Spielorte

Bereits seit etwa 1300 wurde am Domberg, Ringberg und auf dem Döllberg Erz gefördert. In diesem Zusammenhang wurde auch Suhl zum ersten mal urkundlich erwähnt Erst 1860 schloß man am Domberg die letzte Grube. Ein anderer Industriezweig allerdings überlebte bis heute, die Waffenherstellung. Seit rund 500 Jahren werden in Suhl Waffen produziert. Sowohl die Hennebergischen Grafen als auch die sächsischen Herzöge, denen Suhl zeitweise unterstand, mochten zwar die Waffen, aber nicht unbedingt den Rauch der einstigen "Waffenschmiede Suhl". So entstand hier nie eine Residenz, kein Schloß wurde errichtet, wie in vielen umliegenden Orten.

Das Wahrzeichen des Markplatzes von Suhl ist der steinerne Waffenschmied aus dem Jahre 1903 Überragt wird er von dem Suhler Hausberg - dem Domberg - dem der Waffenschmied zwar den Rücken zeigt, von wo aber Jahrhunderte hindurch das Erz für die Suhler Waffen kam. Hier am Markt steht auch der Stolz der Suhler, ihr rotes Rathaus - im Ursprung bereits 1590 entstanden. Kaum 20 Kilometer sind es von hier bis zum sagenumwobenen Rennsteig, dem Kammweg des Thüringer Waldes.

Die Suhler "Flaniermeile", der Steinweg, verleitet zum Bummeln, zum Shopping in den Geschäften und zum Betrachten alter Häuser wie des Rokokohauses zur Linken. Diesen Weg hatte übrigens auch schon Graf Isolani mit seinen marodierenden Truppen im Dreißigjährigen Krieg genommen.

Das Suhler Congress Centrum

Der Umbau der alten Suhler Stadthalle zu einem modernen Kongresszentrum führte zu einem beeindruckenden Gebäudekomplex mit futuristischem Innern. Eine Besonderheit ist das in die Bühne eingebaute "Konzertzimmer", das erst die akustischen und räumlichen Voraussetzungen für klassische Konzerte in geeigneter Atmosphäre schafft. Es bereichert das Kulturangebot in Suhl und Südthüringen seit seiner Eröffnung im Jahre 1995 mit einer reichhaltigen Veranstaltungspalette. Namhafte Künstler aus dem In- und Ausland geben sich hier "die Klinke in die Hand". Von Rockkonzerten, volkstümlichen Unterhaltungsabenden über klassische Musik für höchste Ansprüche von der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl bis hin zu Fernsehshows werden die unterschiedlichsten Veranstaltungen für jedermanns Geschmack geboten.

Das Konzert: Beethovens "Missa solemnis"

Beethovens größte Messkomposition war ursprünglich als Huldigungsmusik für Erzherzog Rudolph von Österreich zu dessen Inthronisation als Kardinal-Erzbischof von Olmütz gedacht. Als die Ernennung im Juni 1819 offiziell bekannt gegeben wurde, schrieb der Komponist an seinen fürstlichen Gönner: "Der Tag, wo ein Hochamt von mir zu den Feierlichkeiten für Ihre Kaiserliche Hoheit soll aufgeführt werden, wird für mich der schönste meines Lebens sein." Dass die Feierlichkeiten dann doch ohne Beethovens Musik stattfinden mussten, lag am gewaltigen Umfang, den die Arbeit an der "Missa solemnis" inzwischen angenommen und an den hohen ästhetischen Maßstäben, die sich der Komponist selbst gesetzt hatte. Erst drei Jahre später, im März 1823, übergab Beethoven die fertige Partitur an den Widmungsträger. Mit ihrem Auftritt beim MDR MUSIKSOMMER knüpfen Sinfonieorchester und Rundfunkchor des MDR unter der bewährten Leitung von Chordirektor Howard Arman an die etablierte und beim Publikum beliebte Konzertreihe "Zauber der Musik" in Suhl an. Auch zwischen September und Juni sind die Ensembles regelmäßig im Congress Centrum zu Gast.

Zuletzt aktualisiert: 18. Januar 2011, 14:41 Uhr

Konzerttermin:

08.07.2012 | 17:00 Uhr | Congress Centrum

MDR SINFONIEORCHESTER
MDR RUNDFUNKCHOR

Dara Hobbs, Sopran
Silvia Hablowetz, Mezzosopran
Christian Elsner, Tenor
Howard Arman, Dirigent

Ludwig van Beethoven: Missa solemnis

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