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Investition : 900 Millionen Euro für altersgerechtes Wohnen

Wohnungsunternehmen in Sachsen-Anhalt wollen in diesem und im nächsten Jahr rund 900 Millionen Euro in altersgerechtes Wohnen investieren. Das teilten die Verbände der Wohnungswirtschaft und der Genossenschaften am Dienstag in Magdeburg mit.

Der Direktor des Verbandes der Wohnungswirtschaft, Jost Riecke, erklärte, dass den Senioren neben altersgerechten Wohnungen auch Dienst- und Sozialleistungen geboten werden müssten.

Meißner: Genug Wohnungen für sozial Schwache

Beide Verbände wiesen zugleich Berechnungen zurück, sie hätten zu wenig Wohnraum für sozial Schwache. Ronald Meißner, Direktor des Verbandes der Wohnungsgenossenschaften, sagte, es gebe sogar einen großen Leerstand. Mit Blick auf die demografische Entwicklung werde der Leerstand noch zunehmen. Die Wohnungen seien zudem für viele bezahlbar. Meißner betonte, dass der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter Wohnraum in Sachsen-Anhalt bei beiden Verbänden bei 4,38 Euro liege. Das sei ein sehr niedriger Wert, der noch unter dem Höchstpreis für eine Sozialwohnung mit 4,60 Euro liege.

Auch Sachsen-Anhalts Bauminister Thomas Webel widersprach Behauptungen, wonach in Sachsen-Anhalt 67.000 Sozialwohnungen fehlen. "Ich gehe davon aus, dass es in Sachsen-Anhalt keine Unterversorgung mit Wohnraum für einkommensschwache Haushalte gibt", erklärte Webel.

Das Pestel-Institut in Hannover hatte in einer Studie einen Bedarf von aktuell 98.000 Wohnungen ermittelt, es seien aber nur 31.000 registriert.

Den Angaben der Verbände zufolge sind mehr als 90 Prozent des Wohnungsbestandes der zugehörigen Unternehmen saniert. Die noch verbleibenden unsanierten Wohnungen sollen in den kommenden Jahren abgerissen werden. Seit 1990 seien rund 16 Milliarden Euro investiert worden.

Zuletzt aktualisiert: 12. September 2012, 09:05 Uhr

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