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Juso-Chef: Verhältnis zur Linken entkrampfen
Der Chef der Jungsozialisten, Sascha Vogt, hat sich dafür ausgesprochen, das Verhältnis zur Linkspartei zu verbessern. Im Interview mit MDR INFO sagte er, es sei künftig nötig, Gespräche mit der Linkspartei zu führen. Ziel der Sozialdemokraten müsse es sein, bei den Bundestagswahlen 2013 die schwarz-gelbe Koalition abzulösen. In Vorbereitung darauf sollten die Parteien in der Opposition zusammenarbeiten und strategische Absprachen treffen. Das bedeute nicht, dass sich die SPD nicht selbst profilieren müsse. Aber wenn es zur Mehrheit nicht reiche, brauche man Bündnisse.
"Erst einmal kämpft man dafür, dass die SPD ein möglichst starkes Ergebnis bekommt, und danach schaut man offen in alle Richtungen, wo Regierungsmehrheiteh möglich sind."
Möglichkeiten für Absprachen sieht Vogt zum Beispiel bei den Schwerpunkten Atomausstieg und Sparpaket sowie bei außerparlamentarischen Aktionen.
Nordrhein-Westfalen ist nach Auffassung Vogts ein Beispiel dafür, dass sich das Verhälnis zur Linkspartei enttabuisiert habe. Es sei richtig gewesen, vor den Landtagswahlen eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei nicht explizit auszuschließen. Auf die Frage, woran es bei SPD und Linkspartei für eine bessere Zusammenarbeit noch mangele, nennt Vogt vor allem strategische Punkte. Die SPD müsse aufhören, die Linkspartei zu attackieren, und sich auch im eigenen Interesse inhaltlich neu zur Arbeitsmarktpolitik und Rente mit 67 positionieren. Die Linkspartei sei in West und Ost noch recht unterschiedlich aufgestellt. Während im Osten bereits pragmatisch gearbeitet und eine Regierungsbeteiligung angestrebt werde, legten Westverbände noch den Schwerpunkt auf Opposition.
Zuletzt aktualisiert: 24. Juli 2010, 13:25 Uhr


