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Hintergrund : Chronik rechter Gewalt in Mitteldeutschland

Ob Hoyerswerda, Erfurt, Dresden, Leipzig, Magdeburg oder kleinere Orte in Mitteldeutschland - immer wieder kommt es zu rechtsextremen Angriffen. Die Täter: Neonazis. Die Opfer: Ausländer oder wehrlose, schwache Menschen sowie engagierte Bürger, die helfen wollen. Eine Chronik der erschütternden Vorfälle. Der Überblick erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Dresden - 1991

Der Mosambikaner Jorge João Gomondai, 28, stürzt am 31. März bei einer Auseinandersetzung mit Skinheads aus einer fahrenden Straßenbahn. Er stirbt an seinen schweren Kopfverletzungen.

Hoyerswerda - 1991

Im September 1991 kommt es in Hoyerswerda zu tagelangen Angriffen auf zwei Wohnheime mit Asylbewerbern und Gastarbeitern. Steine und Molotow-Cocktails fliegen. Die Bevölkerung klatscht Beifall. Der rassistische Pogrom ist der Auftakt einer ganzen Reihe fremdenfeindlicher Anschläge in Deutschland.

Magdeburg - 1992

Am 9. Mai überfallen 60 mit Baseballschlägern bewaffnete Skinheads eine Punk-Fete. Der 23 Jahre alte Torsten Lamprecht wird schwer verletzt. Zwei Tage später erliegt er seinen Verletzungen.

Erfurt-Stotternheim - 1992

Ireneusz Szyderski, 24-jähriger Erntehelfer, wird am 3. August von drei Ordnern einer Diskothek so heftig verprügelt, dass er an den Verletzungen stirbt. Die Ordner gehören der Skinheadszene an.

Geierswalde bei Bautzen - 1992

Am 11. Oktober 1992 überfallen Neonazis mit "Sieg Heil"-Rufen ein Lokal. Kellnerin Waltraud Scheffler versucht, auf die Männer einzureden. Die schlagen ihr mit einer Holzlatte auf den Kopf. Waltraud Scheffler stirbt zwölf Tage später an ihren schweren Verletzungen.

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