Neuer Oberbürgermeister gesucht : Geringe Wahlbeteiligung bei Stichwahl in Halle
In Halle ist heute ein neuer Oberbügermeister gewählt worden. Zur Stichwahl traten der CDU-Kandidat Bernhard Bönisch und der parteilose Innendezernent Bernd Wiegand an. Die Wahllokale schlossen um 18 Uhr. Wer neuer Oberbürgermeister von Sachsen-Anhalts einwohnerstärkster Stadt wird, wird in Kürze bekannt gegeben. Zur Wahl aufgerufen waren 196.000 Hallenser. Das Interesse hielt sich aber in Grenzen. Bis zum späten Nachmittag gaben nach Angaben des Wahlvorstands nur 18,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab.
CDU-Mann oder Parteiloser?
Bönisch und Wiegand hatten beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen die übrigen sieben Mitbewerber hinter sich gelassen. Die absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent schaffte aber keiner der beiden. Der christdemokratische Stadtrat und Landtagsabgeordnete Bönisch hatte mit 35,3 Prozent die meisten der abgegebenen Stimmen geholt. Der parteilose Wiegand kam auf 19,88 Prozent. Der Innendezernet der Saalestadt hatte damit überraschend SPD-Kandidat Kay Senius (17,39 Prozent) aus dem Rennen geworfen. Die Wahlbeteiligung lag bei 34,63 Prozent.
Nachfolger von Dagmar Szabados
Der Bewerber, der zur Stichwahl die meisten Stimmen erhält, wird neuer Oberbürgermeister der 231.000-Einwohner-Stadt. Wer am Ende der Sieger sein wird, hängt auch davon ab, wie viele Stimmen er aus anderen Lagern gewinnen kann. Aber auch die Wahlbeteiligung dürfte einen Ausschlag geben. Vor zwei Wochen war nur gut ein Drittel der Wahlberechtigten wählen gegangen. Der Oberbürgermeister von Halle wird für eine Amtszeit von sieben Jahren gewählt. Die bisherige Amtsinhaberin Dagmar Szabados hatte mit 64 Jahren nicht mehr kandidiert.
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