Musik : Echo Klassik geht vier Mal nach Sachsen
Am Sonntag sind in Berlin die Echo Klassik Awards vergeben worden. Auf der Festveranstaltung im Konzerthaus ging die begehrte Auszeichnung vier Mal nach Sachsen.
Echos an Chailly, Amarcord und den Thomanerchor
Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly wurde als Dirigent des Jahres geehrt. Der 59-Jährige, der seit acht Jahren das Leipziger Orchester leitet, erhielt den Preis für sein Album "Beethoven: The Symphonie ". Die Staatskapelle Dresden mit Dirigent Christian Thielemann und Pianist Maurizio Pollini hat nach Ansicht der Jury mit dem Klavierkonzert Nr.1 opus 15 von Johannes Brahms die beste Konzerteinspielung in der Kategorie 19. Jahrhundert/Klavier abgeliefert. Auch zwei Leipziger Jubilare erhielten einen Echo. Die A-capella-Gruppe Amarcord wurde für das Album "Das Lieben bringt groß' Freud!" als Vokal-Ensemble des Jahres ausgezeichnet. Die von früheren Thomanern gegründete Gruppe feierte vor wenigen Wochen ihr 20-jähriges Bestehen. Auf 800 Jahre kann der Thomanerchor zurückblicken. Der Leipziger Knabenchor erhielt einen Sonderecho.
60 Preisträger in 21 Kategorien
Insgesamt wurden am Sonntag 60 Künstler in 21 Kategorien mit einem Klassik-Echo ausgezeichnet. Dirigent Daniel Barenboim wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Weitere Preisträger waren unter anderem Tenor Klaus Florian Vogt, die Sopranistin Renée Fleming, die Geigerin Isabelle Faust, der Trompeterin Alison Balsom und der Pianist Rudolf Buchbinder. Einen Doppelauftritt hatte Sängerin Tori Amos. Die US-Amerikanerin war Laudatorin und erhielt zugleich für ihre Platte "Night of Hunter" den Preis in der Kategorie Klassik ohne Grenzen. Moderiert wurde die Verleihung von Nina Eichinger und Opernsänger Rolando Villazón. Für musikalische Höhepunkte sollten Sopranistin Anna Prohaska und Violonist David Garrett sorgen.
Klassik-Echo seit 1994
Der deutsche Musikpreis Echo gehört zu den bekanntesten Musik-Auszeichnungen der Welt. Seit 1994 wird der Echo Klassik gesondert vergeben. Eine Jury aus elf Branchenexperten entscheidet über die Preisträger. Ein Kriterium ist dabei neben der künstlerischeren Qualität auch der Publikumserfolg. In diesem Jahr hatten 70 Plattenfirmen rund 340 Werke ihrer Künstler für den Preis eingereicht.


