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Tsipras: "Nein" ist Votum für Leben in Würde

Der griechische Ministerpräsident Tsipras hat seine Landsleute erneut beschworen, die Sparauflagen der Gläubiger abzulehnen. Auf einer Großkundgebung in Athen sagte Tsipras am Abend, ein "Nein" am Sonntag sei ein Votum für ein Leben in Würde. Die Griechen sollten denjenigen den Rücken zuwenden, von denen sie terrorisiert würden. An der Kundgebung auf dem Syntagma-Platz nahmen laut Polizei rund 25.000 Menschen teil. Wenige hundert Meter entfernt demonstrierten zur gleichen Zeit etwa genausoviele Euro-Befürworter für ein "Ja" beim Referendum. Vereinzelt kam es in der Athener Innenstadt zu Rangeleien zwischen Anhängern beider Lager. Sie wurden aber von der Polizei rasch unterbunden. © MDR INFO

Gewehrstreit: Heckler & Koch zieht vor Gericht

Der Streit um die Bundeswehr-Standardwaffe G36 wird jetzt vor Gericht ausgefochten. Wie der schwäbische Hersteller Heckler & Koch mitteilte, hat er beim Landgericht Koblenz eine sogenannte negative Feststellungsklage gegen die Bundeswehr eingereicht. Man wolle juristisch verbindlich klären lassen, dass die behaupteten Mängel an dem Sturmgewehr nicht existierten. Verteidigungsministerin von der Leyen hatte öffentlich Zweifel an der Treffsicherheit der Waffe bei Hitze und Dauerfeuer geäußert. Sie ordnete deshalb an, alle 167.000 Exemplare des Gewehrs auszumustern oder nachzurüsten. Zugleich schaltete ihr Ministerium die Staatsanwaltschaft ein und fordert Schadenersatz. © MDR INFO

Brasilien nimmt internationale Banken ins Visier

Das brasilianische Kartellamt hat Ermittlungen gegen 15 internationale Banken eingeleitet. Ihnen wird vorgeworfen, durch illegale Absprachen Wechselkurse manipuliert zu haben. Der Behörde zufolge sollen die Betrügereien mindestens sechs Jahre lang gelaufen sein. Unter den Beschuldigten sind die Deutsche Bank, die Citigroup und die HSBC . Außerdem wird gegen 30 Privatpersonen ermittelt. © MDR INFO

Ein Toter bei Zusammenstößen in Kairo

In Kairo ist es am Abend zu Zusammenstößen zwischen Anhängern des früheren Präsidenten Mursi und der Polizei gekommen. Dabei wurde ein Mann erschossen, zwei Demonstranten erlitten Verletzungen. Anlass der Proteste war der zweite Jahrestag des Sturzes von Mursi. Der Islamist war als erster Präsident Ägyptens durch demokratische Wahlen ins Amt gekommen. Weil er den Muslimbrüdern nahestand, wurde er aber vom Militär abgesetzt, verhaftet und zum Tode verurteilt. Die Muslimbrüderschaft ist inzwischen wieder verboten. © MDR INFO

Mann rettet Kleinkinder aus überhitztem Auto

In Baden-Württemberg sind zwei Kleinkinder aus einem völlig überhitzten Auto gerettet worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte die Mutter die schlafenden Kinder bei 33 Grad in der Sonne zurückgelassen, um einkaufen zu gehen. Sie habe lediglich ein Pkw-Fenster einen Spalt weit geöffnet. Eine Frau habe die schreienden Kinder bemerkt und sofort einen Notruf abgesetzt. Derweil habe ein Mann die Autoscheibe nach unten gedrückt und die Tür geöffnet. Die Polizei warnte, bei der aktuellen Hitze reichten wenige Minuten bis es im Auto lebensgefährlich heiß werde. © MDR INFO

Zuletzt aktualisiert: 03. Juli 2015, 23:31 Uhr

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