Eine junge Frau steht mit verschränkten Armen neben einer Statue, die eine Schwangere darstellt.
Bildrechte: Deutsches Hygiene-Museum/Oliver Killig

Für die Museen in Mittel-Deutschland gibt es neue Aufgaben

Eine junge Frau steht mit verschränkten Armen neben einer Statue, die eine Schwangere darstellt.
Bildrechte: Deutsches Hygiene-Museum/Oliver Killig

Am 21. Mai ist internationaler Museums-Tag.
Das Motto für diesen Museums-Tag ist:
Mut zur Verantwortung haben.
Das bedeutet den Mut zu haben:
    • Sich um etwas zu kümmern,
    • Pflichten zu über-nehmen
    • und neue Aufgaben zu über-nehmen.
Deshalb haben die Museums-Verbände darüber nach-gedacht:
Welche neuen Aufgaben die Museen jetzt haben.

Katja Margarethe Mieth ist die Chefin
von der Landes-Stelle für die Museen vom Bundes-Land Sachsen.
Sie sagt: Museen müssen Orte sein:
An denen Menschen sich treffen können.
Wo spannende alte Sachen gezeigt werden.
Und wo die Menschen über viele Themen von heute:
    • Geschichten sehen und hören können,
    • Filme sehen können
    • und Sachen anfassen können.

Holger Nowak ist Chef vom Museums-Verband
vom Bundes-Land Thüringen.
Er sagt: Museen haben noch ganz andere Aufgaben.
In den Museen sollen alle Menschen dabei sein können.
Und alle Menschen müssen überall mit-machen können.
Das ist Thüringen noch nicht so.
Wir müssen also noch viel für Inklusion in den Museen tun.

Ein paar gute Beispiele für Inklusion im Museum gibt es schon.
Zum Beispiel in den Städten:
    • Jena
    • und Weimar.
Aber auch da gelingt es noch nicht so gut.

Deshalb brauchen wir in Thüringen Museums-Pädagogen,
die neue Aufgaben über-nehmen.
Und sich zum Beispiel überlegen:
Was in den Museen anders gemacht werden muss.
Damit alle Menschen überall mit-machen können.

Außerdem brauchen wir junge wissenschaftliche Mitarbeiter,
die neue Ideen haben.
Und neue Sachen in den Museen zeigen wollen.

Kristin Otto ist die Chefin vom Museums-Verband
vom Bundes-Land Sachsen-Anhalt.
Sie sagt: Ich denke,
die Museen in Sachsen-Anhalt haben ganz andere Aufgaben.
Sie sollen mehr Informationen darüber bekommen:
Wo die Sachen herkommen.
Die sich die Menschen in unseren Museen anschauen können.
Zum Beispiel:
    • Bücher,
    • Fahnen
    • und Akten-Ordner von SPD-Orts-Vereinen.

Menschen, die in der DDR gelebt haben denken oft:
Es ist ganz normal,
dass solche Sachen im Museum zu sehen sind.
Weil die Museen in der DDR schon immer:

    • Viele Sachen über die Menschen
    • und viele Sachen über die Arbeiter
       in der DDR gezeigt haben.

Deshalb fragen sie nicht:
Wo die Sachen herkommen.
Die sie in den Museen anschauen können.

Das ist aber nicht gut.
Denn in der Nazi-Zeit sind viele Vereine aufgelöst worden.
Weil es von wichtigen Menschen bestimmt wurde.
Das bedeutet:
Die Vereine sind enteignet worden.
Und die Sachen sind dann ins Museum gekommen.
Obwohl die Menschen vom Verein das vielleicht gar nicht wollten.

Über dieses Thema berichtet MDR KULTUR auch in schwerer Sprache:
Kulturnachrichten | 17.05.2017 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Mai 2017, 17:00 Uhr