Brand der Viehauktionshalle in Weimar.
Bildrechte: MDR/Johannes Krey

Gerichts-Verhandlung wegen einem Brand in der Stadt Weimar

Brand der Viehauktionshalle in Weimar.
Bildrechte: MDR/Johannes Krey

Die Vieh-Auktions-Halle in der Stadt Weimar hat eine alte Geschichte.
Im Jahr 1942 haben die Nazis dort Juden eingesperrt.
Von dort haben sie die Juden in Konzentrations-Lager gefahren.
Deshalb stand die Vieh-Auktions-Halle unter Denkmal-Schutz.

Jetzt gibt es in Weimar eine Gerichts-Verhandlung.
3 junge Männer werden angeklagt.
Sie sollen die Vieh-Auktions-Halle angezündet haben.
Und sie haben noch andere Sachen angezündet.

17 verschiedene Straftaten sollen sich begangen haben.
Zum Beispiel:
    • Brand-Stiftung
    • und Sach-Beschädigung.
Die Schäden haben zusammen viel Geld gekostet.

Eine Kollegin kannte die Pläne
In der Nacht zum 22. April im Jahr 2015 haben die 3 Männer
die Vieh-Auktions-Halle angezündet.
Dazu haben sie Grill-Anzünder und Papier benutzt
Dann haben sie das Feuer be-obachtet.

1 Angeklagten hat die Polizei
schon am Tag nach dem Feuer fest-genommen.
Er hat seiner Arbeits-Kollegin erzählt:
Dass er ein Haus anzünden will.
Doch die Arbeits-Kollegin hat ihm nicht geglaubt.
Erst nach dem Feuer hat sie ihrer Chefin davon erzählt.
Die Chefin hat sofort die Polizei gerufen.

AusEnttäuschung und Übermut wurde das Gebäude angezündet
2 Angeklagte haben dem Gericht gesagt:
Wir haben nicht darüber nach-gedacht,
was wir tun.
Wir wollten einfach mal etwas anzünden.
Weil wir Lust dazu hatten.

1 Angeklagter hatte das Gebäude angezündet.
Wer die Idee dazu hatte,
darüber waren sich die Brandstifter nicht einig.
Jeder beschuldigte den anderen.

Warum sie sich die Vieh-Auktions-Halle ausgesucht haben?
Dafür hatten sie keinen besonderen Grund.
Sie hatten einfach Lust mal etwas anzuzünden.

Über dieses Thema berichtet der MDR auch in schwerer Sprache:
MDR THÜRINGEN - das Radio | Fazit | 06.09.2017 | ab 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. September 2017, 17:00 Uhr