Saisonabschluss : MDR feierte 20. MUSIKSOMMER
Vom 25. Juni bis 4. September 2011 war das Jubiläumsfestival mit insgesamt 54 Konzerten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu Gast. Rund 21.000 Besucher sind der Einladung gefolgt, Musik aus dem Mittelalter bis heute in Kirchen, Parks, Gärten und historischen Sälen zu hören.
Zu den Höhepunkten gehörten die Konzerte von Magdalena Kozená und dem Venice Baroque Orchestra, der Auftritt der 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, die "Ungarische Nacht" in Weimar mit dem Geiger Josezf Lendvay zur Festival-Eröffnung sowie die Aufführung von Franz Liszts "Die Legende von der Heiligen Elisabeth".
Daran wirkten alle drei Ensembles des MDR mit: SINFONIEORCHESTER, RUNDFUNKCHOR und KINDERCHOR. Außerdem bereicherten das Cristin Claas Trio, das Vocalconsort Berlin oder der Knabenchor Dresden das diesjährige MUSIKSOMMER-Programm. Mit insgesamt 21.000 Besuchern konnte das Festival an die Vorjahreszahlen anknüpfen.
Für die Jubiläumsausgabe des MUSIKSOMMERS hat der MDR mit den drei Landesausstellungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kooperiert: Bei der Festivaleröffnung in Weimar, aber auch bei den traditionsreichen Konzerten auf der Wartburg erklangen Werke des genialen Pianisten und Tonkünstlers Franz Liszt, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird.
Konzerte entlang der Via Regia
Mit den Konzerten entlang der Via Regia nahm der MDR Bezug auf die Sächsische Landesausstellung und erweiterte das musikalische Angebot um die Erfahrung, selbst zu pilgern: In 21 Etappen ging es über 450 Kilometer von Görlitz nach Vacha. Viele Pilger sind zumindest einen, meist aber mehrere Streckenabschnitte mitgelaufen. Drei Teilnehmer meisterten den kompletten Weg und wurden in Vacha besonders geehrt.
An jedem Spielort gab es für Festivalgäste entlang der Via Regia eine kostenlose Stadtführung mit anschließendem Sektempfang. Mit einer Eintrittskarte für die MUSIKSOMMER-Konzerte in Görlitz und Naumburg hatten die Besucher zugleich freien Eintritt in die beiden Landesausstellungen. Beim Konzertwochenende im Naumburger Dom konnte das Publikum das Werk des Naumburger Meisters aus nächster Nähe betrachten.
Im Rahmen der Konzertreihe entlang der Via Regia war das Festival auch an vielen neuen Spielorten erstmals zu Gast, etwa in der Kamenzer und Königsbrücker Hauptkirche, im Wurzener Dom St. Marien sowie in der Johanniskirche Vacha.
Die nächste Generation
Neu war im 20. MUSIKSOMMER auch die Reihe "Die nächste Generation", bei der junge Musiker ein Podium bekamen: In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Weimar traten die drei Gewinner des Franz Liszt Klavierwettbewerbs von 2009, 2006 und 2003 auf und spielten u.a. die Gruppenkomposition "Hexameron" von 1837, an der auch Franz Liszt beteiligt war.
Außerdem standen Nachwuchsmusiker, die erfolgreich am Ensemblewettbewerb "enviaM – Musik für Kommunen" teilgenommen hatten, in Köthen, Bad Frankenhausen und auf Schloss Augustusburg gemeinsam mit Musikern des MDR SINFONIEORCHESTERS auf der Bühne.
Im Rahmen der Konzertreihe lud der MDR auch zum Familiensonntag ein: Instrumente basteln, singen, selbst komponieren – Kinder und ihre Eltern konnten Musik erleben und selbst gestalten. Die Reihe wird 2012 fortgesetzt.
Ausblick auf 2012: Martin Luther und seine Musik
Im 21. MUSIKSOMMER steht – passend zum Lutherjahr – der Reformator Martin Luther und die Musik seiner Zeit im Mittelpunkt des Festivals. Neu sind auch die Reihen "Residenzen" sowie "Kurkonzerte". Darüber hinaus wird die lettische Organistin Iveta Apkalna 2012 Artist in Residence sein: Sie gibt Konzerte an verschiedenen Orgeln in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Mit dabei sind im nächsten Jahr auch das Vokalensemble The King’s Singers, die Klarinettistin Sabine Meyer und die Gächinger Kantorei unter Helmuth Rilling.
Das Programmheft gibt es ab Ende des Jahres zum Download sowie in allen Vorverkaufsstellen sowie den Touristeninformationen der Spielorte aus.
