Forderung nach mehr Lohn : Streik an Reichenbacher Paracelsus-Klinik
An der Paracelsus-Klinik in Reichenbach sind am Mittwoch 80 Mitarbeiter in den Streik getreten. Wie eine Sprecherin der Gewerkschaft ver.di MDR 1 RADIO SACHSEN sagte, legen die Mitarbeiter bis Freitag die Arbeit nieder. Möglicherweise werde der Protest auch in der kommenden Woche fortgesetzt, erklärte die Sprecherin. Die Beschäftigten fordern den gleichen Lohn wie die Mitarbeiter am Standort Zwickau. Dort wird laut Gewerkschaft bis zu 23 Prozent mehr Gehalt gezahlt.
Arbeitgeber bieten ab 2015 komplette Erhöhung
Die Gewerkschaft ver.di hat zum Streik aufgerufen, nachdem die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber am Dienstag nicht zum erhofften Erfolg geführt hatten. Sprecherin Simone Bovensiepen erklärte am Mittwoch, die Arbeitgeber hätten den Beschäftigten der Paracelsus Klinik Reichenbach angeboten, ab dem 1. Juli 2013 in den Tarifvertrag des Konzerns übergeleitet zu werden. Damit verbunden wäre eine Gehaltssteigerung um vier Prozent. Ab Juli 2014 bieten die Arbeitgeber weitere zwei Prozent und erst im Juli 2015 die komplette Erhöhung an. "Die Arbeitgeber finden, dies ist ein faires Angebot", sagte Bovensiepen. "Die ver.di Mitglieder sagen: Wir wollen keine Lückenbüßer mehr sein. Nach vielen Jahren Lohnverzicht wollen wir für die gleiche Arbeit im Konzern das gleiche Geld." Das hätten die Beschäftigten in Reichenbach schon vor den ersten Verhandlungen im November 2011 gefordert, betonte die ver.di-Sprecherin. Ihnen fehlten monatlich 320 bis 530 Euro in der Geldbörse im Vergleich zu den Zwickauer Kollegen.
Der Paracelsus-Konzern hält an seinem Angebot fest. Eine Sprecherin sagte, nur so könnten der Standort Reichenbach und die Arbeitsplätze dort gesichert werden.



Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.