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Landkreis Gotha : Rechtsextreme kaufen Gaststätte in Crawinkel

Mutmaßliche Rechtsextreme haben in Crawinkel im Kreis Gotha einen Gebäudekomplex mit Gaststätte gekauft. Thüringens Regierungssprecher Peter Zimmermann sagte am Dienstag, der Kauf sei am 15. Dezember 2011 abgewickelt worden. Das Landesamt für Verfassungsschutz habe das Parlament am 26. Januar über den Vorgang informiert.

Landesregierung befürchtet neuen Neonazi-Treffpunkt

Gaststätte "Drei Linden" in Crawinkel (Kreis Gotha)
Rechtsextreme erwarben die Gaststätte "Drei Linden" in Crawinkel

Nach Aussage des Verfassungsschutzes handelt es sich bei den Käufern um "zwei langjährig bekannte Rechtsextreme". Einer sei  früher der stellvertretende Vorsitzende des inzwischen aufgelösten Vereins "Toringi" gewesen. Dieser habe in Gotha eine Vereinsgaststätte gepachtet gehabt, in deren Räumen bis 2005 zahlreiche rechtsextremistische Veranstaltungen stattgefunden hätten. Die Verkäuferin und der beteiligte Makler hätten keinen rechtsextremen Hintergrund. Regierungssprecher Zimmermann erklärte, es sei nun zu befürchten, dass sich der Ort zu einem überregionalen Treffpunkt der Neonazi-Szene entwickle. Bereits am vergangenen Sonnabend habe die Polizei bereits eine erste Veranstaltung auf dem Gelände verhindert und dabei 81 Platzverweise erteilt. Unter den Gästen seien eindeutig der rechten Szene zuzuordnende Musiker gewesen.

Regierung setzt auf Bürgertum - Kritik von der Linken

Wie der Sprecher weiter mitteilte, ist die rechtliche Handhabe der Behörden gegen den Verkauf sehr begrenzt. Es habe sich hier um einen Vertrag zwischen Privatpersonen gehandelt. Zimmermann hofft nun auf ein "aktives Bürgertum". Die Menschen in der 1.600-Einwohner-Gemeinde müssten sich positionieren.  

Kritik kam von der Linken. Die Landtagsabgeordnete Martina Renner sagte, der Kauf sei "ein weiteres Indiz dafür, dass die Landesregierung keine Strategie zur Bekämpfung des Rechtsextremismus hat". Thüringen habe sich für Neonazis offenbar zu einem sicheren Rückzugsort entwickelt, um hier dauerhafte Strukturen aufzubauen. Die Grünen sehen hingegen nach dem bisherigen Kenntnisstand kein Versagen der Regierung. Innenexperte Dirk Adams meinte, es habe sich eben um einen Verkauf unter Privatleuten gehandelt. Erschreckend sei allerdings, dass die Rechtsextremen sich auch nach Bekanntwerden der Mordserie weiter so offensiv und frech ausbreiteten. Er rief dazu auf, die Bürger in Crawinkel in ihrem Protest gegen Rechtsextremismus zu unterstützen.

Nicht der erste Kauf von Rechtsextremen

Erst im Dezember 2011 hatte der Verkauf des Ritterguts Guthmannshausen im Landkreis Sömmerda für Schlagzeilen gesorgt. Nach dem Verkauf eines landeseigenen Grundstücks hatte sich die Käuferin als Sympathisantin des rechten Spektrums entpuppt. Die Landesregierung hatte den Verkauf daraufhin angefochten. Wegen des laufenden Verfahrens will das Finanzministerium derzeit keine weiteren Angaben machen. Geprüft werde dabei eine Rückabwicklung.

Zuletzt aktualisiert: 07. Februar 2012, 18:32 Uhr

16. MDR.DE-Redaktion:
@Anwohner: Die im Bild gezeigte Gaststätte gehört zum verkauften Gebäudekomplex. Gegen den aktuellen Pächter werden keine Vorwürfe erhoben. Viele Grüße die MDR.DE-Redaktion
09.02.2012
15:39 Uhr
15. Mannheimer:
Was ist das für ein Land in dem der Erwerb von Eigentum,das Feiern usw. mehr Empörung auslöst,als die derzeitigen Kriege,die Ermordung und der Missbrauch von Kindern,das Vergehen mancher Politiker,die Volksarmut und und und??? Wer stiftet denn gerade Unfrieden in dieser Gemeinde und wer will das Gemeindegeld,was ja nicht mal vorhanden ist zum Fenster rauswerfen statt es für wichtigere Dinge zu gebrauchen?Darüber sollte sich aufgeregt werden!
09.02.2012
15:36 Uhr
14. Crawinkler:
wenn die medien und die obrigkeit gegen rechte straftaten vorgeht dann ist das unterstützenswert und geschieht zurecht.so aber muss gegen alle straftaten vorgegangen werden.schlimm genug dass man in einer demokratie nur feiern darf wenn man politisch korreckt denkt und handelt.nur jetzt die bürger vor ort anstacheln etwas gegen diese leute zu tun, das ist doch nicht normal.es wird sich aufgeregt über diktaturen und hier hetzt man das volk auf gegen die eigenen bürger (denn das sind rechte nunmal auch) vorzugehen.man stelle sich vor es wäre ein asylantenheim in crawinkel gebaut worden und irgendein rechter hätte aufgerufen dagegen vorzugehen.
08.02.2012
19:27 Uhr
13. Steuerzahler:
Zu den Ankauf von Häusern durch Rechtsextreme kann ich wirklich die Propaganda der Medien nicht nachvollziehen. In Thüringen stehen so viele Häuser leer und warten auf einen Käufer, wobei die Sachlage für die Orte schon promlematisch ist. Die Jugend zieht in die alten Bundesländer und die Alten hocken in den nicht mehr bezahlbaren Häusern. Für die Dörfer ist es eine Erlösung einen Besitzer wieder zu haben auf Grund der Kosten, wie Haus-und Grundsteuern, Wasser-und Abwasserkosten (Kläranlagen) und das Ortsbild der Häuser erhalten eine Sanierung, die Wirtschaft profitiert doch auch davon ! Leute kommt zu uns in den Ort, da könnt ihr Häuser kaufen für billige Preise und auch neue Bauen, aber mit Arbeitsplätzen sieht es nicht so gut aus. Wir haben keinen Arzt mehr und unser Pfarrer hat auch vor das Weide zu suchen. Zur Sache hat unser Gemeinderat erst vor kurzen einen gefallenen Fliegeroffizier aus dem zweiten Weltkrieg ein Denkmal gesetzt.
08.02.2012
17:37 Uhr
12. Geschädigter:
Jetzt an alle mal ne Klarstellung!Fakt ist diese Leute haben niemanden was getan. Diese Leute waren friedlich. Diese Leute haben nicht in der Gaststädte gefeiert. Diese Leute haben bei der ach so gefährlichen Einweihungsparty keine Gesetzeswidrigkeiten begangen.Diese Leute haben bei den lächerlichen Platzverweisen keinerlei Widerstandt geleistet.Diese Leute haben lediglich versucht über eine Einweihungsparty den Helfern Danke zu sagen wie jeder andere BRD Bürger es täglich tut.Diese Leute haben keine Nazimorde begangen. Fazit diese Leute sind wie Du und Ich.
08.02.2012
17:13 Uhr
11. Anwohner:
Als Einwohner von Crawinkel,muss ich mich auch einmal zu Wort melden,denn was man in den Medien über das Haus hört,ist ja Interessant,denn ich als Anwohner sehe das alles anders.Ich kenne die neuen Anwohner vom sehen und Reden anderer Anwohner.Ich kann sienur als höflich und nett beschreiben und verstehe nicht wie man sie in den Medien wie Ausgesetzte behandelt.Zum Vorfall am Wochenende kann ich sagen,das es ohne Grund zu einem masiven Polizeiaugfebot im Dorf kam,jedes Auto von jedem der nach Hause wollte wurde angehalten und durchsucht.Am Abend wurde dann einfach das Grundstück umstellt und sogar das Haus ohne Durchsuchungsbefehl betreten.Wo leben wir denn.Kann man nicht feiern,oder sich ein Haus kaufen ohne verhaftet zu werden?Es gibt wichtigeres in der Welt,als junge Leute die sich ein Haus kaufen zu verfolgen,als gefährlich hinzustellen und eine Gemeinde gegen neue Bewohner aufzuwiegeln.Auf die Leute zugehen wäre wohl der bessere Weg!Ich dachte wir leben in einer Demokratie.
08.02.2012
15:59 Uhr
10. Mr. Bumblebee:
Ich bin froh nicht mehr in der Gegend von Crawinkel (meine Heimat) zu wohnen. Mich zieht nichts mehr zurück, und so geht es vielen früheren Ostbürgern. Es ist traurig/unverständlich, diese Entwicklungen zu sehen. Ich hätte meinen Kindern ein solches Umfeld nicht zumuten wollen: schwache Sozialschichten, rechtsextreme Elemente, Verfall, Abwanderung durch Perspektivlosigkeit, Berufsausübung am Existenzminimum, ohne geistigen Anspruch am Fließband - das bietet die Region. Armer Osten, arme junge Generation - aber letztlich er hat es der Osten selbst in der Hand. Thüringer - ob Bürger oder Regierung: tut was ! Schafft Neuerung, schafft Wandel, schafft ansprechende Erwerbsmöglichkeiten - was ihr braucht habt ihr doch - eine klasse, fähige Bevölkerung, junge Menschen, die sicher blieben, stimmte der Anreiz. 'Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl' (Grönemeyer)
08.02.2012
00:05 Uhr
9. Rentner:
Zu den Problemen der Rechtsextremen- und dem politischen Kräften, frage ich mich seit Wochen, gibt es wirklich keine andere Lösung. Seit Monaten, nein seit Jahren steht das Problem als wichtigster Sachverhalt in Deutschland, geändert hat man nichts. Wahrscheinlich stecken dahinter andere Intressen. Mit einer Hetzjagt gegen diese Menschen wird wahrlich dieses Problem nicht gelöst werden. Aus den Naturgesetzen kenne ich, treibt man ein Lebewesen in die Enge wird es sich immer zu wehren wissen, da es nichts zu verlieren hat. Müsste da der Staat gegenüber seinen Mitmenschen nicht überlegter agieren? Hätte man für diese Bürger gute Arbeitsplätze mit guten bezahlten Löhnen würde sich das Problem von alleine lösen. Nicht wie üblich, Suppenküche, billig Lohnarbeiter, Harz IV, ein Euro Shop sowie Kinder-und Rentnerarmut. Dazu kommen die Geschädigten durch Mobbing, psychisch Kranke und die in den Suizid getrieben werden, leider sind das alle nicht wenige.
07.02.2012
23:54 Uhr
8. Martina:
Ich schließe mich meinem Vorredner an und bin der Meinung, man lässt in diesem Zusammenhang bewusst die Zügel schleifen.
07.02.2012
21:25 Uhr
7. Suse:
Die Welt befindet sich im Krieg, überall in der Welt sterben Menschen, der Hunger ist nach wie vor ein Problem von Millionen, vor allem Kindern.Die Weltwirtschaft ist kurz vorm Kollaps und in einem demokratischen, mitteleuropäischen Staat ist der Verkauf einer Immobilie gegenstand der Medien.Nazikäufer hin oder her.
07.02.2012
21:11 Uhr

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