Konzert | 29.07.2012 | 17:00 Uhr | Freyburg, Rotkäppchen Sektkellerei : Liebe und Leid mit Justus Frantz
Sie zählt zu den schönsten und zugleich traurigsten Liebesgeschichten, die jemals einen Weg zwischen zwei Buchdeckel fanden: Romeo und Julia. Zusammen mit der Philharmonie der Nationen erzählt Justus Frantz ihre Geschichte neu, diesmal aus der Perspektive der Musik. Mit Peter Tschaikowskis Fantasie-Ouvertüre betritt der erfolgreiche Dirigent, engagierte Vermittler klassischer Musik und Förderer junger Talente am 29. Juli erneut die MDR-MUSIKSOMMER-Bühne. Als gern gesehener Gast widmet er sich in der historischen Rotkäppchen Sektkellerei in Freyburg außerdem Tschaikowskis 5. Sinfonie und Mozarts Violinkonzert A-Dur.
Vielfach vertont, vielfach vertanzt, vielfach ...
William Shakespeares Tragödie "Romeo und Julia" gehört heute zu den bedeutendsten Stücken der Weltliteratur, das auf der Bühne wie im Konzert oder Film eine nicht enden wollende Renaissance erlebt. Die Geschichte zweier junger Liebender, die aufgrund ihrer verfeindeten Familien nur im Tod zueinanderfinden können, regte auch den russischen Komponisten Peter Tschaikowski dazu an, eine Fantasie-Ouvertüre zu schreiben. Unterstützt wurde er dabei von seinem Mentor und Freund Mili Balakirew, der kurz zuvor Hector Berlioz kennengelernt hatte. Von dessen Tonsprache - den fantastischen und tonmalerischen Elementen - fasziniert, animierte er den jungen Tschaikowski, sich mit ähnlichen musikalischen Zügen ans Schreiben zu wagen.
Heute sagt man Tschaikowskis Ouvertüre nach, dass sie das erste sinfonische Meisterwerk des russischen Tonmeisters sei. Dramatisch, effektvoll und lyrisch ersetzen die Töne Shakespeares Worte zum Teil so eindringlich, dass man das Gefühl bekommt, mittendrin zu sein: auf dem Maskenball, dem Balkon oder in den Straßenkämpfen.
Neben "Romeo und Julia" widmet sich Justus Frantz in Freyburg noch Tschaikowskis 5. Sinfonie, die bis heute eines seiner beliebtesten Stücke ist, die er selbst jedoch als "misslungenes Werk" kritisierte. Außerdem erklingt das Violinkonzert A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart, das der Komponist mit gerade einmal 20 Jahren komponierte. Mozart war selbst ein ausgezeichneter Violinist, der nach einem Konzert an seinen Vater schrieb: "Es ging wie Öl. Alles lobte den schönen reinen Ton."
Musik kennt keine Grenzen
Der erfolgreiche Dirigent Justus Frantz engagiert sich seit vielen Jahren als Musikvermittler und Talentförderer. 1995 gründete er die Philharmonie der Nationen - ein Orchester, in dem junge Musiker aus mehr als 50 Nationen gemeinsam klassische Musik spielen. Sie sind der aktive Beweis für den Gedanken von Völkerverständigung und Weltfrieden - ein Hauptanliegen von Justus Frantz. Die Musiker kommen aus allen Teilen der Welt: Syrien, Israel, Serbien, Kroatien, China, Russland. Auf internationalen Tourneen und Festivals nimmt sich Frantz regelmäßig Zeit, begabte junge Musiker zu entdecken und zu fördern.
Mitwirkende:
Philharmonie der Nationen
Justus Frantz | Dirigent
Ksenia Dubrovskaya | Violine
Konzertprogramm:
Peter Tschaikowski: Fantasie-Ouvertüre "Romeo und Julia"
Wolfgang Amadeus Mozart: Violinkonzert A-Dur
Peter Tschaikowski: 5. Sinfonie
Konzertkarten:
Karten für das Konzert erhalten Sie in der Ticketgalerie, an der Tickethotline unter Telefon: 0341 141414 sowie im MDR Ticketshop.
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