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Moskau kündigt Militär-Manöver an ukrainischer Grenze an

Russland hat wegen des ukrainischen Armee-Einsatzes im Osten des Landes Russland ein Militär-Manöver angeordnet. Verteidigungs-Minister Schoigu sagte, das Manöver nahe der Grenze zur Ukraine sei die Antwort auf das Vorgehen der ukrainischen Militär-Maschinerie. Präsident Putin hatte zuvor erklärt, wenn Kiew die Armee gegen die Bevölkerung einsetze, sei das ein schweres Verbrechen. Die ukrainische Führung habe keine Legitimität für einen derartigen Einsatz. - Bei Schusswechseln an Kontrollpunkten nahe der Stadt Slawjansk sind ukrainischen Angaben zufolge bis zu fünf pro-russische Kämpfer ums Leben gekommen. Die andere Seite sprach von zwei Toten. Slawjansk wird bisher von pro-russischen Kräften kontrolliert. © MDR INFO

Südkorea: Wütende Angehörige stürmen Küstenwache

In Südkorea haben wütende Angehörige der Opfer des Fährunglücks die örtliche Küstenwache gestürmt. Der Vize-Chef der Behörde wurde aus seinem Büro gezerrt und geschlagen. Zugleich warfen ihm die Menschen vor, nicht genug zur schnellen Rettung und Bergung der Opfer getan zu haben. Derzeit werden noch mehr als 130 Passagiere vermisst, knapp 170 Tote sind geborgen. Dazu gehört auch der Schüler, der vor der Besatzung einen Notruf von der Fähre abgesetzt hatte. Bei den Untersuchungen zur Unglücksursache wird derzeit auch Berichten nachgegangen, dass es an der Ruder-Anlage einen technischen Defekt gegeben haben soll. © MDR INFO

Umwelt-Sachverständigenrat will Abschaltung der Kohlekraftwerke bis 2040

Der Chef des Umwelt-Sachverständigenrats, Faulstich, fordert, bis 2040 alle Kohlekraftwerke abschalten zu lassen. Faulstich sagte MDR INFO, die derzeit verstärkte Kohlenutzung sei eine Gefahr für die Energiewende. Das sei ein großes Problem. Vertreter der Wirtschaft, der Gewerkschaften und Politiker sollten sich jetzt zusammensetzen und eine Lösung finden. Dann könnte der Ausstieg aus der Energiegewinnung durch Kohle sozialverträglich erfolgen. © MDR INFO

Haftstrafe für brutalen Überfall in Erfurt

Das Erfurter Landgericht hat einen 22-Jährigen wegen versuchter Vergewaltigung und schwerer Körperverletzung zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der Mann hatte zuvor ein Geständnis abgelegt und um Entschuldigung gebeten. - Der 22-Jährige hatte im November in Melchendorf ein 12-jähriges Mädchen überfallen, geschlagen und gewürgt. Zur Vergewaltigung kam es nur deshalb nicht, weil Zeugen die Hilferufe des Kindes hörten und eingriffen. Der Vorsitzende Richter spach von einer sehr brutalen Tat. © MDR INFO

Behinderungen zwischen Dresden und Leipzig behoben

Die Bahn hat die Störungen auf der Strecke zwischen Dresden und Leipzig beseitigt. Es gebe nur noch geringe Verspätungen, hieß es. Unbekannte hatten an der Trassen im Raum Wurzen Kabel gestohlen. Dadurch war der Fern- und Regionalverkehr seit gestern stark beeinträchtigt. © MDR INFO

Greenpeace: Baumarkt-Blumen mit Pestiziden belastet

Blumen aus Gartencentern, Bau- und Supermärkten sind nach Angaben von Greenpeace fast immer mit Pestiziden belastet. Die Umweltschutz-Organisation erklärte, betroffen seien 98 Prozent aller Zierpflanzen. Rund die Hälfte der Proben enthielten Rückstände aus Stoffen, die als Bienen-Killer bekannt seien. Damit servierten Hobbygärtner Bienen und anderen Insekten gefährliche Gift-Cocktails, ohne es zu wissen. Greenpeace-Expertin Huxdorff forderte, die Pestizide zu verbieten. Gärten sollten für Bienen eine Oase abseits der Agrar-Industrie sein und keine Gift-Bar. © MDR INFO

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