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Union will Soli abbauen

Die Unionsparteien wollen den Solidaritätszuschlag offenbar ab 2020 schrittweise senken. Wie die Süddeutsche Zeitung meldet, haben CDU-Chefin Merkel und CSU-Vorsitzender Seehofer ihren Streit beigelegt. Gemeinsam mit Finanzminister Schäuble hätten sie sich darauf verständigt, die Sondersteuer bis etwa 2030 abzuschmelzen. Beim Koalitionsausschuss in der vergangenen Woche sei auch die SPD in die Soli-Pläne eingeweiht worden. - Die Kindergeld-Erhöhung in diesem und dem kommenden Jahr fällt voraussichtlich geringer aus als von der SPD angestrebt. Nach Angaben mehrerer Zeitungen will Schäuble die Bezüge je Kind bis 2016 um insgesamt sechs Euro anheben. Entsprechend solle auch der Kinderfreibetrag steigen. Die SPD kämpft für zehn Euro mehr. © MDR INFO

Russland schickt weiteren Hilfskonvoi in Ostukraine

Russland schickt einen weiteren Hilfskonvoi in die Ostukraine. Der Nachrichtenagentur Tass zufolge sollen mehr als 160 Lastwagen dringend benötigte Güter in die Regionen Donezk und Lugansk bringen. Der größte Teil seien Lebensmittel. Es ist bereits der 17. Hilfskonvoi. Die Ukraine kritisiert die Lieferungen, weil die Separatisten angeblich auch mit Waffen und Munition versorgt werden. © MDR INFO

Telefónica legt Funknetze zusammen

Nach der Fusion der Telefonunternehmen O2 und E-Plus werden die beiden Funknetze zusammengelegt. Die Konzernmutter Telefónica Deutschland teilte mit, ab Mitte April könnten UMTS-Kunden bei Lücken das jeweils andere Netz nutzen. Die Mobilgeräte wählten sich automatisch ein. Das gelte auch für Kunden von Simyo, Base und Fonic . © MDR INFO

Snowden verhandelt über Rückkehr in USA

Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Snowden verhandelt über eine Rückkehr in seine Heimat. Wie sein russischer Anwalt mitteilte, arbeiten Juristen aus den USA und Deutschland daran, rechtliche Fragen zu klären. Snowden hatte erklärt, er werde in die USA zurückkehren, wenn man ihm einen fairen Prozess garantiere. © MDR INFO

Großbritannien verkauft seinen Eurostar-Anteil

Großbritannien trennt sich von seinen Anteilen am Kanalprojekt Eurostar. Wie die Regierung in London mitteilte, erhält sie für die 40 Prozent umgerechnet 800 Millionen Euro. Käufer ist ein kanadisch-britisches Konsortium. Die Aufsichtsbehörde muss noch zustimmen. Damit wechselt Eurostar zum ersten Mal seit seiner Gründung 1994 teilweise in Privatbesitz. Die anderen Anteilseigner sind die französische Staatsbahn und Belgien. © MDR INFO

Sächsische Metall-Industrie mit Rekordumsatz

Die sächsische Metall- und Elektroindustrie hat im vergangenen Jahr so viel umgesetzt wie noch nie. Der Unternehmerverband Sachsenmetall teilte mit, zum ersten Mal sei die Rekordmarke von 40 Milliarden Euro geknackt worden. Die Gewinne der Branche hätten im Vergleich zu 2013 um neun Prozent zugenommen. Zum guten Ergebnis habe vor allem die Auto-Zulieferindustrie beigetragen, die im letzten Quartal ein Plus von 35 Prozent verbuchte. Dagegen mussten die Bereiche Elektronik, Metall und Maschinenbau ein Umsatzminus hinnehmen. © MDR INFO

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