Salzwedel
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Belegt ist der Name Salzwedel 1112 anlässlich einer Belagerung der Burg durch Kaiser Heinrich V. Nahe der Burg entstand eine Siedlung, die erstmals 1233 als "civitas", als Stadt im Rechtssinn, erwähnt wurde. Bereits 1247 entstand die Neustadt als planmäßige Neugründung im Nordosten der Altstadt. Beide Städte existierten jahrhundertelang in einem spannungsreichen Wechselverhältnis als selbständige Gemeinwesen mit eigener Verwaltung nebeneinander.
Den Wohlstand der mittelalterlichen Doppelstadt Salzwedel machen noch heute die Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung, die beiden Pfarrkirchen von Altstadt (St. Marien) und Neustadt (St. Katharinen) sowie die als Konzert- und Ausstellungshalle genutzte Mönchskirche, einst Kirche des 1280 erwähnten Franziskanerklosters, anschaulich. Zahlreiche andere Bauwerke wie die Kirche St. Nikolai, das Annenkloster, der größte Teil des Augustiner-Chorherren-Stifts St. Spiritus, fast alle Stadttore, die Befestigung zwischen den beiden Städten, die Hospitäler, der Turm der Lorenzkirche oder das Neustädter Rathaus fielen der Zeit zum Opfer.
St. Lorenz, heute ein Kleinod romanisch-frühgotischer Baukunst, ist vermutlich die älteste Kirche Salzwedels. Sie wurde im 13. Jahrhundert als dreischiffige Backsteinbasilika errichtet und verlor ab dem 14. Jahrhundert an Bedeutung: durch den Neubau der benachbarten Marienkirche sowie die Folgen der Reformation. 160 Jahre wurde St. Lorenz sogar als Salzlager genutzt. Erst 1859 konnte die Kirche wieder ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt werden. Seitdem ist sie Gotteshaus der Katholiken und durch Restaurationen in den 1960er-Jahren wurde ihr ursprünglicher Eindruck zumindest teilweise wiederhergestellt.
Das Konzert: Klassik -Jazz - Worldmusic - Improvisation
Vokalmusik auf allerhöchstem Niveau verspricht dieses energiegeladene Ensemble, das mit seinen innovativen und kunstvollen Arrangements ungeahnte Klangwelten in der A-cappella-Szene hörbar macht. Elemente aus Jazz, Klassik, Pop und Weltmusik verschmelzen zu einem modernen, kraftvollen, zugleich sinnlichen Sound, der stets dem Authentischen nachspürt. Eigenständigkeit, hohe Virtuosität, ein homogener und gleichzeitig facettenreicher Klang brachte Niniwe früh internationale Anerkennung und zahlreiche Auszeichnungen. Mit ihrem Programm beweisen die vier Sängerinnen, dass sie sich durch kein Genre limitieren lassen. Es reihen sich Popsongs an feinsinnige Balladen oder charmante Jazzklassiker – überzeugend unpathetisch, ausdrucksstark und berührend.
Konzerttermin:
09.07.2012 | 19:30 Uhr | St. Lorenzkirche
Niniwe Vocalquartett
Bearbeitungen von Monteverdi, Dvorák, Britten, Kodály sowie weltberühmte Hits und Eigenkompositionen von Winnie Brückner
