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Nato beschließt Hilfe für Irak im Kampf gegen IS

Im Kampf gegen den IS hat die Nato Unterstützung für die irakische Armee beschlossen. In einer Mitteilung des Militärbündnisses sind sieben Bereiche genannt, in denen die irakischen Streitkräfte besser aufgestellt werden sollen, darunter die Abwehr von Bombenangriffen, die Cyber-Sicherheit und die Katastrophenfall-Planung. Details sollen noch festgelegt werden. Die Trainings sollen in der Türkei und in Jordanien stattfinden. - Die Maßnahmen sind Teil der Vereinbarungen, die auf einem Nato-Gipfel in Wales getroffen wurden. © MDR INFO

"Welt": Zahl der Asylbewerber höher als gedacht

Die Bundesländer haben in diesem Jahr offenbar bereits deutlich mehr Asylsuchende registriert als bislang angenommen. Das berichtet die "Welt" und beruft sich dabei auf das Protokoll einer Telefonkonferenz der Innenminister. Demnach zählten die Länder gut 302.000 Asylbewerber. Die Zahl des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge liegt bei 258.000. Die Diskrepanz hat dem Bericht zufolge damit zu tun, dass die Zahl der Länder erst verzögert in der Bundes-Statistik auftaucht. Das Bundesamt hatte angekündigt, seine Prognose für 2015 Ende August zu aktualisieren. © MDR INFO

EU lockert Iran-Sanktionen

Nach der Einigung auf ein Atomabkommen mit dem Iran lockert die EU erstmals Sanktionen gegen das Land. Nach Angaben des Europäischen Auswärtigen Dienstes soll dem Iran unter anderem erleichtert werden, angereichertes Uran außer Landes zu bringen. Teheran hatte zugesagt, seinen Uran-Bestand von rund 10 Tonnen auf 300 Kilogramm zu reduzieren. Der Atomkompromiss soll dem Iran die Nutzung der Atomkraft für friedliche Zwecke ermöglichen, den Weg zur Atombombe aber verbauen. © MDR INFO

Kurden im Nordirak verlangen Ende der Luftangriffe auf PKK-Stellungen

Die Regierung der autonomen Kurdenregion im Nordirak hat ein Ende der türkischen Luftangriffe auf PKK-Stellungen gefordert. Der außenpolitische Vertreter der Kurdengebiete, Mustafa, sagte bei einem Besuch in Washington, die Angriffe verschärften die Spannungen nur. Er ermahnte beide Konfliktparteien, ihre Angriffe einzustellen. Er sei mit den jüngsten Aktionen der PKK nicht einverstanden. Das bedeute aber nicht, dass man mit Bombardements darauf antworten sollte. Der Konflikt könne nur durch Verhandlungen beigelegt werden. © MDR INFO

Zschäpe muss ihre Anwälte behalten

Die Hauptangeklagte im NSU-Prozess, Zschäpe, muss auch weiterhin mit ihren drei ursprünglichen Pflichtverteidigern auskommen. Nach Medieninformationen lehnte das Oberlandesgericht München einen Antrag Zschäpes ab, die drei Anwälte zu entpflichten. Damit scheiterte sie bereits zum dritten Mal mit ihrem Ansinnen, einen oder alle ursprünglichen Verteidiger loszuwerden. Auch eine Strafanzeige gegen die drei Anwälte wegen einer angeblichen Verletzung der Verschwiegenheitspflicht verlief im Sande. Die Staatsanwaltschaft München sah kein strafbares Verhalten. Zschäpe wird mittlerweile noch von einem vierten Anwalt vertreten. © MDR INFO

Zuletzt aktualisiert: 01. August 2015, 02:31 Uhr

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