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Berlin im Berlinale-Fieber : Historiendrama mit Diane Kruger eröffnet Wettbewerb

Mit dem Revolutionsdrama "Leb' wohl, meine Königin" mit Diane Kruger als französische Königin Marie-Antoinette ist am Donnerstag die 62. Berlinale eröffnet worden. Anwesend waren neben Kruger auch Kollegin Viriginie Ledoyen und Regisseur Benoit Jacquot. Zu dem Festival, das noch bis zum 19. Februar andauert, haben sich Top-Stars der internationalen Filmbranche angekündigt.

Die Schauspielerinnen Lea Seydoux, Diane Kruger und Virginie Fernandez auf dem Roten Teppich

Das Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären bei der 62. Berlinale hat begonnen: In der Hauptstadt wurde der erste Wettbewerbsfilm "Leb' wohl, meine Königin" zunächst der Presse vorgeführt. Am Abend eröffnete das historische Revolutionsdrama mit Diane Kruger die Internationalen Filmfestspiele Berlin bei einer Gala mit viel Prominenz. Mehr als 1.600 Gäste waren zum Auftakt des Filmfestes nach Berlin geströmt, darunter Filmgrößen wie Mario Adorf, Iris Berben, Chrstopher Lee, Veronica Ferres, Corinna Harfouch, Hannelore Elsner und Bruno Ganz. Bis zum 19. Februar werden im Wettstreit um die begehrten Trophäen rund 400 Filme vorgeführt.

Revolutionärer Auftakt des Filfestes: "Leb' wohl, meine Königin"

Diane Kruger verkörpert in dem Revolutions-Film von Benoit Jacquot, der die 62. Berlinale eröffnete, Königin Marie Antoinette und sprach nach der Vorführung von einer der schwierigsten Rollen ihrer Karriere. "Es gibt viele Menschen, die sehr genaue Vorstellungen von Marie Antoinette haben, wie sie aussah, dass sie verwöhnt war, total daneben", sagte Kruger auf die Frage, was die größte Herausforderung für sie in der Rolle war. "Ich habe versucht, sie nicht zu verurteilen." Im Film, der Fakten und Fiktion vermischt, wird Marie Antoinette als Frau gezeigt, die sich körperlich zu Frauen hingezogen fühlte. "Ich persönlich glaube nicht, dass sie lesbisch war. Aber ich weiß es nicht genau", sagte Kruger.

Jolie: Regiedebüt "eine echte Herzensangelegenheit"

Zu dem Festival haben sich Top-Stars der internationalen Filmbranche angekündigt. Angelina Jolie ist bereits einen Tag vor der offiziellen Eröffnung in Berlin eingetroffen. Am Samstagabend zeigt Jolie ihr Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" in der Special-Reihe der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin. "In the Land of Blood and Honey" erzählt eine tragische Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Balkankrieges. Am Dreh beteiligt waren serbische, bosnische und kroatische Schauspieler. Nach der Premiere wird sich Jolie den Fragen des Publikums stellen. Nie sei sie glücklicher gewesen als auf dem Set zu ihrer ersten eigenen Regiearbeit. Der Film sei ihr "eine echte Herzensangelegenheit", sagte Jolie dem "Spiegel". "Es reicht mir einfach nicht, nur in einem neuen Action-Film zu spielen und damit glücklich zu sein."

Bildergalerie: Die Jury der 62. Berlinale

Mike Leigh Der Fotograf Anton Corbijn Asghar Farhadi

Der britische Regisseur Mike Leigh leitet dieses Jahr die Jury der Berlinale. "Brisant" stellt alle Mitglieder vor. [Bilder]


Goldener Ehrenbär für Meryl Streep

Ein weiterer Höhepunkt ist die Verleihung des Goldenen Ehrenbären an die "Oscar"-Preisträgerin Meryl Streep für ihr Lebenswerk. Für ihre Darstellung der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" ist Streep zum 17. Mal für einen "Oscar" nominiert worden.

Meryl Streep als Margret Thatcher: Die eiserne Lady ist zurück

Hollywood-Star Meryl Streep ist auf der Kinoleinwand als britische Premierministerin Margret Thatcher zu sehen. Eine große Ehre für die Schauspielerin, doch der Film sorgte in Großbritannien schon vorab für Aufregung. [mehr]


Viele Stars erwartet

"Kreischalarm" erwartet nicht nur Berlinale-Direktor Dieter Kosslick bei den Auftritten des Bollywood-Stars Shah Rukh Khan und des "Twilight"-Frauenschwarms Robert Pattinson. Dessen Rolle in der Literaturverfilmung "Bel Ami" hatte vor fast 60 Jahren bereits Johannes Heesters verkörpert. Neben "Bel Ami", den Uma Thurman und Christina Ricci auch am Potsdamer Platz präsentieren, laufen noch vier weitere Wettbewerbsbeiträge außer Konkurrenz. Darunter ist auch das 9/11-Drama "Extrem laut und unglaublich nah". Die Hauptdarsteller Tom Hanks und Sandra Bullock bleiben dem Festival aber fern. Dafür können sich Schaulustige auf große Namen wie Christian Bale, Salma Hayek, Mads Mikkelsen und Isabelle Huppert freuen. Regisseur Steven Soderbergh bringt zur Sondervorführung seines Thrillers "Haywire" die Darsteller Antonio Banderas und Michael Fassbender mit.

MDR mit zwei Filmen auf der Berlinale

Auf dem Festival werden in diesem Jahr 395 Filme gezeigt - darunter auch zwei zwei MDR-Koproduktionen: "Unter Männern – Schwul in der DDR" wird in der Sektion "Panorama Dokumente" am 13. Februar im Kino International vorgestellt. Im Rahmen der Sektion "Perspektive Deutsches Kino" feiert der Dokumentarfilm "This ain't California" am 12. Februar seine Premiere im Cinemax 3. Nominiert für den Preis der deutschen Filmkritik 2012, der im Rahmen der Berlinale vergeben wird, ist der Film "Gerhard Richter Painting", eine zero one film-Produktion in Koproduktion mit terz film, WDR und MDR sowie in Zusammenarbeit mit ARTE.

18 Filme im Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären

18 Produktionen konkurrieren um den Goldenen und die Silbernen Bären, die im Laufe des vorletzten Festivaltags am 18. Februar überreicht werden. Den Vorsitz der Internationalen Jury hat der britische Filmemacher Mike Leigh ("Happy-Go-Lucky") inne. Bei der Vergabe der Bären helfen ihm neben Gyllenhaal unter anderen die Schauspielerinnen Charlotte Gainsbourg und Barbara Sukowa sowie der französische Regisseur François Ozon.

Zuletzt aktualisiert: 10. Februar 2012, 18:50 Uhr

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