Förderanlagen des Kaliabbauwerkes Thomas Müntzer in Bischofferode.
Bildrechte: IMAGO

Wer soll für die Abfall-Entsorgung von Kali-Salzen bezahlen

Förderanlagen des Kaliabbauwerkes Thomas Müntzer in Bischofferode.
Bildrechte: IMAGO

Im Bundes-Land Thüringen wird schon viele Jahre Kali abgebaut.
Kali liegt in der Erde.
Es ist ein Salz.
Es wird zu einem Dünge-Mittel ver-arbeitet.
Das Dünge-Mittel wird zum Beispiel:
    • In Gärten,
    • in der Landwirtschaft,
    • in den Wäldern gebraucht.
Damit die Pflanzen gut wachsen.

Und es wird als Streu-Salz auf die Straßen gestreut.
Wenn die Straßen im Winter glatt sind.

Das Kali muss mit Maschinen aus der Erde geholt werden.
Dabei gibt es viele Höhlen in der Erde.
Die Höhlen müssen immer wieder kontrolliert werden.
Sie dürfen keine Gefahr für die Menschen sein.
Denn sie können einstürzen.
Menschen können hinein-fallen.

Aber es kostet viel Geld,
die Höhlen immer wieder zu kontrollieren.

Schon viele Jahre streiten die Kali-Firma K+S
und das Bundes-Land Thüringen.
Wer das alles bezahlen soll.
Denn es wird sehr viel Geld kosten.

Das Verwaltungs-Gericht in der Stadt Meiningen hat gesagt:
Es gibt einen Vertrag.
Darin steht:
Thüringen muss das Geld bezahlen.
Damit die Kali-Altlasten richtig entsorgt werden können.

Dagegen hat sich Thüringen gewehrt.
Das Bundes-Land will das Geld nicht allein bezahlen.
Auch die Kali-Firma K + S soll Geld dazu bezahlen.

Das Oberverwaltungs-Gericht hat jetzt entschieden.
Thüringen darf gegen das Urteil von Meiningen klagen.

Minister-Präsident Bodo Ramelow sagte dem MDR:
Die Entscheidung vom Oberverwaltungs-Gericht ist gut.
Jetzt können wir bei einem Bundes-Gericht klagen.
Thüringen will ja Geld für die Entsorgung bezahlen.
Aber nicht alles allein.
Die Kali-Firma K+S soll auch Geld bezahlen.

Jetzt geht die Klage an ein Bundes-Gericht.
Dann kann zum Beispiel auch die Bundes-Regierung
bei der Gerichts-Verhandlung dabei sein.
Ich hoffe:
Alle können sich einigen.
    • Die Bundes-Regierung,
    • die Kali-Firma K+S
    • und das Bundes-Land Thüringen.

Über dieses Thema berichtet der MDR auch in schwerer Sprache:
MDR THÜRINGEN | Nachrichten | 21. September 2017 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. September 2017, 17:00 Uhr