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Zum 40. Todestag : Burg und Hoyerswerda erinnern an Brigitte Reimann

Mit zahlreichen Veranstaltungen erinnern die Städte Burg und Hoyerswerda an den 40. Todestag und 80. Geburtstag der DDR-Schriftstellerin Brigitte Reimann. Ihr Geburtsort Burg in Sachsen-Anhalt startet am Donnerstag ein regionales Reimann-Jahr. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, stehen bei der Eröffnungsveranstaltung "Brigitte Reimann - zwischen Euphorie und Verzweiflung" Zeitzeugenberichte und Lesungen auf dem Programm. Am selben Tag beginnt auch im sächsischen Hoyerswerda, wo die Schriftstellerin für viele Jahre wohnte, die Sonderausstellung "Brigitte Reimann im Film".

Themenjahr mit umfangreichem Kulturprogramm

Reimanns Geburtsstadt Burg plant im Laufe des Jahres ein umfangreiches Kulturprogramm, zu dem Theateraufführungen, Filmabende, Konzerte und ein Kolloquium zu Ehren der Künstlerin zählen. Außerdem sollen im Juni eine Brigitte-Reimann Promenade eröffnet sowie im September ein Gedenkstein enthüllt und ein Brigitte-Reimann-Kultur-Preis verliehen werden. Auch die Stadt Hoyerswerda gedenkt ihrer berühmten Persönlichkeit. Unter anderem soll dort am 21. Juli ein Denkmal für die Schriftstellerin enthüllt werden.

Reimann hinterlässt bedeutendes Werk, das bis heute bewegt

Die Schriftstellerin kam am 21. Juli 1933 in Burg zur Welt und starb am 20. Februar 1973 in Berlin an Krebs. Ihr Werk gehöre zum literarischen Erbe des 20. Jahrhunderts und habe nichts an Aktualität verloren, hieß es von den Veranstaltern. Es bewege die Leser bis in die Gegenwart und motiviere zur Auseinandersetzung mit politischen und philosophischen Fragen.

Reimann war zunächst vom Sozialismus überzeugt, gewann dann aber zunehmend Distanz zum SED-Regime. Ihr bekanntestes Werk ist der unvollendet gebliebene Roman "Franziska Linkerhand" über eine junge Architektin. Reimann galt als eigenwillig und unangepasst.

Brigitte Reimann - Stationen eines Lebens

Brigitte Reimann Blick in Straße mit Reihenhäusern. Blick in Wohnsiedlung

Brigitte Reimann war gleichermaßen besessen vom Leben wie vom Schreiben. Mit ihren ersten Romanen wollte sie noch beitragen zum Aufbau des Sozialismus, später verzweifelte sie an den Zuständen in der DDR. [Bilder]


Zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2013, 09:59 Uhr

3. Christian Vogt:
Interessant, dass in dem Beitrag das Geburtshaus von Brigitte Reimann nicht gezeigt wird - liegt es doch ziemlich zentral, am gleichen Straßenzug, in dem die Passanten interviewt wurden. Es bleibt zu mutmaßen, dass es den Verantwortlichen in der Stadt Burg offensichtlich peinlich ist, in welchem Zustand sich das Gebäude befindet - samt vernagelter Fenster. Ja, sie haben auch allen Grund sich zu schämen. Was nützt da aller Tammtamm und das Ausstellen eines Gedenksteines davor, wenn das Gebäude dahinter verfällt. Das Geld wäre besser und dauerhafter im Haus investiert.
21.02.2013
19:53 Uhr
2. hmüller:
Ihre Romane sind gut zu lesen. Unvergesslich ihr Satz.:"Wenn alle abhauen, wer soll dann den Sozialismus aufbauen"
21.02.2013
14:18 Uhr
1. Annett A.:
Tolle Autorin - soooo schonungslos offen und ehrlich! Ich habe noch all ihre Bücher!!! Besonders "Frau am Pranger" und ihre "Tagebücher und Briefe" habe ich geliebt!
20.02.2013
18:35 Uhr

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