Nach dem Festumzug in Freiberg : Wirbel um Militärfahrzeuge beim "Tag der Sachsen"
Der Festumzug beim Tag der Sachsen hat möglicherweise ein parlamentarisches Nachspiel. Das kündigte der kulturpolitische Sprecher der Linken, Volker Külow, an. Grund sei der Auftritt der IG Militärtechnik-Freunde Sachsen. Külow nannte den Auftritt instinktlos und kriegsverherrlichend und erklärte, eine kleine Anfrage an die Landesregierung zu stellen. Insbesondere müsse sich Landtagspräsident Matthias Rößler erklären, der als Präsident des Kuratoriums "Tag der Sachsen" die Verantwortung für die Vorfälle trüge, sagte Külow.
Gruppe distanziert sich von Gewaltverherrlichung
Die Mitglieder der Interessengruppe sind bei dem Festumzug mit mehreren Militärfahrzeugen aufgetreten, darunter auch Autos und Motorrädern aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Männer und Frauen präsentierten sich zudem in originalen Uniformen. Sie stellten unter anderem einen Wegweiser mit der Aufschrift "Moskau" auf. Zudem zeigten sie kleine militärische Übungen. Volker Külow nannte die Vorfälle einen Skandal. Die "mörderische Maschinerie wie die Wehrmacht" dürfe nicht verharmlost werden, erklärte der Linken-Politiker.
Die Gruppe nahm zum zweiten Mal am "Tag der Sachsen" teil. Im vergangenen Jahr waren sie auch schon beim 20-jährigen Jubiläum des größten sächsischen Volksfestes in Kamenz dabei. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich bei der Gruppe um einen Zusammenschluss von Restauratoren und Sammlern historischer Fahrzeuge. Auf ihrer Internetseite distanziert sich die Gruppe von "jeglicher Glorifizierung von Krieg und Gewaltherrschaft". Sie lehne zudem die "Politisierung ihrer technischen Sammlung" ab. Die Fahrzeuge kamen unter anderem auch in Kinofilmen wie "Operation Walküre" oder "Inglourious Basterds" zum Einsatz.
Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.


