Harz-Klinikum Wernigerode
LKA: Brennende Zigarette mögliche Brandursache
Nach dem Brand im Harz-Klinikum Wernigerode haben Spezialisten vom Landeskriminalamt (LKA) die Ermittlungen übernommen. Nach Polizeiangaben suchte auch ein Spürhund nach Hinweisen auf die Ursache des Feuers. Eine technische Panne schlossen die Ermittler mittlerweile aus. Ersten Untersuchungen zufolge wurde das Feuer, das in der Nacht zum Sonntag ausgebrochen war, von einer offenen Flamme oder von Tabakglut ausgelöst.
Ermittlungen wegen vorsätzlicher Brandstiftung
Ein Polizeisprecher sagte MDR 1 RADIO SACHSEN-ANHALT, denkbar sei eine brennende Zigarette. In der Nähe der Wäschecontainer, die zuerst Feuer fingen, befindet sich eine Raucherinsel. Mitarbeiter des Klinikums berichteten allerdings von einem Knall, der auf Feuerwerkskörper zurückgehen könne. Wie das Polizeirevier Harz am Montag mitteilte, wird wegen vorsätzlicher oder fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Auch Selbstentzündung schlossen die Brandexperten nicht aus. Das Feuer entstand vermutlich in einem Kliniktrakt, in dem Wäsche-Wagen gelagert werden.
Erheblicher Sachschaden
Feuerwehr und Polizei bezifferten die Schadenshöhe am Wochenende auf sieben Millionen Euro. Nach Angaben des Klinikums ist der Verlust nicht ganz so hoch. Beschädigt wurden OP-Räume, Teile der Intensivstation und Fassadenabschnitte.
Mehr als 20 Patienten evakuiert
Nach Ausbruch der Flammen mussten mehr als 20 Patienten in Sicherheit gebracht werden, verletzt wurde aber niemand. Weil die Sauerstoffversorgung ausfiel, wurden vier Patienten in das Klinikum Quedlinburg gefahren. Die übrigen wurden auf andere Stationen des Krankenhauses verlegt. Operationen fanden zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht statt. Nach Aussagen der Klinikleitung ist die Notfallversorgung weiterhin ohne Einschränkung gewährleistet. Die Stationen sollen in absehbarerer Zeit wieder ihre normale Arbeit aufnehmen.
Containerbrand als Ursache
Der Feueralarm war am Sonntag gegen 0:40 Uhr in einem OP-Containerbereich vor einem Gebäude ausgelöst worden. Dort waren fahrbare Wäsche-Gitterboxen abgestellt, die auch beladen waren. Die hohen Flammen haben dann den Dachstuhl des Gebäudes in Brand gesetzt.
Knapp 150 Feuerwehrleute im Einsatz
Aus den Landkreisen Harz und Goslar waren 149 Feuerwehrleute mit 25 Löschzügen im Einsatz. Die Flammen waren drei Stunden nach Ausbruch des Brandes gelöscht. Es gab jedoch auch danach immer wieder aufflammende Glutnester.
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Beiträge zum Großbrand im Harz-Klinikum Wernigerode
Zuletzt aktualisiert: 22. Dezember 2008, 18:20 Uhr
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