Nach tagelanger Vollsperrung : A14 wieder komplett befahrbar
Nach der Freigabe der Autobahn 14 bei Halle in Richtung Dresden rollt nun auch der Verkehr in die Gegenrichtung wieder. Wie der Präsident der Landesstraßenbaubehörde, Uwe Langkammer, mitteilte, wurde die Straße auch in Fahrtrichtung Magdeburg am Sonnabendmorgen wieder freigegeben.
MDR INFO sagte Langkammer, es gebe keine nennenswerten Einschränkungen mehr. Lediglich der Standstreifen bleibe wegen der Böschungssanierung weiterhin gesperrt. Von den Widerlagern, also den Seitenpfeilern der Brücke, geht laut Experten keine latente Gefahr für Rutschungen aus.
Abriss der Brücke kostet sechsstelligen Betrag
Grund für die Vollsperrung war der Abriss einer maroden Brücke über die Fernstraße. Nach Angaben von Langkammer sind die Kosten für den Abriss noch nicht genau zu beziffern. "Ein gut sechsstelliger Betrag wird wohl herauskommen, aber genau weiß man es noch nicht", sagte er. Ob es einen Brückenneubau geben wird, ist nach Angaben von Langkammer noch unklar. Dazu müssten Kommunen, Landwirte und Anlieger in den kommenden Wochen befragt werden. Die Frage sei, ob eventuell neu, ob dort, oder an anderer Stelle gebaut werde. Vielleicht müsse auch über eine Neuordnung des Wegenetzes nachgedacht werden.
Nicht eine Ursache, sondern Ursachenpaket verantwortlich für die Rutschung
Der Chef der Landesstraßenbaubehörde hatte bereits im Vorfeld eigeräumt, dass seine Behörde seit einem Jahr von der Situation an dem Bauwerk gewusst hatte. Man habe immer wieder versucht, die Böschung zu stabilisieren, was letztlich aber nicht gelungen sei. Unterdessen laufen Langkammer zufolge am Baugrund weiterhin Bohrungen, um die Ursache für die Rutschungen herauszufinden. "Das ist nicht so einfach, aber es deutet sich an, es gibt nicht die Ursache, sondern wohl ein ganzes Paket", sagte Langkammer. Bis Ergebnisse vorliegen, dürfte es einige Wochen dauern.
Verkehrschaos in und um Halle
Die Autobahn war am Dienstag gesperrt worden, weil sich zwischen Halle-Trotha und Halle-Tornau die Böschung bewegt hatte und die Brücke abzurutschen drohte. Das Bauwerk über die Autobahn war bereits seit einer Woche nicht mehr passierbar. Während die Brücke abgerissen wurde, kam es auf den Umleitungsstrecken immer wieder zu langen Staus. Rund 40.000 Fahrzeuge, die täglich die wichtige Verbindung zwischen Dresden-Halle/Leipzig und Magdeburg nutzen, mussten sich entweder durch Halle zwängen oder auf kleine Straßen im Saalekreis und in Anhalt-Bitterfeld ausweichen.
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