Bleilochstausee : Hovercraft-WM nach Unfall fortgesetzt
Die Hovercraft-Weltmeisterschaft am Bleilochstausee bei Saalburg ist am Sonnabend fortgesetzt worden. Vor den Wettkämpfen gedachten die Fahrer des am Freitag tödlich verunglückten Piloten mit einer Schweigeminute. Am Freitagnachmittag waren nach Polizeiangaben drei Luftkissen-Rennboote kollidiert. Einer der Fahrer war dabei so schwer verletzt worden, dass er noch am Unglücksort starb. Nach Angaben des Veranstalters handelt es sich um einen 54 Jahre alten Starter aus Deutschland. Ein weiterer Fahrer aus Großbritannien und eine deutsche Pilotin wurden verletzt.
Rahmenprogramm abgesetzt
Der Unfall ereignete sich am Nachmittag kurz nach dem Start eines Rennens der Formel-II-Klasse. Nach Angaben des Veranstalters fuhr ein Luftkissenboot über ein anderes hinweg. Die Boote dieser Klasse haben Motoren mit bis zu 120 PS und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern. Die Veranstaltung wurde nach dem Unfall zunächst unterbrochen.
Am Abend teilte der Ausrichter mit, Fahrer, Rennleitung und der Weltverband hätten sich nach intensiven Diskussionen entschlossen, die Wettkämpfe am Wochenende fortzusetzen, das geplante Unterhaltungsprogramm aber komplett abzusagen. Weltverbands-Chef Tony Drake sagte, die Entscheidung sei von allen Fahrern aller Nationen getroffen worden. An der WM nehmen knapp 100 Starter aus 15 Ländern teil.
Polizei sucht Foto- und Videoaufnahmen
Die Polizei versucht inzwischen, den Unfallhergang genau zu rekonstruieren. Dazu sucht sie nach Zeugen, die Foto- und Videoaufnahmen von dem Geschehenen besitzen. Auch die Fahrer, die sich in der Nähe des Unfallortes aufgehalten haben, werden befragt.
Hovercrafts sind Luftkissenboote, die sowohl an Land als auch auf dem Wasser fahren können. Sie beschleunigen sehr schnell, verfügen nicht über Bremsen und werden nur durch Gewichtsverlagerung gesteuert. Die schnellsten Boote in der Formel-I-Klasse erreichen bis zu 185 Stundenkilometer.
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