Die deutsche Botschaft in Ankara.
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"Sehr konkrete Hinweise" Deutsche Botschaft in Ankara geschlossen

In der Türkei häufen sich in letzter Zeit Terroranschläge auf Zivilisten. In Ankara waren am Sonntag bei einem Anschlag 35 Menschen getötet worden. Nun besteht offenbar auch Gefahr für deutsche Einrichtungen in der Türkei.

Die deutsche Botschaft in Ankara.
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Nach Anschlagsdrohungen in der Türkei sind am Donnerstag die deutsche Botschaft in Ankara, das Generalkonsulat in Istanbul und die deutschen Schulen in beiden Städten geschlossen worden. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, es gebe "sehr konkrete Hinweise" auf geplante Terroranschläge. Deshalb habe er die Schließung angeordnet. Die Zeit werde nun dafür genutzt, um die Schutzvorkehrungen an den Einrichtungen zu erhöhen. Im Auswärtigen Amt tagte ein Krisenstab zur Sicherheitslage in der Türkei.

Auswärtiges Amt rät zur Vorsicht

Das Auswärtige Amt riet auf seiner Homepage zu erhöhter Vorsicht in Istanbul, Ankara und anderen türkischen Großstädten. Menschenansammlungen, auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen, sowie der Aufenthalt nahe Regierungs- und Militäreinrichtungen sollten gemieden werden. Das Generalkonsulat erklärte wörtlich: "Bitte meiden Sie die Umgebung des Generalkonsulats." In Ankara waren am Sonntag bei einem Anschlag 35 Menschen getötet worden. Dazu bekannte sich mittlerweile die PKK-Splittergruppe "Freiheitsfalken Kurdistans" (TAK). In Istanbul hatte im Januar ein Selbstmordattentäter zwölf deutsche Touristen mit in den Tod gerissen. Die Tat wurde der Terrormiliz "Islamischer Staat" zugerechnet.

Zuletzt aktualisiert: 17. März 2016, 19:08 Uhr