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Merkel und Obama kritisieren Moskaus eigenmächtiges Handeln

Unmittelbar vor ihrem Ukraine-Besuch hat Kanzlerin Merkel telefonisch mit US-Präsident Obama über die Lage in dem Land gesprochen. Nach Worten von Regierungssprecher Seibert kritisierten beide Politiker die nicht von der Ukraine genehmigte Grenzüberfahrt des russischen Hilfskonvois. Damit trage Moskau die Verantwortung für eine weitere Verschärfung der Situation. Merkel habe zugleich die Erwartung geäußert, dass der Lkw-Konvoi unmittelbar nach der Entladung der Hilfsgüter die Ukraine wieder verlasse. - Merkel stattet Kiew heute einen ersten Kurzbesuch seit Beginn des Konflikts ab. Geplant sind Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko sowie mit Ministerpräsident Jazenjuk. Seibert bezeichnete Merkels Besuch als Zeichen der Unterstützung in schwierigen Zeiten. © MDR INFO

Lufthansa-Piloten kündigen neue Streiks an

Bei der Lufthansa drohen neue Streiks der Piloten. Die Gewerkschaft Cockpit teilte am Abend in Frankfurt mit, dass die Verhandlungen mit der Lufthansa zur Übergangsversorgung gescheitert seien. Die Pilotengewerkschaft habe daraufhin weitere Arbeitskampfmaßnahmen beschlossen. Damit müsse ab sofort gerechnet werden. Die Lufthansa kritisierte die Streikankündigung als nicht nachvollziehbar. Das Unternehmen sei jederzeit gesprächsbereit und wolle die Verhandlungen fortsetzen. © MDR INFO

Immer mehr Ebola-Tote - Russland schickt Experten

Die Zahl der Ebola-Todesfälle in Westafrika ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Wie die Weltgesundheitsorganisation mitteilte, starben in Guinea, Liberia, Nigeria und Sierra Leone binnen zwei Tagen 77 Menschen. Nach offiziellen Angaben sind damit bisher mehr als 1.400 Menschen ums Leben gekommen. Experten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus. Am internationalen Kampf gegen die Epidemie beteiligt sich nun auch Russland. In Guineas Hauptstadt Conakry traf gestern eine Maschine des russischen Katastrophenschutzministeriums mit Virologen an Bord ein. Der Einsatzleiter sagte, das Expertenteam könne bis zu fünf Monate im Land bleiben. © MDR INFO

Immer mehr "Freizeit-Jobber"

Immer mehr Deutsche verdienen in ihrer Freizeit Geld dazu. Das ergab eine Studie für den "Deutschen Freizeit-Monitor 2014". Danach gab jeder zehnte Befragte an, mindestens einmal wöchentlich in seiner Freizeit für Geld zu arbeiten. Einer von fünf Deutschen verdient der Studie zufolge mindestens einmal im Monat etwas dazu. Als Gründe gaben die Befragten hauptsächlich Geldsorgen und Konsumwünsche an. © MDR INFO

USA werfen China gefährliches Luftmanöver vor

Die USA haben China eine Provokation im Luftraum über internationalen Gewässern vorgeworfen. Nach Darstellung des Pentagons kam ein chinesischer Kampfjet einer amerikanischen Aufklärungsmaschine zuletzt gefährlich nahe. Der Jet sei je einmal unter der US-Maschine, direkt vor ihr und dann neben den Flügelspitzen geflogen. Der Abstand der beiden Flugzeuge habe nur wenige Meter betragen. Den Angaben zufolge ereignete sich der Vorfall östlich der chinesischen Insel Hainan. Das US-Verteidigungsministerium legte in Peking offiziell Beschwerde gegen das Manöver ein. © MDR INFO

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