Nachrichten

Schottland Ministerpräsident tritt zurück

Nach dem verlorenen Unabhängigkeitsreferendum tritt Schottlands Ministerpräsident Salmond zurück. Er kündigte seinen Rücktritt als Regierungschef und als Parteivorsitzender der SNP an. Salmond äußerte sich skeptisch über die Zusagen des britischen Premiers Cameron an die Schotten. Cameron hatte angekündigt, sowohl Schottland als auch England, Wales und Nordirland mehr Autonomie einzuräumen. - Bei dem Referendum hatten sich die Gegner der Unabhängigkeit mit 55,3 Prozent durchgesetzt. Die Wahlbeteiligung erreichte einen Rekordwert von 84,6 Prozent. © MDR INFO

Tillich will mit SPD über Koalition verhandeln

Sachsens CDU-Chef und Ministerpräsident Tillich will der SPD Koalitionsverhandlungen anbieten. Tillich sagte, einen entsprechenden Beschluss werde er dem Landesvorstand der Union empfehlen. Er hoffe, dass die Koalitionsverhandlungen bis Ende Oktober, Anfang November abgeschlossen seien. Die CDU war als klarer Sieger aus der Landtagswahl hervorgegangen. Sie kann aber nicht allein regieren. Nach dem Wegfall der FDP sucht sie einen neuen Koalitionspartner. Der Parteirat der Grünen hatte sich am Vormittag gegen eine schwarz-grüne Regierung ausgesprochen. © MDR INFO

Merkel: Luftbrücke für Ebola-Länder

Bundeskanzlerin Merkel hat eine Luftbrücke zur Versorgung der Ebola-Länder in Westafrika angekündigt. Merkel sagte, die Bundeswehr werde eine Luftbrücke in die senegalesische Hauptstadt Dakar einrichten. Von dort sollen dann die besonders betroffenen Länder versorgt werden. Außerdem wird die Bundeswehr eine Behandlungsstation für Ebola-Erkrankte liefern. In Sierra Leone begann inzwischen eine dreitägige Ausgangssperre. Gesundheitshelfer gehen von Haus zu Haus, um mögliche Ebola-Kranke ausfindig zu machen und die Bevölkerung aufzuklären. In Guinea wurden sieben Helfer einer Ebola-Aufklärungsaktion ermordet. © MDR INFO

Daimler stellt alle Autohäuser in Ostdeutschland zum Verkauf

Daimler stellt alle Autohäuser in Ostdeutschland zum Verkauf. Das bestätigte eine Sprecherin des Autokonzerns und sagte, es hätten sich ertragsstarke Interessenten gemeldet. Damit sind nun auch die Autohäuser in Leipzig und Dresden mit ihren Werkstätten betroffen. Als Grund wurde fehlende Profitabilität genannt. Ursprünglich war nur von den Niederlassungen in Magdeburg, Schwerin und Rostock die Rede. An den Standorten im Osten arbeiten rund 1.100 Mitarbeiter. Die IG Metall erklärte, man werde nicht akzeptieren, eiskalt abserviert zu werden. © MDR INFO

Denkmal zu Ausschreitungen von 1991 in Hoyerswerda enthüllt

In Hoyerswerda ist an die fremdenfeindlichen Übergriffe vor 23 Jahren erinnert worden. Am Nachmittag wurde ein Denkmal enthüllt. Nach Angaben der Stadt soll das drei Meter hohe offene Tor mit Regenbogen als Symbol für Gastfreundschaft, Frieden und Aussöhnung stehen. Das Denkmal wurde an einem Kreisverkehr im Plattenbauviertel Neustadt aufgestellt. Unweit des Ortes hatten 1991 die fremdenfeindlichen Ausschreitungen begonnen. Sachsens Ausländerbeauftragter Gillo sagte bei der Enthüllung, er sehe das Denkmal als Symbol für das Erinnern und das Versprechen, dass das niemals wieder passieren dürfe. © MDR INFO

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