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Wissenschaftliche Sensation : Thüringer Technik macht "Gottesteilchen" sichtbar

An der Entdeckung des Higgs-Elementarteilchens ist ein Thüringer Unternehmen wesentlich beteiligt gewesen. Das Erfurter CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik GmbH hat die Strahlungsdetektoren für das Schweizer Kernforschungsinstitut CERN geliefert, mit dem das sogenannte Gottesteilchen entdeckt wurde. Geschäftsführer Hans-Joachim Freitag sagte MDR THÜRINGEN, das Institut sei stolz, zu dem wissenschaftlichen Erfolg beigetragen zu haben. Die 250 Mikromillimeter starken Detektoren könnten 40 Millionen Fotos pro Sekunde machen. Damit seien die Zerfallsprodukte der Teilchen dargestellt worden. Freitag zufolge hat das CiS die Strahlungsdetektoren selbst entwickelt und in Serie hergestellt. Jeder der 1.000 Detektoren am CERN dürfe maximal drei Störstellen aufweisen. Das sei die größte Herausforderung gewesen.

Restzweifel und viele offene Fragen

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass europäische Physiker im Schweizer Kernforschungszentrum CERN höchstwahrscheinlich das jahrzehntelang gesuchte Higgs-Teilchen nachgewiesen haben. Das nach dem britischen Phyiker Peter Higgs benannte Teilchen galt als letzter unbekannter Baustein der Materie. Nach dem gängigen physikalischen Standardmodell erklärt das Higgs-Boson, warum Materie überhaupt eine Masse hat.

Allerdings ist die Fachwelt noch nicht vollends sicher, ob nun der Durchbruch geschafft worden ist. Dazu ist nach Aussage viele Wissenschaftler noch mehr Forschung zu den Eigenschaften des Teilchens nötig. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich nur um einen Messfehler handelt, liegt nach CERN-Angaben bei rund eins zu einer Million.

Und es bleiben noch viele offene Fragen. Die mit dem Higgs-Teilchen erklärbare Materie macht nur vier Prozent des Universums aus. Daneben gibt es die mysteriöse Dunkle Materie (23 Prozent) und die sogenannte Dunkle Energie (73 Prozent).

Durchbruch in der Teilchenphysik: "Mit dem Higgs-Teilchen bekommt alles Gewicht"

Wissenschaftler am Kernforschungszentrum CERN haben offenbar das Higgs-Teilchen nachgewiesen. Bei MDR INFO erklärt Wissenschaftsredakteur Karsten Möbius, warum die Entdeckung des "Gottesteilchen" so ein Aufreger ist. [mehr]


Zuletzt aktualisiert: 05. Juli 2012, 20:42 Uhr

1. HansMeiser:
Mit Gott hat Physik nichts zu tun!
05.07.2012
21:41 Uhr

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