Aktionstag : Deutschlandweite Proteste gegen Fluglärm
Mehrere tausend Menschen haben am Frankfurter Flughafen gegen Fluglärm demonstriert. Zu dem Protest im und vor dem Terminal 1 hatten Bürgerinitiativen, Parteien und Verbände aufgerufen. Die Polizei sprach von 6.000 Teilnehmern, die Veranstalter von 10.000. Parallel protestierten am Flughafen in Berlin-Schönefeld mehrere hundert Männer und Frauen gegen Nachtflüge nach 22 Uhr und die geplanten Flugrouten. Der milliardenteure Hauptstadt-Airport "Willy Brandt" soll am 3. Juni eröffnet werden. Die Proteste sind Teil eines bundesweiten Aktionstages.
Probelauf für den 24. März
Die regionalen Bürgerinitiativen bündeln künftig beim Protest gegen die Lärmbelastung ihre Kräfte, um den Druck auf Politik und Wirtschaft zu erhöhen. So beteiligten sich Aktivisten aus Berlin/Brandenburg aus Solidarität an der Aktion in Frankfurt. Ingrid Kopp, Sprecherin des Bündnisses der rund 70 Bürgerinitiativen im Rhein-Main-Gebiet sagte: "Wir wollen zeigen - wir gehören zusammen, und wir kämpfen um das Gleiche." Am 24. März soll dann ein großer bundesweiter Aktionstag folgen - mit koordinierten Protestveranstaltungen auch in Leipzig/Halle, Köln/Bonn und in München.
Politik und Flughäfen sensibilisiert
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat Verständnis signalisiert. Man müsse "darauf achten, unsere Wohn- und Lebensqualität als Gegengewicht zu den auftretenden Belastungen zu bewahren." Auch die Luftfahrt zeigt sich angesichts der Belastungen durch gut 2,1 Millionen Flugbewegungen pro Jahr an 22 größeren Flughäfen in Deutschland dialogbereit. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen will "das Verkehrswachstum vom Fluglärm entkoppeln". Neben Schallschutzfenstern gehe es etwa darum, Flugrouten zu verbessern und mit lärmabhängigen Entgelten Anreize für leisere Jets zu schaffen.



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