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Zugverkehr rollt nach Streik wieder an

Ein dreistündiger Warnstreik der Lokführer hat am Abend den Zugverkehr erheblich behindert. Bundesweit blieben Züge in den Bahnhöfen stehen. Fernreisende und Pendler mussten teils lange Verspätungen hinnehmen. Besonders betroffen waren die S-Bahnen, so in Berlin, Hamburg, München oder Leipzig-Halle. An den Info-Schaltern auf den Bahnhöfen bildeten sich lange Schlangen. Inzwischen rollt der Verkehr wieder. Nach Angaben der Bahn wird es aber bis morgen früh dauern, bis alle Störungen beseitigt sind. Die Lokführergewerkschaft GDL verlangt für das Zugpersonal fünf Prozent mehr Lohn sowie eine kürzere Arbeitszeit. Die Bahn warf der GDL vor, zuvor nur Streiks im Güterverkehr angekündigt zu haben. © MDR INFO

Haderthauer tritt zurück

Die bayerische Staatskanzleichefin Haderthauer ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Die CSU-Politikerin sagte in München, die vollständige Klärung der juristischen Vorwürfe habe für sie Vorrang. Sie sei überzeugt davon, alle Anschuldigungen zurückweisen zu können. Haderthauer war zusammen mit ihrem Mann an einer Modelltechnik-Firma beteiligt. Das Unternehmen ließ Automodelle von psychisch kranken Straftätern herstellen. Ein französischer Geschäftsmann wirft dem Ehepaar Haderthauer vor, ihn um mehrere zehntausend Euro betrogen zu haben. Die Opposition in bayerischen Landtag erklärte, Haderthauer habe politische Ämter und private Interessen unzulässig vermischt. © MDR INFO

Bundestag für Waffenlieferung an Kurden

Mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen hat sich der Bundestag für die Lieferung von Waffen an die irakischen Kurden ausgesprochen. In der Sondersitzung unterstützten Union und SPD den Beschluss der Bundesregierung. Die Opposition aus Linken und Grünen stimmte dagegen. Linke-Fraktionschef Gysi sagte, wenn der Irak etwas genug habe, dann seien es Waffen. Grünen-Fraktionschef Hofreiter meinte, niemand könne sagen, wo die Waffen letztlich landeten. Kanzlerin Merkel hatte die geplante Waffenhilfe zuvor verteidigt. Mit den Waffenlieferungen ergebe sich die Chance, die IS zu stoppen und das Leben vieler Flüchtlinge zu retten. © MDR INFO

Gauck kritisiert Russland

Bundespräsident Gauck hat Russland vorgeworfen, die Partnerschaft mit dem Westen aufzukündigen. Gauck sagte in Danzig, EU und Nato wünschten sich auch in Zukunft eine gute Nachbarschaft. Dafür müsse die russische Politik aber das Völkerrecht achten. Man werde nicht dulden, dass sich das Recht des Stärkeren durchsetze. Gauck hatte in Polen an einer Gedenkfeier zum 75. Jahrestag des Ausbruchs des 2. Weltkriegs teilgenommen. © MDR INFO

Sächsische CDU will zügig verhandeln

Nach der Landtagswahl will die sächsische CDU möglichst bald Gespräche mit SPD und Grünen führen. Das hat der Landesvorstand am Abend einstimmig in Dresden beschlossen. Ein Sprecher sagte, es handle sich zunächst um erste Kontakte. Die Gespräche könnten bereits in den nächsten Tagen stattfinden. Eine Koalition mit der AfD hatte Tillich nach der Wahl ausgeschlossen. Die sächsische SPD will ihre Mitglieder über ein mögliches schwarz-rotes Bündnis abstimmen lassen. © MDR INFO

Fürth gewinnt klar gegen St. Pauli

In der 2. Fußball-Bundesliga hat Greuther Fürth zur Spitzengruppe aufgeschlossen. Die Franken gewannen am Abend 3:0 gegen St. Pauli. Fürth liegt auf Tabellenplatz sieben, Hamburg ist 14. © MDR INFO

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