Mit ein bisschen Wehmut : Gabriel lobt Magdeburger Kinderbetreuung
Der Ex-Magdeburger Sigmar Gabriel hat sich sich über die Kinderbetreuung in Niedersachsen geärgert. In der "Neuen Osnabrücker Zeitung" regte er sich darüber auf, dass die Bedingungen für Eltern in Niedersachsen ungleich schlechter seien als in Magdeburg. Er habe "am eigenen Leib erfahren, wie schwer das ist, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen." Gabriel war erst vor kurzem von Magdeburg in seinen Wahlkreis Goslar zurückgezogen.
In Magdeburg sei die Ausstattung mit Kindertagesstätten außerordentlich gut und vor allen Dingen auch auf flexible Arbeitszeiten eingestellt, lobte Gabriel. "Meine Frau kann als Selbstständige nicht vorhersehen, ob sie jeden Abend pünktlich nach Hause kommen kann. Und ich kann das mit meinem Beruf auch nicht sagen. Darauf stellen sich dort die Kindertagesstätten ein", sagte er. In Niedersachsen dagegen machen "wir es berufstätigen Menschen richtig schwer, Eltern zu sein", ärgerte sich der SPD-Vorsitzende und frühere niedersächsische Regierungschef.
Gabriel hatte im August zum seine langjährige Partnerin Anke Stadler geheiratet. Im April war die gemeinsame Tochter Marie zur Welt gekommen. Gabriel, der aus erster Ehe schon eine erwachsene Tochter hat, hatte dann auch eine dreimonatige Elternzeit genommen.
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