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Arbeitsmarkt im Juli : Arbeitslosigkeit leicht gestiegen

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli leicht gestiegen. Die Bundesagentur für Arbeit meldete 2,876 Millionen Erwerbslose. Das waren 67.000 mehr als im Juni, aber 63.000 weniger als im Juli des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote betrug 6,8 Prozent.

In Ostdeutschland stieg die Arbeitslosenzahl minimal um etwa 7.000 an und liegt nun bei 870.156. Die Quote liegt damit weiterhin bei 10,3 Prozent. In den alten Bundesländern waren 2.005.815 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, knapp 60.000 mehr als im Juni. Die Quote hier lag bei 5,9 Prozent.

Weise: "Entwicklung ist positiv"

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit bewertet die Entwicklung dennoch als positiv. Allerdings würden sich die Anzeichen für eine schwächere Entwicklung mehren. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen bezeichnete den deutschen Arbeitsmarkt im ARD-"Morgenmagazin" als "sehr gesund und sehr robust". Anzeichen für ein Schwächeln des Arbeitsmarktes durch die Eurokrise könne sie nicht erkennen. Dennoch räumte die CDU-Politikerin ein, dass es bei den Unternehmen eine gewisse Skepsis gebe. Dies sei allerdings "bei der Fülle der Nachrichten, die auf uns einprasseln", auch kein Wunder.

Arbeitslosenzahlen Mitteldeutschland

Sachsen: Minimaler Rückgang

In Sachsen gab es hingegen einen leichten Rückgang bei den Arbeitslosenzahlen. Wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur mitteilte, waren 198.637 Menschen ohne Job, 356 weniger als im Juni. Im Vergleich zum Juli 2011 sank die Arbeitslosenzahl um 20.853. Die Arbeitslosenquote liegt, wie im Juni, bei 9,4 Prozent. Damit ist erstmals seit vier Jahren die Arbeitslosigkeit in Sachsen in einem Juli nicht angestiegen. Laut der Regionaldirektion profitiert der sächsische Arbeitsmarkt vor allem in der stabilen konjunkturellen Entwicklung und der demografischen Entwicklung.

Sachsen-Anhalt: Quote stabil auf 11,1 Prozent

Die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen-Anhalt ist minimal gesunken. Nach Angaben der Regionaldirektion waren im Juli 131.206 Menschen arbeitslos, 103 weniger als im Juni und 4.182 weniger als im Juli 2010. Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert auf 11,1 Prozent. Der Chef der Regionalagentur für Arbeit, Kay Senius, sagte zu den Zahlen, dass sich der Trend der letzten Monate damit bestätige. Der Arbeitsmarkt habe weiter ein gutes Niveau, allerdings sei die Dynamik des vergangenen Jahres vorüber. Zudem ging in fast allen Berufsgruppen die Zahl der freien Stellen zurück.

Thüringen: Leichter Anstieg

In Thüringen ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli leicht angestiegen. Den offiziellen Angaben zufolge waren 95.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 600 mehr als im Juni, aber immer noch 5.100 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg damit minimal um 0,1 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent. Thüringen hat damit weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote unter den neuen Bundesländern. Auch hier berichtet die Landesarbeitsagentur von einem Rückgang der freien Stellen. Zudem begründete sie den Anstieg damit, dass zur Jahresmitte häufig befristete Arbeitsverträge enden.

Arbeitslosenzahlen Mitteldeutschland

Zuletzt aktualisiert: 28. Juni 2012, 13:16 Uhr

2. HansMeiser:
Wie immer....Glaube nur der Statistik, welche Du selbst gefälscht hast. Diese Zahlenspiele erinnern mich an Statistiken der DDR.
31.07.2012
12:13 Uhr
1. Sachse:
Da waren wieder die "Rechenkünstler von Frau v.d.Leyen" am Werk.Wann begreift man endlich ,das KEINER diese Zahlen glaubt !Leider ist "Schönrechnen" in der Politik an der Tagesordnung.
31.07.2012
11:44 Uhr

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