Schnee und Kälte : Ausnahmezustand in vielen Teilen Europas
Superkälte und Schneemassen haben weite Teile Europas ins Winterchaos gestürzt. Vor allem auf dem Balkan haben die Schneemassen das Leben zum Erliegen gebracht. In der bosnischen Hauptstadt Sarajevo wurde der Notstand ausgerufen. Auch in 30 serbischen Gemeinden geht nichts mehr. Auch hier gilt der Ausnahmezustand. Schulen und Kindergärten bleiben dort in der kommenden Woche geschlossen. Viele Hauptverkehrsstraßen sind wegen der Schneemassen unpassierbar. Der Winterdienst kommt mit dem Räumen nicht hinterher. Selbst in den größeren serbischen Provinzstädten wurden die Lebensmittel knapp. Soldaten versuchten, die vom Schnee eingeschlossenen Kranken auf den Dörfern mit Medikamenten zu versorgen.
Auch Kroatien bibbert
Auch an der südlichen kroatischen Adria werden bei extremer Kälte 30 Zentimeter Schnee gemeldet. Für die Region Dalmatien gilt der Notstand. In der größten Hafenstadt Split brach der Verkehr zusammen. Die italienische Hauptstadt Rom erlebte mit zehn Zentimetern Schnee ihren stärksten Wintereinbruch seit mehr als 25 Jahren.
Mit der andauernden Kälte steigt auch die Zahl der Kältetoten. Sie wird mittlerweile mit 250 angegeben. Allein in der Ukraine starben seit Beginn der Kältewelle 122 Menschen. Die meisten von ihnen waren Obdachlose. Allein in der Nacht zum Sonntag starebn in Polen acht Menschen an Unterkühlung. Seit Beginn der Kältewelle sind damit landesweit 53 Menschen erforen. Auch Litauen meldete am Sonntag drei Kältetote. Auch in Deutschland kamen erneut drei Männer ums Leben. Zwei Männer waren beim Schlittschuhlaufen eingebrochen. Ein dritter Mann wurde in Melle im Kreis Osnabrück tot auf einer Parkbank gefunden. Die Polizei teilte mit, bei dem 55-Jährigen habe es sich nicht um einen Obdachlosen gehandelt, er habe jedoch viel Zeit im Grönenberger Park verbracht.
London streicht hunderte Flüge
In der britischen Hauptstadt London haben zehn Zentimeter Neuschnee zu Behinderungen im Bahn-, und Flugverkehr und auf den Straßen geführt. In der Nacht mussten mehrere Autobahnen gesperrt werden. Viele Züge kommen nur mit Verspätungen ans Ziel. Am Londoner Großflughafen Heathrow wurden wegen heftigen Schneefalls ein Drittel aller Flüge gestrichen. Nach Angaben des Flughafens sind 380 Starts- und Landungen betroffen. Es sei aber davon auszugehen, dass 70 Prozent der Passagiere durch Umbuchungen abgefertigt werden können.






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