Gleise werden getrennt : Einschränkungen auf Fernbahnlinie Dresden-Leipzig
Im Zuge des Ausbaus der Fernbahnlinie Dresden-Leipzig kommt es ab Freitag im Raum Dresden zu erheblichen Einschränkungen. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, werden zwischen Radebeul-Ost und Coswig auf einer Strecke von zehn Kilometern die neuen Fernbahngleise sowie die neue Oberleitungs- und Sicherungstechnik in Betrieb genommen. Dadurch komme es zwischen dem 27. Januar und dem 7. Februar zwischen Dresden-Neustadt und Coswig zu Zugausfällen, Umleitungen und Ersatzverkehr.
Auch Fernverkehr betroffen
Von den Einschränkungen sind laut Bahn vorübergehend auch Verbindungen nach Cottbus, Leipzig und andere Städte betroffen. So würden unter anderem die Züge der Linie RE 18 Dresden-Cottbus und RE 15 Dresden-Hoyerswerda am Wochenende 4. und 5. Februar zwischen Niederau und Dresden-Hauptbahnhof durch Busse ersetzt. Alle Fernverkehrszüge und Nachtzüge werden laut Bahn im Zeitraum zwischen dem 27. Januar, 22 Uhr, und 5. Februar 16 Uhr über Dresden-Friedrichstadt umgeleitet und halten nicht im Bahnhof Dresden-Neustadt.
Ende der gesamten Baumaßnahme nicht absehbar
Die Deutsche Bahn baut den "Eisenbahnknoten" Dresden seit Ende der 1990er- Jahre aus. Dabei werden jetzt im Abschnitt Radebeul die Fernbahngleise komplett von den S-Bahn-Gleisen getrennt. Statt bisher drei gibt es dann dort künftig vier Gleise. Während der Bauphase halten die S-Bahnen vorübergehend an Behelfsbahnsteigen. Bis 2016 will die Deutsche Bahn eigenen Angaben zufolge insgesamt mehr als eine Milliarde Euro in den Bahnabschnitt investieren. Dresden sei eines der größten Regionalvorhaben der Bahn in Deutschland. Ziel seien kürzere Fahrzeiten und eine bessere Anbindung des Wirtschaftsraumes Dresden. Außerdem solle mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene gebracht werden.
Komplettausbau Dresden - Leipzig noch offen
Die Fertigstellung des Komplettausbaus der Bahnstrecke Dresden-Leipzig ist unterdessen noch völlig offen. Es gebe für drei noch unsanierte Abschnitte im Landkreis Meißen bisher keinen Zeitplan, sagte Pautzsch. Auch die Finanzierung für diese Ausbauvorhaben sei bisher nicht geklärt. Er widersprach einer Mitteilung des Bundesverkehrsministeriums, wonach sich die Reisezeit zwischen Dresden und Leipzig bis Ende 2015 von derzeit rund 60 auf 45 Minuten verkürzt. Zuvor müssten noch die Strecke bei Weinböhla begradigt, der Bahnknoten Riesa modernisiert und die Trasse zwischen Leckwitz/Weißig und dem Abzweig Röderau saniert werden.
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