Konzert | 31.08.2012 | 20:00 Uhr | Weimar, Weimarhalle : Viviane Hagner, Mozart und Matthus
Sie versteht es "Nachdenklichkeit und Leuchtkraft aufs Eindringlichste zu mischen", schreibt "The Times" über die deutsche Violinistin Viviane Hagner. Mit 13 Jahren gab die gebürtige Münchnerin ihr internationales Debüt, heute ist sie als gefragte Geigerin auf den Orchesterbühnen dieser Welt zu Hause. Beim MDR MUSIKSOMMER in Weimar widmet sich Viviane Hagner am 31. August Werken von Mozart und Matthus. Begleitet wird sie dabei vom MDR SINFONIEORCHESTER unter der Leitung von Gilbert Varga.
Nachdenklichkeit und Leuchtkraft
Die in München geborene Violinistin Viviane Hagner stammt aus einem deutsch-koreanischen Elternhaus. Obwohl weder Mutter noch Vater Musiker sind, haben sie sie zur Musik gebracht. Mit drei hielt sie ihre erste Violine in der Hand, mit vier ging sie das erste Mal zum Unterricht. Mit 13 feierte sie ihr furioses Debüt beim "Joint Concert" in Tel Aviv mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Metha. Seitdem ist die sympathische, mittlerweile in Berlin lebende Künstlerin von den internationalen Bühnen nicht mehr wegzudenken. Sie konzertierte schon mit den Berliner Philharmonikern und dem Chicago Symphony Orchestra und spielte unter Daniel Barenboim und Claudio Abbado. Ihre sorgsamen wie brillanten Interpretationen verzaubern Publikum und Kritiker gleichermaßen, so die Presse.
Viviane Hagner ist eine glühende Verfechterin zeitgenössischer Musik. Vieles, was neu ist, unentdeckt oder selten gespielt wird, nimmt die junge Geigerin in ihr Programm auf. Auf ihrer Stradivari "Sasserno" von 1717 widmet sie sich auch in Weimar einem besonderen Werk: "Traum einer Sommernacht" des zeitgenössischen Komponisten Siegfried Matthus. Außerdem erklingen Wolfgang Amadeus Mozarts erste und letzte Sinfonie.
Aus Mozarts Wunderhand
Wenn man den Erzählungen seiner Schwester Nannerl, wie er sie gern nannte, glauben darf, schrieb der kleine Wolfgang mit acht Jahren sein erstes sinfonisches Meisterwerk. Vater Leopold lag krank im Bett und hatte ihnen deshalb das Klavierspielen verboten. "Um sich also zu beschäftigen, komponierte Mozart seine erste Symfonie mit allen Instrumenten - vornehmlich mit Trompeten und Pauken. Ich musste sie, neben ihm sitzend, abschreiben", berichtet Nannerl.
Die Jupiter-Sinfonie, die letzte seiner knapp 60 Sinfonien, entstand drei Jahre vor Mozarts Tod. Sie war alles andere als ein bloßer Zeitvertreib und gilt heute als eines der gelungensten Stücke der Sinfonik. Ihren Namen soll sie der Legende nach aufgrund ihrer "göttlichen Vollkommenheit" von Pianist Johann Baptist Cramer erhalten haben.
Hagner, Varga und das MDR SINFONIEORCHESTER
Viviane Hagner steht beim MDR MUSIKSOMMER unter der Leitung von Gilbert Varga mit dem MDR SINFONIEORCHESTER auf der Bühne. 1952 in London geboren, erhielt Varga seine musikalische Ausbildung bei Franco Ferrara, Sergiu Celibidache und Charles Bruck. Er war Chefdirigent der Philharmonia Hungarica, Musikdirektor des Baskischen Nationalorchesters in San Sebastian und dirigiert regelmäßig das Minnesota Orchestra und andere amerikanische Orchester. Für seine ausgezeichnete Dirigiertechnik wird Gilbert Varga weltweit geschätzt.
Mitwirkende:
MDR SINFONIEORCHESTER
Gilbert Varga | Dirigent
Viviane Hagner | Violine
Konzertprogramm:
* Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Es-Dur KV 16
* Siegfried Matthus: Konzert für Violine und Orchester
* Wolfgang Amadeus Mozart: Jupiter Sinfonie
Konzertkarten:
Karten für das Konzert erhalten Sie in der Ticketgalerie, an der Tickethotline unter Telefon: 0341 141414 sowie im MDR Ticketshop.
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