Hintergrund
Wer sind die Iranischen Revolutionsgarden (Pasdaran)?
Die Revolutionsgarden sind eine Organisation, die 1979 speziell zum Schutz der Islamischen Revolution im Iran gegründet wurde. Die auch als Pasdaran bekannte Einheit fasste zunächst eine Vielzahl paramilitärischer Gruppen zu einer loyalen Streitmacht zusammen. Während des ersten Golfkrieges von 1980 bis 1988 wurden die Revolutionsgarden zu einer regulären Armee-Einheit. Wegen ihrer guten Ausbildung und Ausrüstung gelten die Pasdaran auch als Elite-Truppe.
Armee und Konzern mit Sonderstatus
Im Kabinett von Präsident Mahmud Ahmadinedschad sind 13 der 21 Ministerposten mit ehemaligen Kommandanten der Garden besetzt. Die Pasdaran verfügen über eigene Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer und Raketen. Die Truppenstärke wird heute auf 125.000 Mann geschätzt. Hauptaufgabe in den letzten Jahren war die Bekämpfung möglicher gegnerischer politischer Gruppen im Iran.
Die Revolutionsgarden sind in allen gesellschaftlichen Bereichen aktiv. Ihre Vertreter agieren auch als Großunternehmer - etwa beim Bau von Ölanlagen, Pipelines oder der Teheraner Untergrundbahn. Dabei genießen die Pasdaran einen Sonderstatus und Privilegien. So sind sie niemandem außer dem Revolutionsführer Rechenschaft schuldig und müssen keine Steuern und keine Zoll-Einfuhrgebühren zahlen.
Am 25. Oktober 2007 erklärte die US-Regierung die Revolutionsgarde zur terroristischen Vereinigung.
Zuletzt aktualisiert: 18. Oktober 2009, 14:36 Uhr


