidung, wer letztendlich das Rennen um das Flugticket nach Kiew macht, kommt der Jury lediglich eine kommentierende Funktion zu. Ein Stimmrecht besitzen Florian Silbereisen, Lena Meyer-Landrut und Tim Bendzko nicht.

Der Sänger Tim Bendzko zu Gast in der WDR Talkshow Kölner Treff am 20.12.2016 in Köln.
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Tim Bendzko

Tim Bendzko

Seine Songs sind mehrfach mit Platin ausgezeichnet. Nach 2012 und 2013 ist der Berliner Singer und Songwriter erneut Mitglied der Jury zum ESC-Vorentscheid.

Lena Meyer-Landrut
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Lena Meyer-Landrut

Lena Meyer-Landrut

Nach 28 Jahren holte Lena Meyer-Landrut 2010 für Deutschland den ESC-Sieg. Dieses Mal sitzt sie in der Jury und gibt ihre Meinung zu den Kandidaten ab.

Florian Silbereisen
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Florian Silbereisen

Florian Silbereisen

Florian Silbereisen ist zwar erst 35, dennoch ein alter Hase im Showgeschäft. Das Multitalent war bereits 2013 Mitglied der Jury beim deutschen Vorentscheid zum ESC.

Als der ESC noch "Grand Prix Eurovision de la Chanson" hieß

Den Eurovision Song Contest gibt es bereits seit 1956. Heute ist der Wettbewerb populär wie nie, die Übertragungen werden von mehr als 200 Millionen Zuschauern verfolgt.

Bernhard Brink
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Zuletzt aktualisiert: 12. Mai 2017, 14:15 Uhr