Hannover : Der goldene Keks ist wieder da
Der von der Bahlsen-Firmenzentrale in Hannover gestohlene goldene Leibniz-Keks ist wieder da. Am Dienstagmorgen wurde vor der Leibniz-Universität ein goldenes Paket mit roter Schleife entdeckt. Das Paket war mit einer Kette am Hals des Niedersachsenpferd-Denkmals angebracht.
Feuerwehrmänner und Kriminaltechniker der Polizei fuhren mit einem Leiterwagen vor und nahmen den etwa 20 Kilogramm schweren Keks vom Hals des Pferdedenkmals. Am Nachmittag teilte die Polizei mit, dass es sich bei dem Fund augenscheinlich um den an der Bahlsen-Zentrale entwendeten Keks handelt. Größe, Gewicht und Beschaffenheit würden übereinstimmen, sagte ein Polizeisprecher.
"Krümelmonster" schrieb Erpresserbrief
Das Wahrzeichen des Keksherstellers war Mitte Januar von der Fassade des Bahlsen-Stammhauses gestohlen worden. Danach war ein mit "Krümelmonster" unterzeichneter Erpresserbrief aufgetaucht. Darin war gefordert worden, ein Krankenhaus und ein Tierheim finanziell zu unterstützen. Bahlsen war nicht darauf eingegangen, hatte aber angeboten, 52.000 Packungen Kekse an 52 soziale Einrichtungen zu spenden, wenn das rund 100 Jahre alte Wahrzeichen zurückgegeben werde.
Am Montag hatte der mutmaßliche Dieb angekündigt, den vergoldeten Keks zurückgeben zu wollen. In einem erneut aus Zeitungsschnipseln zusammengeklebten Bekennerschreiben hieß es: "Weil der Werni den Keks so lieb hat wie ich und der jetzt immer weint und den Keks ganz dolle vermisst, gebe ich den zurück." Mit "Werni" war dabei offenbar Bahlsen-Geschäftsführer Werner Bahlsen gemeint.
Debatte über möglichen Marketinggag
Der gestohlene Keks symbolisiert den berühmten gezackten "Leibniz-Butterkeks", den Unternehmensgründer Hermann Bahlsen 1891 auf den Markt gebracht hatte und der bis heute eine der Dachmarken des Unternehmens ist. Bahlsen benannte den Keks damals nach dem Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz. Im Internet wurde nach der "Keksentführung" darüber diskutiert, ob hinter dem Verschwinden möglicherweise eine geschickt eingefädelte Werbekampagne des Unternehmens steckt. Firmenchef Bahlsen bestritt die Vorwürfe jedoch vehement.
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Woher kommt das Wort Keks?
Bahlsen-Firmengründer Hermann Bahlsen brachte die nach dem Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz benannten Butterkekse 1891 unter dem Namen "Leibniz-Cakes" auf den Markt gebracht. Aufgrund mangelnder Englischkenntnisse sprachen viele Deutsche das englische Wort "Cakes" so aus, wie es geschrieben wird. Daraufhin änderte Bahlsen die Schreibweise des Wortes in "Keks". 1905 wurde das Wort in den Duden aufgenommen.





