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Flughafen-Bilanz 2011 : Cochstedt schreibt tiefrote Zahlen

Der Flughafen Cochstedt war ein absolutes Schnäppchen für die Flughafengesellschaft Magdeburg/Cochstedt. Nachdem das Land Sachsen-Anhalt 60 Millionen Euro Fördermittel in den ehemaligen Militärflughafen gesteckt hatte, wurde der Flughafen für rund eine Million Euro verkauft. Trotz dieser finanziellen Starthilfe kommt Cochstedt nicht in die schwarzen Zahlen.

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Ryanair steht auf dem Airport Magdeburg/Cochstedt

Der Flughafen Cochstedt rutscht immer tiefer in die roten Zahlen. Dies geht aus einer Pflichtveröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger hervor. Für das Jahr 2011 hat die Flughafengesellschaft einen Verlust von fast 2,1 Millionen Euro ausgewiesen, das sind rund 80 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Flughafengesellschaft selbst gibt keine Geschäftszahlen an die Öffentlichkeit.

Allein 2,6 Millionen Euro Verbindlichkeiten

Der Veröffentlichung im Bundesanzeiger zufolge sind auch die Verbindlichkeiten der Flughafengesellschaft Magdeburg/Cochstedt deutlich gestiegen: Von 1,4 auf knapp 2,6 Millionen Euro Ende des Jahres 2011. Die Bilanzsumme wird mit knapp 3,6 Millionen Euro angegeben - nach 1,6 Millionen Euro im Jahr zuvor.

Viel zu wenig Passagiere

Nach Angaben der Flughafengesellschaft kommt das wirtschaftliche Ergebnis keinesfalls überraschend. Das Unternehmen unterstrich am Sonntag frühere Aussagen, nach denen der Flughafenbetrieb erstmals 2016 wirtschaftlich stabil arbeiten wird. Für eine seriöse Beurteilung der Jahresabschlüsse müssten die Investitionen am Flughafen berücksichtigt werden.

Wirtschaftlichkeit: Cochstedt will mit Frachtgeschäft durchstarten

Der Flughafen Cochstedt hat weiterhin zu wenig Fluggäste, um wirtschaftlich zu sein. Das Cargo-Geschäft soll dem Airport nun auf die Sprünge helfen. Eine erste Transportmaschine ist schon da. Weitere sollen folgen. [mehr]


Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte Geschäftsführer Uwe Hädicke angekündigt, das Frachtgeschäft deutlich auszubauen. Gleichzeitig hatte er eingeräumt, dass der Flughafen zuletzt 76.000 Passagiere im Jahr gezählt hat. Um in die schwarzen Zahlen zu kommen, bräuchte es 400.000 Passagiere im Jahr.

In der aktuellen Wintersaison gibt es keinen Linienverkehr in Cochstedt. Im Winter 2011/2012 gab es immerhin noch Ferienflieger nach Ägypten und Spanien. Von April an startet Ryanair wieder vier Mal pro Woche nach Palma de Mallorca und Girona/Barcelona.

Cochstedt war ein Schnäppchenflughafen

Der frühere sowjetische Militärflughafen war nach der Wende vom Land Sachsen-Anhalt mit Fördermitteln in Höhe von 60 Millionen Euro ausgebaut worden. Allerdings fanden sich danach kaum Nutzer. Der Flughafen wurde schließlich für eine Million Euro an eine private Gesellschaft verkauft.

Zuletzt aktualisiert: 20. Januar 2013, 17:43 Uhr

7. Peter Sommer:
@ Andre / Nachnahme unbekannt? > Was haben denn eigentlich private Konflikte hier als Kommentar verloren? Sind Sie frustriert? Nebenschauplätze bezüglich privater Anfeindungen tragen nichts zum Thema bei und gefärden die Art der " noch " logischen Diskussion. Ist es vielleicht gerade " Ihr " zutun das Sie deswegen nicht genommen wurden.Fraglich ist es nicht,nicht für mich! Und nun tragen Sie Ihren Motzfrust woanders aus,auf Ihrer Spielfläche!
22.01.2013
16:15 Uhr
6. Heiko:
Zu 3 Was in Berlin mit den Flughafen gemacht wird,dass ist nicht unsere Sache wenn die sich selbst blamieren. Hartz IV ist ein anderes Thema,jeder der hier wohnt in Sachsen- Anhalt sollte wissen,dass auch am Flughafen Arbeitsplätze enstehen können.Cochstedt ist ein gutes Beispiel und es tut dem Land vielleicht auch gut.
22.01.2013
10:16 Uhr
5. André:
Richtig so... Wurde vor ca. einem Jahr am Flughafen Cochstedt für eine Stelle als Luftsicherheitskontrollkraft geprüft. Dank dem Sicherheitschef des Flughafens der sich seine Leute aussuchte fiel ich natürlich durch. Bis heute versteh ich nicht wie der in die Prüfungskommission kam. Heut arbeite ich am Flughafen Zweibrücken. Vom Format und Größe vergleichbar mit Cochstedt. Wir haben jährlich an die 270000 Passagiere. Vielleicht kann sich auch ein Herr Zohles daran ein Beispiel nehmen...
21.01.2013
23:57 Uhr
4. Peter Sommer:
Oha,so ein" tolles " Kommentar habe ich ja lange nicht gelesen. Da zweifele ich doch wieder an der Sinnhaftigkeit mancher Schreiberlinge. Verschwenden wir ( z.B. in BER )nicht immer soviel?? Was wird lt. Bilanz in Leipzig für ein Verlust gefahren...ich sags mal !!!-73,8 Mio!!, Erfurt -3,6 Mio. Muss man immer weder nur pauschalisieren? Im Übrigen...Hartz 4 am besten gleich auf 1000 Euro/ p.M. aufrunden.Dann klappts auch mit der Faulheit.. Im Übrigen hat man nicht genug Geld , weil ja in Berlin noch ein prunkvoller Regierungsflughafen fehlt ( soll anfänglich auch nur schlappe 310 Mio kosten) und BER ins bodenlose fällt... Noch Fragen...!!
21.01.2013
18:41 Uhr
3. Peter Sommer:
Oha,so ein" tolles " Kommentar habe ich ja lange nicht gelesen. Da zweifele ich doch wieder an der Sinnhaftigkeit mancher Schreiberlinge. Verschwenden wir ( z.B. in BER )nicht immer soviel?? Was wird lt. Bilanz in Leipzig für ein Verlust gefahren...ich sags mal !!!-73,8 Mio!!, Erfurt -3,6 Mio. Muss man immer weder nur pauschalisieren? Im Übrigen...Hartz 4 am besten gleich auf 1000 Euro/ p.M. aufrunden.Dann klappts auch mit der Faulheit.. Im Übrigen hat man nicht genug Geld , weil ja in Berlin noch ein prunkvoller Regierungsflughafen fehlt ( soll anfänglich auch nur schlappe 310 Mio kosten) und BER ins bodenlose fällt... Noch Fragen...!!
21.01.2013
18:14 Uhr
2. Heiko:
Zu 1 Die Fluggesellschaft in Cochstedt sollte weiter unterstützt werden,dass Sachsen- Anhalt weiter in der Wirtschaft hoch kommt.Sinnlos wäre es nichts zu tun im Land der Frühaufsteher.
21.01.2013
17:03 Uhr
1. Enrico Pelocke:
Nur 60 Mio € wurden in Cochstedt verschleudert? Warum nicht mehr? Man hat doch genug Geld? Was will man sonst damit machen? Wenn nun so wenig Leute ab Cochstedt fliegen, kann man gleich noch ein paar Mrd hinterher werfen. Stuttgart 21 wird die vielen überschüssigen Milliarden auch nicht verbrauchen können. Sonst kommt vielleicht noch jemand auf die Idee, das Geld für Bildung, Eisenbahn oder höhere Hartz IV-Sätze zu verwenden. Gut, daß der Flugplatz so wenig genutzt wird. Da merken die Politiker wenigstens die Sinnlosigkeit ihrer Geld-Ausgabe, die Umwelt wird geschont und Erdöl gespart.
21.01.2013
03:46 Uhr

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