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Afghanistan : Zwei deutsche Soldaten bei Angriff verletzt

Im Norden Afghanistans sind zwei Bundeswehrsoldaten bei einem Angriff auf ihre Patrouille verletzt worden. Wie das Einsatzführungskommando in Potsdam mitteilte, wurde ihre Einheit in der Nähe des deutschen Feldlagers in Kundus überfallen.

Gefecht dauerte eine halbe Stunde

Die beiden Soldaten seien zunächst vor Ort versorgt worden und anschließend in das Rettungszentrum nach Kundus gebracht worden. Wie schwer die Verletzungen sind, geht aus den Angaben der Bundeswehr nicht hervor.

Die Patrouille wurde am Mittwochabend zehn Kilometer südlich von Kundus überfallen. Die Angreifer hätten die Patrouille mit Panzerabwehrwaffen und Schussabwaffen angegriffen. Die deutschen Soldaten hätten das Feuer erwidert. Die Kämpfe hätten eine halbe Stunde gedauert. Dabei sei auch ein Transportfahrzeug der Bundeswehr vom Typ Dingo 2 beschädigt worden.

Angriff einen Tag nach Ministerbesuch

Thomas de Maiziere spricht in Afghanistan mit Soldaten
De Maiziere besuchte zum siebten Mal die Soldaten in Afghanistan. (Archiv)

Der Angriff auf die Patrouille ereignete sich nur einen Tag nach einem Kurzbesuch von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière. Dabei hatte er von Fortschritten bei der Sicherheit in Nordafghanistan berichtet. Die Zahl der Angriffe sei nach einem schlimmen Jahr 2012 mit vielen Verlusten auf deutscher Seite deutlich zurückgegangen, sagte der Minister. Er räumte aber auch ein, dass die Lage nicht stabil sei.

De Maizière wurde bei seinem siebten Besuch in Afghanistan seit Amtsantritt von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich begleitet. Beide besuchten unter anderem Panzergrenadiere der Brigade 37 "Freistaat Sachsen" in Kundus, die im mittelsächsischen Frankenberg stationiert ist. Von den rund 4.600 deutschen Soldaten, die derzeit in Afghanistan im Einsatz sind, kommen etwa 1.000 aus sächsischen Kasernen.

Zuletzt aktualisiert: 05. Juli 2012, 12:04 Uhr

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