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Bundestagswahl 2013 : Grüne wollen Göring-Eckardt und Lauinger in Berlin

Die Thüringer Grünen sind mit einem Landesparteitag in Erfurt in ihren Bundestagswahlkampf gestartet. Am Sonnabend wählten die Delegierten die Vizepräsidentin des Bundestags, Katrin Göring-Eckardt, zur Spitzenkandidatin für ihre Landesliste. Die 46 Jahre alte Theologin aus Friedrichroda erhielt 84 von 105 abgegebenen Stimmen. Das entspricht einer Zustimmung von 80 Prozent. Gegenkandidaten gab es nicht.

Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen)
Bundestag-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt

Damit stärkte der Landesverband seiner Spitzenkandidatin auch den Rücken für die Urwahl zur Spitzenkandidatur der Bundespartei. Göring-Eckardt gehört zu den 13 Kandidaten, die sich dafür bewerben. Ebenfalls dazu gehört der Fraktionschef der Grünen im Bundestag, Jürgen Trittin, der als Gastredner nach Erfurt kam.

Sowohl Trittin als auch Göring-Eckardt griffen vor allem die schwarz-gelbe Bundesregierung scharf an, der sie vorwarfen, dringend nötige Reformen zu blockieren. Kritik gab es allerdings auch an der schwarz-roten Landesregierung. Der beschlossene Doppeletat sei ein "Wahlkampfhaushalt", der nur den Fortbestand der Koalition bis 2014 sichern solle, sagte die Chefin der Landtagsfraktion der Grünen, Anja Siegesmund. Vor allem die Union habe das Land verschuldet, weil sie in den vergangenen 22 Jahren 17 Milliarden Euro Landesschulden angehäuft habe.

Auch Lauinger soll nach Berlin

Auf den zweiten Platz der Landesliste wurde Landessprecher Dieter Lauinger gewählt. In einer Kampfabstimmung gegen Sebastian Pfütze erhielt der 49 Jahre alte Richter 60 Prozent Zustimmung. Die Entscheidungen für die Plätze eins und zwei ihrer Landeliste sind wichtig, weil die Grünen damit rechnen dürfen, diese beiden Kandidaten 2013 nach Berlin schicken zu können. Lauinger kündigte an, im Fall seiner Wahl sein Amt als Landessprecher niederzulegen.

Die Grünen gehen aufs Land

Inhaltlich wollen sich die Grünen in Thüringen stärker dem ländlichen Raum zuwenden. Die Delegierten verabschiedeten zu dem Thema einen Leitantrag des Landesvorstands. Die vom Grundgesetz geforderte Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse auf dem Land und in der Stadt sei bei einer Fortsetzung der bisherigen Politik "akut in Gefahr", heißt es in dem Papier: "Wir setzen uns für eine gezielte, qualitative Stärkung des ländlichen Raums ein, die über eine rein monetäre Förderung weit hinausgeht."

Thüringens Grüne fordern dabei auch eine Verwaltungs- und Gebietsreform. Anders seien die Probleme des ländlichen Raums nicht zu lösen, sagte Lauinger. Konkret sehen die Grünen unter anderem auch die Energiewende als Chance für Regionen abseits der größeren Städte. Die kommunale Selbstverwaltung wollen sie stärken und die Bürgerbeteiligung ausbauen. Lauinger sagte, das Papier sei keine Annäherung an die CDU, die traditionell als Partei der Fläche gilt. Vielmehr mache es Unterschiede zwischen Grünen und Union klar. Die zweite Landessprecherin, Babette Pfefferlein, hatte vor einigen Tagen gesagt, grüne Politik sei in den vergangenen 20 Jahren bei der Entwicklung des ländlichen Raums nicht präsent gewesen.

Zuletzt aktualisiert: 06. Oktober 2012, 21:45 Uhr

2. hmüller:
Ja, wir werden von Pfaffen regiert Demnächst wird wohl für uns Atheisten eune Strafsteuer oder die steinigung eingeführt...
06.10.2012
20:54 Uhr
1. kein Mitglied:
Ohne Parteien und deren fetten Gehälter wäre für die Bürger alles besser. Wahrscheinlich, so wie ich gehört habe, ist die auf Platz eins gesetzte von den Grünen auch eine staatlich geprüfte Pfarrerin. Die Wahl ist bereits gelaufen, meinen herzlichen Glückwunsch. Was werden diese wohl gelehrt bekommen haben, .... bestimmt nicht die Gebote " Gottes". Ohne staatliche Zwangsregulierung, mit den nicht mehr nachvollziehbaren Gesetzen und den gegen Gesetzen, würde durch die Bürger eine Selbstregulierung mehr Erfolg für das Land haben.
05.10.2012
18:08 Uhr

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