Nachrichten

Gläserne Manufaktur eröffnet : Teddys hinter Glas in Bad Kösen

Im Herzen des Kurorts Bad Kösen ist am Sonnabend eine gläserne Stofftier-Manufaktur eröffnet worden. Die neue Produktionsstätte der Kösener Spielzeug Manufaktur GmbH ist in ein ehemaliges Kurgebäude gezogen. Es liegt nur wenige hundert Meter Luftlinie vom bisherigen Herstellungsort nahe der Saale entfernt.

Das etwa 7.500 Quadratmeter große Gebäude hat eine lange Tradition. "Nietzsche, Fichte und Bismarck liefen hier schon durch", sagt Manufaktur-Sprecher Helmut Schache. Die Empfangshalle und einige der Gästezimmer zeigen den Stil der 1920er-Jahre. Diesen alten Charme soll das Gebäude laut Schache möglichst behalten. Herzstück des Hauses ist die neue gläserne Manufaktur. Vom "Palmencafé" aus können Hotelgäste durch eine Glasfront direkt in die Produktion schauen.

Erlebniswelt Spielzeug

Unter das Dach des Hauses ziehen nach eigenen Angaben zudem ein neues Museum samt Laden sowie ein Hotel mit 40 Gästezimmern, ein Festsaal mit bis zu 300 Plätzen und eine Erlebniswelt für Kinder. Die Kosten für den Umbau beliefen sich auf rund 2,6 Millionen Euro. Der Umsatz des Unternehmens lag im vergangenen Jahr bei 1,9 Millionen Euro.

"Käpt'n Blaubär" kommt aus Bad Kösen

Die Puppenmacherin Käthe Kruse legte 1912 den Grundstein für die heutige Spielzeugmanufaktur in Bad Kösen. Seitdem produziert die Firma naturgetreue Plüschtiere - vom klassischen Teddybären bis zum TV-Star "Käpt'n Blaubär" oder dem bereits verstorbenen schielenden Opossum Heidi aus dem Leipziger Zoo. Der Traditionsbetrieb beschäftigt knapp 40 Mitarbeiter, die im vergangenen Jahr rund 83.600 Tiere hergestellt haben.

Eine Frau bei der Endfertigung für Plüschtiere der Kösener Spielzeug Manufaktur GmbH in Bad Kösen
Schneiden, nähen, stopfen und kämmen - wie plüschige Freunde entstehen, kann jetzt in Bad Kösen aus der Nähe betrachtet werden.

Zuletzt aktualisiert: 02. November 2013, 20:41 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

© 2014 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK