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Ukraine: Heftige Kämpfe bei MH17-Absturzstelle

Heftige Kämpfe in der Ostukraine haben erneut Ermittlungen an der Absturzstelle von Flug MH17 verhindert. Die ukrainische Armee stürmte nach eigenen Angaben mehrere Städte um den Unglücksort. Die Truppen seien in die Städte Schachtarsk und Tores eingedrungen und kämpften gegen prorussische Kräfte. Die Bundesregierung forderte Kiew auf, die Bergung der Absturzopfer nicht durch neue Angriffe zu torpedieren. Eine Regierungssprecherin sagte, die ukrainische Führung solle sich beim Vorgehen gegen die Separatisten zurückhalten. - Internationale Ermittlungsteams hatten am Morgen erneut versucht, zur Absturzstelle zu kommen. Sie zogen sich aber aus Sicherheitsgründen wieder zurück. © MDR INFO

Schwesig: Kein schnelles Aus fürs Betreuungsgeld

Bundesfamilienministerin Schwesig will das Betreuungsgeld nicht so schnell abschaffen. Eine ihrer Sprecherinnen erklärte, das Ministerium stehe zum Koalitionsvertrag. Dennoch sei es kein Geheimnis, dass Schwesig dem Betreuungsgeld skeptisch gegenüberstehe. Über dessen Zukunft entscheide aber das Bundesverfassungsgericht. - Hamburg hatte bereits vor über einem Jahr Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen das Betreuungsgeldgesetz eingereicht. Darin wird die Zuständigkeit des Bundes infrage gestellt. © MDR INFO

Deutschland zieht Botschafter aus Libyen ab

Das Auswärtige Amt hat seine Diplomaten aus Libyen abgezogen. Wie das Amt bestätigte, wurde die Botschaft in Tripolis evakuiert. Sie sei allerdings noch nicht geschlossen worden. Mehrere Ortskräfte seien dort nach wie vor tätig. Deutschland folgt mit dem Abzug anderen Staaten wie den USA. - Seit dem Sturz von Machthaber Gaddafi versinkt Libyen zunehmend in Gewalt. Rivalisierende Milizen kämpfen um die Vorherrschaft und Kontrolle verschiedener Städte und Regionen. © MDR INFO

Gericht spricht Ex-Yukos-Aktionären Entschädigung zu

Russland soll ehemaligen Groß-Aktionären des zerschlagenen Ölkonzerns Yukos eine Milliardenentschädigung zahlen. Der Ständige Schiedsgerichtshof in Den Haag legte eine Summe von 50 Milliarden Dollar fest. Die früheren Yukos-Aktionäre hatten doppelt so viel gefordert. Sie werfen Russland vor, das Unternehmen des Kreml-Kritikers Chodorkowski bewusst ruiniert zu haben. Das komme einer Enteignung gleich. Russland will nach eigenen Angaben prüfen, ob es das Urteil anfechtet. © MDR INFO

Deutschland Hauptprofiteur des EU-Binnenmarkts

Deutschland und Dänemark haben am meisten vom europäischen Binnenmarkt profitiert. Das geht aus einer Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor. Demnach ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland zwischen 1992 und 2012 jährlich um durchschnittlich 37 Milliarden Euro gestiegen. Das entspreche einem jährlichen Einkommensgewinn von 450 Euro pro Einwohner. Nur Dänemark habe mit 500 Euro im Jahr pro Einwohner noch höhere Zuwächse erzielt. In den südlichen EU-Ländern und Großbritannien sind die positiven Auswirkungen der Studie zufolge dagegen deutlich geringer. © MDR INFO

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