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Noch keine Entscheidung über VNG

Der Energiekonzern EWE will frühestens im nächsten Jahr über einen Ausstieg beim Leipziger Gasversorger VNG entscheiden. Ein Beschluss sei definitiv noch nicht gefallen. Der Leipziger Kommunalkonzern LVV hatte zuvor sein Interesse an einer Übernahme der EWE-Anteile angemeldet. Ein LVV-Sprecher sagte bei MDR INFO, das wäre ein lohnendes Investment. Man gehe davon aus, genügend finanzkräftige Partner zu gewinnen. Für die EWE-Anteile wären schätzungsweise 1,4 Milliarden Euro fällig. Die Verbundnetz Gas AG ist eines der größten Unternehmen in Mitteldeutschland. Durch die Übernahme der EWE-Anteile will Leipzig verhindern, dass der Firmensitz in eine andere Stadt verlagert wird. © MDR INFO

Uni Magdeburg hofft auf Geld vom Bund

Die Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg hofft nach der Lockerung des Kooperationsverbotes auf Geld vom Bund. Rektor Strackeljahn sagte MDR INFO, bei der Ingenieurs-Ausbildung übernehme Magdeburg eine gesamt-gesellschaftliche Aufgabe. Viele der Ingenieurs-Studenten gingen nach dem Abschluss in andere Bundesländer. Da könne sich der Bund mit bis zu 8 Millionen Euro pro Jahr engagieren. - Der Bundesrat hatte heute beschlossen, dass das Kooperationsverbot im Wissenschaftsbereich gelockert wird. Die Länder stimmten geschlossen für eine Grundgesetzänderung. Damit kann sich der Bund dauerhaft an der Finanzierung von Hochschulen beteiligen. © MDR INFO

Lufthansa lehnt Gesamt-Schlichtung ab

Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa bauen sich neue Hürden auf. Das Unternehmen lehnte die Forderung der Gewerkschaft Cockpit ab, alle strittigen Themen in eine Schlichtung einzubeziehen. Ein Lufthansa-Sprecher sagte, die Pläne für die Billig-Tochter Eurowings berührten nicht das Tarifrecht. Sie seien deshalb nicht verhandelbar. Cockpit wehrt sich dagegen, dass die Piloten bei Eurowings deutlich weniger verdienen sollen als bei der Lufthansa selbst. Die Gewerkschaft drohte damit, die Schlichtung scheitern zu lassen. © MDR INFO

FIFA-Bericht soll umfassend veröffentlicht werden

Der brisante Garcia-Bericht zur Vergabe der Fußball-WM soll nun doch in weiten Teilen veröffentlicht werden. Das hat das FIFA-Exekutivkomitee auf seiner Sitzung in Marrakesch beschlossen. Bisher war nur eine stark verkürzte Auswertung bekannt geworden. FIFA-Chef Blatter sagte, man werde die WM nicht neu vergeben. Es gebe keine rechtliche Handhabe, um die Entscheidung zu widerrufen. Die Vergabe der WM 2018 nach Russland und 2022 nach Katar steht unter Korruptionsverdacht. FIFA-Chefermittler Garcia hatte den mangelnden Aufklärungswillen des Weltverbandes kritisiert und ist inzwischen zurückgetreten. © MDR INFO

Blackberry verringert Verlust

Der angeschlagene Smartphone-Pionier Blackberry kommt bei der Sanierung offenbar voran. Wie das kanadische Unternehmen mitteilte, konnte der Verlust im abgelaufenen Quartal verringert werden. Er fiel mit 150 Millionen US-Dollar deutlich niedriger aus als vor einem Jahr, als das Minus noch 4,4 Milliarden Dollar betrug. Vor Sonderposten wurde sogar ein kleiner Gewinn ausgewiesen. Allerdings gingen die Umsätze weiter zurück. An der Börse gaben Blackberry-Aktien weiter nach. © MDR INFO

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