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Uniklinik Dresden : Neuer Tumor-Impfstoff im Test

In den kommenden Monaten wird in Deutschland erstmals ein Impfstoff zur Behandlung von Gehirntumoren getestet. Wie das Magazins "Focus" berichtet, ist unter anderem die Universitätsklinik Dresden an der Studie beteiligt. In den USA sollen bereits mehrere Hundert Patienten mit dem Mittel behandelt worden sein. Die Forscher erwarten sich zwar keine Heilung der Kranken, aber eine Lebensverlängerung um mehrere Monate.

Kooperation mit Leipziger Fraunhofer-Institut

Das Präparat mit dem Namen "DCVax-Brain" wurde von einer US-Firma entwickelt und soll Patienten mit besonders aggressiven, bösartigen Tumoren – sogenannte Glioblastomen - helfen. Um diese Therapie auch Patienten in Europa zugänglich machen zu können, arbeitet das US-Unternehmen nun mit dem Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig zusammen.

Höhere Überlebenschance und geringere Nebenwirkungen

Eine Spritze vor einem blauen Hintergrund.
Was die neue Impfung bringen wird, ist noch unklar.

Mit dem neuen Verfahren wird das Immunsystem des Patienten dazu angeregt, sämtliche Tumorzellen selbst zu bekämpfen. Die Forscher hoffen, diese Methode künftig auch bei anderen Tumorerkrankungen erfolgreich einsetzen zu können.

Hirntumore lassen sich bislang nur durch chirurgische Eingriffe, Bestrahlungen und Chemotherapie behandeln. Nach der Diagnose haben Patienten im Durchschnitt noch eine Lebenserwartung von 14 Monaten. Von der neuen Immuntherapie erhofft man sich beim Fraunhofer Institut wesentlich bessere Behandlungserfolge, eine höhere Überlebenschance und geringere Nebenwirkungen für die betroffenen Patienten.

Zuletzt aktualisiert: 20. Januar 2013, 13:03 Uhr

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Der Hirntumor: das Glioblastom

Das Glioblastom ist der häufigste und bösartigste Hirntumor bei Erwachsenen. Nach Angaben des Universitätsklinikums Heidelberg erkranken in Deutschland jährlich etwa 3.500 Menschen. Die Behandlung besteht aus Operation mit anschließender Bestrahlung und Chemotherapie. Eine Heilung ist derzeit allerdings nicht möglich: Aus wenigen verbliebenen Krebszellen entwickelt sich in der Regel innerhalb weniger Monate erneut ein Tumor. Weniger als fünf Prozent der Patienten überleben die ersten fünf Jahre nach der Diagnose.

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