Spielorte

Dresden

Die Frauenkirche

Während des Luftangriffs auf Dresden im Februar 1945 komplett zerstört, diente die Ruine der Frauenkirche fast 50 Jahre lang als Mahnmal gegen Krieg. Nach der Wende wurde der Wiederaufbau der Kirche zu einer symbolträchtigen, nationalen Anstrengung. In nur zwölf Jahren Bauzeit wurde das Unmögliche möglich gemacht und das Gotteshaus vollendet. Die "Steinerne Glocke", wie ihre 12.000 Tonnen wiegende Kuppel im Volksmund heißt, prägt nun wieder die Stadtsilhouette von "Elbflorenz". Die berühmten Canaletto-Ansichten mit Zwinger, Residenz und Frauenkirche sind seit 2005 wieder zu bestaunen.

Das Konzert am 7. Juli: Missa solemnis

MDR SINFONIEORCHESTER und MDR RUNDFUNKCHOR widmen sich seit Jahrzehnten der Interpretation groß besetzter vokalsinfonischer Werke, darunter auch regelmäßig Ludwig van Beethovens "Missa solemnis". Das Werk war ursprünglich als Huldigungsmusik für Erzherzog Rudolph von Österreich gedacht – zu dessen Inthronisation als Kardinal-Erzbischof von Olmütz. Dass der "feierliche Tag" (der 20. März 1820) dann doch ohne Beethovens Musik stattfand, lag am gewaltigen Umfang der Arbeit und an den hohen ästhetischen Maßstäben, die sich der Komponist selbst gesetzt hatte. Als er das Werk mit mehrjähriger Verspätung seinem fürstlichen Adressaten dedizierte, schrieb er gleichzeitig an Johann Wolfgang von Goethe und Carl Friedrich Zelter, das Stück könne "auch als Oratorium gegeben werden". Dieser Empfehlung folgen seit fast zweihundert Jahren die meisten Veranstalter, und in dieser Tradition steht auch die Aufführung in der Dresdner Frauenkirche, deren Stiftung zu den engsten und ältesten Partnern des MDR MUSIKSOMMERS gehört.

Das Konzert am 4. August: Messe h-Moll

Johann Sebastian Bachs "Messe h-Moll" gehört in ihrer Gedankentiefe und Symbolik zu den gewaltigsten und außergewöhnlichsten Messkompositionen in der Musikgeschichte. Wie in der Instrumentalmusik mit dem "Musikalischen Opfer" oder der "Kunst der Fuge" wollte Bach mit der "h-Moll-Messe" offenbar auch auf dem Gebiet der geistlichen Vokalmusik dem Anspruch universaler Gültigkeit genügen, der die Kompositionen seines letzten Lebensjahrzehnts bestimmte. So ist es nicht verwunderlich, dass der h-Moll-Messe die letzten erhaltenen kompositorischen Niederschriften Bachs galten. Helmuth Rilling gilt weltweit als Bach-Botschafter: Er ist Gründer der Bachakademie Stuttgart, künstlerischer Leiter des Oregon Bach Festivals in den USA und leitet international zahlreiche Workshops an Universitäten und Hochschulen, den so genannten Bachakademien. Für sein Engagement wurde Helmuth Rilling mit etlichen Preisen ausgezeichnet. 2011 erhielt er den renommierten Herbert-von-Karajan-Musikpreis des Festspielhauses Baden-Baden.

Konzert mit Helmuth Rilling am 4. August: Botschafter in Sachen Bach gastierte in der Frauenkirche

Dresdner Frauenkirche bei Sonnenuntergang Dirigent Helmuth Rilling Publikum in der Dresdner Frauenkirche

Wenn einer Bach kennt, dann Helmuth Rilling. Er ist einer der wichtigsten Bach-Interpreten weltweit. Mit der Gächinger Kantorei und dem Bachcollegium Stuttgart war der Meister der Alten Musik in der Frauenkirche zu Gast. [Bilder]


Touristenmagnet Frauenkirche

Am 28.10.2007 war der zweite Jahrestag der Kirchweihe. Die Dresdner Frauenkirche gehört zu den weltweit beliebtesten Sehenswürdigkeiten.

28.10.2007, 19:00 Uhr | 01:47 min

Zuletzt aktualisiert: 11. Januar 2011, 15:48 Uhr

Konzerttermin:

* 07.07.2012 | 20:00 Uhr | Frauenkirche Dresden
Ludwig van Beethoven: Missa solemnis op. 123 für vier Solostimmen, Chor und Orchester

MDR SINFONIEORCHESTER
MDR RUNDFUNKCHOR
Dara Hobbs Sopran
Silvia Hablowetz Mezzosopran
Christian Elsner Tenor
Howard Arman Dirigent

* 04.08.2012 | 20:00 Uhr | Frauenkirche Dresden
Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll BWV 232

Gächinger Kantorei | Bachcollegium Stuttgart
Helmuth Rilling Dirigent

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