Statistisches Landesamt

Thüringen verliert ein Fünftel seiner Einwohner

Thüringen wird bis zum Jahr 2030 fast jeden fünften Einwohner verlieren. Das geht aus einer Prognose hervor, die das Landesamt für Statistik am Freitag vorgelegt hat. Demnach sinkt die Einwohnerzahl des Freistaates von derzeit noch mehr als 2,2 Millionen auf etwa 1,8 Millionen.

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Regional sagen die Statistiker große Unterschiede in der Bevölkerungsentwicklung voraus. Mit zum Teil deutlichen Zuwächsen können die Städte Erfurt, Jena und vor allem Weimar rechnen. Die Klassikerstadt wird bis 2030 mehr als 70.000 Einwohner haben und damit dicht auf Gera aufschließen. Die einstige Bezirksstadt hat bereits ihren Status als Großstadt verloren und wird in den kommenden 20 Jahren nahezu jeden vierten Einwohner verlieren. Noch dramatischer sieht es in Suhl aus. Die Stadt wird im Jahr 2030 nur noch 23.000 Einwohner haben. Die 17 Landkreise in Thüringen werden alle einen Bevölkerungsrückgang verzeichnen. Im Ilmkreis südlich von Erfurt fällt dieser noch moderat aus, während im Kyffhäuserkreis sowie in Ostthüringen die Einwohnerzahl um ein Drittel zurückgeht.

Prognose der Bevölkerungsentwicklung in Thüringen
  Einwohner
aktuell
Einwohner
2030
  Veränderung
in Prozent
Thüringen 2.249.000 1.840.000 Verlust - 18,1
         
Weimar 65.500 71.400 Zuwachs +9,5
Jena 104.000 111.000 Zuwachs +6,6
Erfurt 203.000 209.400 Zuwachs +2,8
Eisenach 42.800 40.600 Verlust -5,1
Gera 99.900 77.000 Verlust -22,8
Suhl 39.500 23.000 Verlust -42,0
         
Ilmkreis 112.800 101 000 Verlust -10,4
Saale-Holzland-Kreis 87.400 74.000 Verlust -15,3
Greiz 109.000 73.000 Verlust -32,6
Kyffhäuserkreis 82.600 53.500 Verlust -35,3
 
Quelle: Statistisches Landesamt

Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2010, 16:27 Uhr

 

 
 
 
 
 
 
 

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