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Verkehr : Wieder Geisterfahrten in Thüringen

Eine 66-Jährige aus Neustadt bei Coburg ist am Montagabend auf der Autobahn 73 in Südthüringen sechs Kilometer als Geisterfahrerin unterwegs gewesen. Wie die Autobahnpolizei Hermsdorf am Dienstag mitteilte, habe die Polizei die Frau bei einem Stopp auf einem Parkplatz gestellt und an der Weiterfahrt gehindert.

Die Frau habe dort wenden und auf die richtige Spur Richtung Coburg fahren wollen. Nach bisherigen Erkenntnissen war die 66-Jährige im thüringischen Schleusingen an einem Kreisverkehr falsch abgebogen und in der falschen Richtung auf die Autobahn gefahren. Zu den Ursachen für die Falschfahrt sei noch nichts bekannt, sagte ein Polizeisprecher. Der durchgeführte Alkoholtest verlief negativ. Die Fahrerin muss sich nun auf ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs einstellen. Der Führerschein wurde vor Ort von den Polizeibeamten sichergestellt. Kollegen aus Bayern haben daraufhin die Fränkin nach Hause gefahren.

Geisterfahrer von anderen Verkehrsteilnehmern gestoppt

Auch auf der Autobahn 38 gab es am Montag einen Geisterfahrer. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, war ein älterer Herr mit seinem Pkw in Nordhausen falsch auf die Autobahn in Richtung Halle aufgefahren.

Ein Pkw-Fahrer und ein Lkw- Fahrer erkannten den entgegenkommenden Pkw rechtzeitig und stoppten den Falschfahrer. Dazu machten sie mit ihren Fahrzeugen kurzerhand die Autobahn "dicht" und bewegten den Mann dazu, sein Fahrzeug zu wenden und in der richtigen Richtung weiter zu fahren.

Bei dieser Aktion kam es glücklicherweise zu keinem Unfall. Beim Eintreffen der Polizeibeamten hatte der Falschfahrer die Autobahn schon wieder verlassen. Die Identität des Falschfahrers konnte nicht mehr ermittelt werden. Es wurde eine Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Geisterfahrer auch auf der Thüringer-Wald-Autobahn unterwegs

Bereits am Sonnabend kam es auf der Thüringer-Wald-Autobahn 71 zu einer Geisterfahrt. Ein Falschfahrer hatte den acht Kilometer langen Rennsteigtunnel und zwei weitere Tunnel passiert, in denen ihm 30 Fahrzeuge entgegenkamen. Wie die Autobahnpolizei am Sonntag mitteilte, kam es nicht zu einem Unfall. Nach rund 15 Kilometern Irrfahrt habe das Fahrzeug die Autobahn verlassen. Nach dem Geisterfahrer wird gefahndet.

Ein Falschfahrer in einem Autobahntunnel
Der Geisterfahrer im Rennsteigtunnel. Das Foto stammt aus den Aufzeichnungen einer Überwachungskamera.

Zuletzt aktualisiert: 29. Januar 2013, 12:38 Uhr

6. steamtrain:
Aus dem Kreisverkehr falsch abgebogen und dann in falscher Richtung auf die Autobahn? Dies ist mit Sicherheit keine Entschuldigung, denn wie Reiner202 so richtig festgestellt hat, wir haben RECHTSVERKEHR! Wenn ich in falscher Richtung auf die Autobahn auffahre, muß ich also nach links abbiegen und das hat mit dem Kreisverkehr rein gar nichts mehr zu tun. In diesem Fall kann ich in die falsche Richtung, entgegen meines Zielortes fahren, aber mehr nicht. Somit die Frage, WANN KOMMEN ENDLICH DIE KRALLEN die solch ein Verhalten verhindern können.
29.01.2013
19:14 Uhr
5. Tino Bauer:
Die Polizei sucht den Geisterfahrer. Hier auf diesem Bild kann man eindeutig sagen wo war den zur Tatzeit die Polizei ???? Hier wird es wieder mal bewiesen das bei solchen tatsachen geschlampt wurde. Die Polizei hätte längst eingreifen können. Auch in der Zentrale an der Autobahnmeisterei hätte man reagieren müssen wo die meisten Bilschirme sind. Hat man da etwa im Dienst geschlafen ???? Für mich ist das eindeutig Schlamperei bei der Polizei . So was wird auch noch bezahlt !! Durch die Steuerzahler gehen unnötig Gelder verloren. Man sollte mal bei der Polizei sparen in dem Dienstwagen nicht mehr für Spazierfahrten genommen werden. Ministerin Lieberknecht sollte mal dringend was unternehmen . Das spart eine Menge Spritkosten.
29.01.2013
19:13 Uhr
4. Steffen K.:
Der Beitrag zu dem Geisterfahrer in den 3 Tunnel wurde aber im Fernsehn schön abgeschwächt. Verstehe nicht warum die Polizei im falschen Tunnel sucht. Und warum dürfen die 2 Überwacher nicht die Schranken der Tunnel schließen wenn man so was bemerkt.
29.01.2013
17:54 Uhr
3. Andreas:
@Reiner202: Du vergisst eine weiter Gemeinsamkeit: Alter
29.01.2013
15:56 Uhr
2. dirk:
Wenn man den obigen Artikel und ähnliche Berichte liest, fällt auf, dass es sehr häufig ältere Menschen sind (60 Jahre und älter), welche als Geisterfahrer unterwegs sind. Ich möchte ältere Menschen nicht pauschal verurteilen, habe aber doch den Eindruck, dass manche dieser Geisterfahrer einfach aus Altersgründen den Anforderungen nicht mehr gewachsen sind, die beim Autofahren heute gelten. Deshalb plädiere ich dafür, ab einer bestimmten Altersgrenze verpflichtende Untersuchungen der Fahrtauglichkeit einzuführen. Das dient nicht nur dem Schutz der anderen Verkehrsteilnehmer, sondern auch der älteren Autofahrer selbst.
29.01.2013
15:52 Uhr
1. Reiner202:
Es ist unmöglich zu glauben was man täglich liest.Immer wieder Geisterfahrer.Ich muss sagen,entweder sind diese Personen unter Drogen,Betrunken oder Lebensmüde.Wir haben in Deutschland Rechtsverkehr,es kann normalerweise nichts schiefgehen.
29.01.2013
15:35 Uhr

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