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Hannover : Der goldene Keks ist wieder da

Der von der Bahlsen-Firmenzentrale in Hannover gestohlene goldene Leibniz-Keks ist wieder da. Am Dienstagmorgen wurde vor der Leibniz-Universität ein goldenes Paket mit roter Schleife entdeckt. Das Paket war mit einer Kette am Hals des Niedersachsenpferd-Denkmals angebracht.

Feuerwehrmänner und Kriminaltechniker der Polizei fuhren mit einem Leiterwagen vor und nahmen den etwa 20 Kilogramm schweren Keks vom Hals des Pferdedenkmals. Am Nachmittag teilte die Polizei mit, dass es sich bei dem Fund augenscheinlich um den an der Bahlsen-Zentrale entwendeten Keks handelt. Größe, Gewicht und Beschaffenheit würden übereinstimmen, sagte ein Polizeisprecher.

"Krümelmonster" schrieb Erpresserbrief

Das Wahrzeichen des Keksherstellers war Mitte Januar von der Fassade des Bahlsen-Stammhauses gestohlen worden. Danach war ein mit "Krümelmonster" unterzeichneter Erpresserbrief aufgetaucht. Darin war gefordert worden, ein Krankenhaus und ein Tierheim finanziell zu unterstützen. Bahlsen war nicht darauf eingegangen, hatte aber angeboten, 52.000 Packungen Kekse an 52 soziale Einrichtungen zu spenden, wenn das rund 100 Jahre alte Wahrzeichen zurückgegeben werde.

Bildergalerie: Die Keksentführung von Hannover

Die Bildkombo zeigt an der Aussenfassade am Firmensitz der Firma Bahlsen in Hannover die so genannten "Brezelmänner" mit und ohne vergoldeten "Leibniz-Keks" Erpresserbrief vom Krümelmonster Ein Kriminaltechniker sichert vor dem Hauptgebäude der Leibniz Universität in Hannover (Niedersachsen) einen goldenen Leibniz-Keks an dem Niedersachsenpferd.

Ein goldener Keks des Süßwarenherstellers Bahlsen hat Hannover wochenlang in Atem gehalten. Der Entführer forderte in einem Bekennerschreiben gemeinnützige Spenden des Unternehmens. Nun ist der Keks wieder da. [Bilder]


Am Montag hatte der mutmaßliche Dieb angekündigt, den vergoldeten Keks zurückgeben zu wollen. In einem erneut aus Zeitungsschnipseln zusammengeklebten Bekennerschreiben hieß es: "Weil der Werni den Keks so lieb hat wie ich und der jetzt immer weint und den Keks ganz dolle vermisst, gebe ich den zurück." Mit "Werni" war dabei offenbar Bahlsen-Geschäftsführer Werner Bahlsen gemeint.

"Weil der Werni den Keks so lieb hat wie ich und der jetzt immer weint und den Keks ganz dolle vermisst, gebe ich den zurück."

Bekennerschreiben des Krümelmonsters vom Montag, 04.02.2013

Debatte über möglichen Marketinggag

Der gestohlene Keks symbolisiert den berühmten gezackten "Leibniz-Butterkeks", den Unternehmensgründer Hermann Bahlsen 1891 auf den Markt gebracht hatte und der bis heute eine der Dachmarken des Unternehmens ist. Bahlsen benannte den Keks damals nach dem Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz. Im Internet wurde nach der "Keksentführung" darüber diskutiert, ob hinter dem Verschwinden möglicherweise eine geschickt eingefädelte Werbekampagne des Unternehmens steckt. Firmenchef Bahlsen bestritt die Vorwürfe jedoch vehement.

Zuletzt aktualisiert: 05. Februar 2013, 20:26 Uhr

5. Anna:
Was mich interessieren würde: Wurden die 52 000 Kekspackungen gespendet?
06.02.2013
08:01 Uhr
4. Andreas Johannson:
Handelt es sich nicht viel mehr um das "Niedersachsen"-Pferd? (Absatz 1, Satz 3) Neidersachsenpferde gibt es sicherlich nur in der Neiderlande ;-)
05.02.2013
19:05 Uhr
3. Hamburg:
Liebe Redaktion. Genau das meinte ich. '§ 253 StGB Erpressung' wäre damit also keineswegs für einen Scherz geeignet. Das Internet wird sich davon aber vermutlich nicht abhalten lassen und weiter spekulieren. Danke für die Aufklärung.
05.02.2013
13:31 Uhr
2. MDR.DE_Redaktion:
@Hamburg: Lieber User, falls sich Ihre Frage auf die Vortäuschung einer Straftat bezieht: Hier gilt der § 145d des Strafgesetzbuches. Mit freundlichen Grüßen MDR.DE_Redaktion
05.02.2013
12:46 Uhr
1. Hamburg:
Es wäre interessant zu erfahren was ein Jurist zu einer Erpressung als Marketing-Gag zu sagen hat. Spätestens wenn Kriminaltechniker der Polizei am Werke sind, dürfte ein Staatsanwalt an seine Humorgrenze kommen, oder? Kann da jemand fachkundig aufklären?
05.02.2013
12:23 Uhr

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Woher kommt das Wort Keks?

Bahlsen-Firmengründer Hermann Bahlsen brachte die nach dem Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz benannten Butterkekse 1891 unter dem Namen "Leibniz-Cakes" auf den Markt gebracht. Aufgrund mangelnder Englischkenntnisse sprachen viele Deutsche das englische Wort "Cakes" so aus, wie es geschrieben wird. Daraufhin änderte Bahlsen die Schreibweise des Wortes in "Keks". 1905 wurde das Wort in den Duden aufgenommen.

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