Naumburg
Naumburg gehört zu den schönsten Städten Mitteldeutschlands. Der besondere Reichtum der Stadt an Sehenswürdigkeiten, wie dem Dom St. Peter und Paul mit dem wiedereröffneten Domschatzgewölbe, der Charme der Altstadt und die landschaftlich einzigartige Umgebung versprechen einen angenehmen Aufenthalt.
Der Dom St. Peter und Paul zählt zu den berühmtesten deutschen Bauwerken des Mittelalters. Er ist eines der bedeutendsten Beispiele der Baukunst der späten Romanik bzw. frühen Gotik und birgt die Lebensarbeit eines Bildhauers, der sich unter seinen Zeitgenossen zu rätselhafter Größe emporhebt. Dazu gehören die um 1250 geschaffenen
zwölf Stifterstandbilder, die Kreuzigungsgruppe und die Reliefs der Passion Christi.
Die zwölf Stifterfiguren
Als der Naumburger Meister den Auftrag erhielt, waren die Stifter bereits 150 bis 200 Jahre tot, und er musste ihre Standbilder ganz aus der Phantasie heraus bilden. Es gab keine Biographien, in denen man über sie etwas hätte erfahren können. Die einzigen Anhaltspunkte für die Gestaltung der Persönlichkeiten waren historische Überlieferungen und Berichte. Die höchst individuelle Darstellung jeder einzelnen Figur ist verblüffend. Ihre Gesten, ihre Gesichter bezeichnen unterschiedliche Charaktere und Temperamente und deuten jeweils auf etwas Schicksalhaftes hin.
Neben den zwölf Stifterfiguren im Westchores, am berühmtesten Ekkehard und Uta, muss auch auf das Relieffries am Westlettner, das Chorgestühl im Ostchor, die Krypta und die Handläufe des Künstlers Heinrich Apel als besondere Sehenswürdigkeiten verwiesen werden.
Konzert am 12. Juli: "Los Ympossibiles – Unwahrscheinlich und Unmöglich"
Hille Perl, Lee Santana und Steve Player begreifen ihre Arbeit als "work in progress". Alle drei leben in verschiedenen Teilen Europas auf dem Lande und beschäftigen sich neben der Musik mit ihren Kindern, mit Pferdezucht und Hühnerhaltung. Im Programm "Los Ympossibiles – Unwahrscheinlich und Unmöglich" werden Programmmusiken aus fernen und nahen Welten vereint. Der philosophische Hintergrund der zahlreichen Stücke und Tänze vermittelt auch die Botschaft, dass jeder Mensch täglich das Unmögliche ermöglichen muss.
Konzert am 18. August: Eine musikalische Weltreise
In seiner Reihe Gartenträume veranstaltet der MDR MUSIKSOMMER zum zweiten Mal einen Nachmittag oberhalb des Blütengrundes mit Blick auf den Zusammenfluss von Saale und Unstrut, inmitten der großen Park- und Weinberganlage der Akademie Sonneck. Am frühen Abend spielt das Bläser Collegium Leipzig. Zusätzlich zu den musikalischen Darbietungen liest der Nachwuchsautor Daniel Pockrandt aus Sachsen-Anhalt Gedichte und Kurzgeschichten. Angeboten wird auch eine Führung über das unter Denkmalschutz stehende Gelände. Genießen Sie das wundervolle Ambiente von Haus Sonneck, stärken Sie sich am leckeren Buffet und probieren Sie die Weine der Region.
Konzerttermine:
* 12.07.2012 | 19:30 Uhr | Naumburger Dom
Los Otros
Hille Perl Viola da gamba
Steve Player Gitarre | Tanz
Lee Santana Theorbe | Gitarre/Laute
Werke von Kapsberger, Bertali, Marais, de Murcia u. a.
* 18.08.2011 | 17:00 Uhr | Haus Sonneck
Blechbläser Collegium Leipzig
Werke von Pezel, Mussorgski, Scheidt, Smetana, Piazzolla, Gershwin u. a.
