Internationale Filmfestspiele : Bärenjagd in Berlin eröffnet
Mit dem chinesischen Kung-Fu-Drama "Der Großmeister" sind am Abend die 63. Berliner Filmfestspiele eröffnet worden. Der Film von Wong Kar Wai wurde vom Publikum mit freundlichem Applaus bedacht. Der chinesische Regisseur ist in diesem Jahr auch Jurypräsident. Das siebenköpfige Gremium wird über den Gewinner des Goldenen Bären entscheiden. Unter den 19 konkurrierenden Streifen sind auch fünf deutsche. Den Anfang der Schau macht heute das Öko-Drama "Promised Land" mit Hollywoodstar Matt Damon in der Hauptrolle. Insgesamt werden bis zum 17. Februar mehr als 400 Filme gezeigt.
Zur großen Eröffnungsgala kamen zahlreiche Prominente aus Film und Fernsehen. Im Blitzlichtgewitter standen unter anderen US-Star Jane Fonda sowie die deutschen Schauspieler Mario Adorf, Jürgen Vogel, Heike Makatsch, Nina Hoss, Veronica Ferres und Christiane Paul. Auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, Kulturstaatsminister Bernd Neumann und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit wollten sich das Glamour-Event nicht entgehen lassen. Insgesamt wurden 1.600 Gäste erwartet.
400 Filme zu sehen - 19 im Wettbewerb
Insgesamt bewerben sich im Wettbewerb 19 Filme um den Goldenen und die Silbernen Bären. Daneben sind unter anderem Thomas Arslans Western "Gold" mit Nina Hoss, der Thriller "Layla Fourie" mit August Diehl und der neue Steven-Soderbergh-Streifen "Side Effects" im Wettbewerb. Die Preise werden am 16. Februar verliehen. Ein Preis steht bereits fest: Der französische Regisseur Claude Lanzmann erhält den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk. Am Rande der Filmfestspiele erhält Michael Gwisdek außerdem die "Paula" für seine künstlerischen Verdienste.
Hochklassige Jury
Über die Vergabe der Preise entscheiden neben Wong der Regisseur Andreas Dresen ("Halt auf freier Strecke"), die dänische Regisseurin Susanne Bier ("In einer besseren Welt"), Hollywood-Schauspieler und Regisseur Tim Robbins ("Die Verurteilten"), die iranische Künstlerin und Regisseurin Shirin Neshat sowie die Griechin Athina Rachel Tsangari, die für ihre zweite Regiearbeit "Attenberg" bei den Filmfestspielen in Venedig zweifach ausgezeichnet wurde.
Thematisch soll die diesjährige Berlinale ein breitgefächertes Programm bieten. Festivaldirektor Dieter Kosslick sagte, dass neben großen Hollywood-Produktionen und Independent-Filmen auch mehrere Filme aus Osteuropa ins Programm genommen wurden, wo sich die Filmbranche stark entwickle.
404 Filme und jede Menge Stars
Insgesamt werden bis zum 17. Februar 404 Filme gezeigt und natürlich Dutzende Stargäste erwartet. Angekündigt haben sich unter anderem die drei großen Damen des französischen Films, Catherine Deneuve, Juliette Binoche und Isabell Huppert. Die schwedische Filmikone Anita Ekberg und Jane Fonda werden ebenso erwartet wie Isabella Rossellini und "Harry Potter"-Star Rupert Grint, Nicholas Cage, Ethan Hawke, Matt Damon oder Anne Hathaway. Die Fans des deutschen Films können sich auf Nina Hoss, Martina Gedeck und Til Schweiger freuen.
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