Auffliegen des NSU in Eisenach Gerichtsmediziner bestätigen Selbstmord-Theorie

Rechtsmediziner zweifeln nicht an einem Selbstmord der beiden mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Die Tatortspuren widersprächen dem nicht, erklärten sie am Donnerstag vor dem Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtags. Die Leiterin der Jenaer Rechtsmedizin, Else-Gitta Mall, sagte, dass aus ihrer Sicht alles für einen sogenannten erweiterten Suizid spreche. Dabei nimmt ein Täter andere mit den Tod. Nach bisherigem Erkenntnisstand hatte Uwe Mundlos Uwe Böhnhardt erschossen, als sich am 4. November 2011 in Eisenach Polizisten dem Wohnmobil der beiden näherten, danach dort Feuer gelegt und sich selbst getötet.

Fehlender Ruß in Lungen kein Widerspruch

Allerdings sei der genaue Todeszeitpunkt von Mundlos und Böhnhardt nicht bestimmbar gewesen, sagte Mall. Obduzent Rainer Heiderstedt von der Rechtsmedizin der Universität Jena berichtet ebenfalls, dass die schweren Schussverletzungen der beiden aus rechtsmedizinischer Sicht auf einen erweiterten Suizid hindeuteten. Heiderstedt hatte am 5. November 2011 die Leichen von Mundlos und Böhnhardt in Jena obduziert. Dass beide trotz des Brandes im Wohnmobil keinen Rauch in ihren Lungen aufwiesen, ist laut Expertenmeinung wissenschaftlich möglich. Ein Toxikologe sagte, der Brand müsse eine gewisse Größe erreichen, ehe sich Rauchgase in der Lunge eines Menschen ablagern. Vermutlich seien die beiden Männer schon tot gewesen, ehe das Feuer dieses Ausmaß erreicht habe. Kurz nach den Vorgängen hatte der ehemalige Präsident des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, noch von Ruß in Mundlos' Lunge gesprochen und damit die angenommene Abfolge von Tötung, Brand und Selbstmord erklärt.


Mundlos könnte aber das Feuer gelegt und anschließend sich selbst erschossen haben, sagten nun die Wissenschaftler im Thüringer Ausschuss. Auch das Blut auf seiner Vorderseite sei erklärbar, denn Mundlos habe eine sehr stark blutende Schussverletzung erlitten.

Zuletzt aktualisiert: 03. März 2016, 19:52 Uhr

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26 Kommentare

04.03.2016 23:31 Stichwortgeber 26

Ich bin habe lange die großen Berichterstatter vom NSU-Prozess und PUA (parlamentarischen Untersuchungsausschüssen) in den Bundesländern gelesen. Im ersten Quartal 2015 hat sich das gedreht. Ich fand einen Link zum "Bekennervideo" des NSU. Titelbild und Ende-Bild wurden erst im November 2011 hinzugefügt. Dazu hatte einer der Uwes theoretisch 3 Tage Zeit. Am 4. November waren beide tot.
In jedem Tatort wird uns perfekte Ermittlertätigkeit vorgemacht (weiße Anzüge, Schuhüberzieher, Tüten mit festem Verschluss usw.). Merke: Der Tatort ist eine Unterhaltungssendung.
In Eisenach Strega harkte PD Menzel mit einem Gartengrubber zwischen den Toten herum. Die Pathologen führten die Standards nicht durch? Weil sinnlos, weil Feuer und Wasser? AUSREDE! Was soll das? Wer ein bissel online sucht, z.B. nach Russlungenlüge, wird fündig und kann sich belesen.

04.03.2016 12:16 Franz 25

Zuerst sollte geklärt werden ob es überhaupt einen NSU gab. Dafür gibt es bis heute ja nur Behauptungen ohne Substanz. Man könnte dies in einem NSU- Untersuchungsausschuss an einem einzigen Tag klären. Dafür muss man nur 3 Personen vorladen. Da alle Parteien von AfD bis Linke dies aber ablehnen und immer die falschen Zeugen in die Ausschüsse einladen, muss es sehr gewichtige Gründe geben die wirklichen Taten von Böhnhardt/Mundlos/ Zschäpe (BMZ) zu vertuschen.