Polizei durchsucht einen Teil des Stadtteils Schaerbeek in Brüssel.
Bildrechte: dpa

Fahndung nach Attentätern Angeblich zweiter Metro-Bomber gefasst

Nach den Anschlägen auf den Flughafen von Brüssel und eine U-Bahnstation im Europa-Viertel hat es sechs Festnahmen gegeben. Auch Frankreich berichtet von einer Festnahme: Innenminister Bernard Cazeneuve zufolge wurde ein bereits weitgehend vorbereiteter Anschlag verhindert. UN-Sicherheitsbehörden haben Kenntnis von weiteren Anschlagsplänen, berichtet der Sender CNN. Ihnen waren angeblich auch die Brüder El Bakraoui bekannt, die in Brüssel Selbstmordattentate begangen hatten.

Polizei durchsucht einen Teil des Stadtteils Schaerbeek in Brüssel.
Bildrechte: dpa

Im Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Brüssel hat die belgische Polizei bei Razzien und Durchsuchungen am Donnerstagabend sechs Menschen festgenommen. Über die Identität der Verdächtigen wurde zunächst nichts bekannt. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft kündigte an, sich im Laufe des Tages zu äußern.

Die Polizeiaktionen betrafen die Innenstadt der belgischen Hauptstadt sowie die Gemeinden Schaerbeek und Jette. Wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete, waren Spezialkräfte und ein Hubschrauber im Einsatz. Drei Verdächtige wurden demnach in einem Auto in unmittelbarer Nähe der Staatsanwaltschaft im Stadtzentrum gefasst.

Zweiter Metro-Attentäter gefasst?

Inzwischen berichten belgische Medien sogar von einer weiteren Festnahme. Dem Radiosender RTBF zufolge erfolgte der Zugriff im Viertel Forest. Die Zeitung "De Standaard" schreibt, der mutmaßliche zweite Metroattentäter sei gefasst worden. Ob beide Medien von derselben Festnahme berichten, ist unklar, die Staatsanwaltschaft bestätigte diese Berichte zunächst nicht.

Belgische Polizei und Soldaten überprüfen Fahrzeuge vor dem Flughafen Zaventem in Brüssel.
Polizeikontrollen in Brüssel Bildrechte: dpa

Die Ermittlungen in Belgien laufen mit Hochdruck. Bei den Attentaten am Dienstag waren mehr als 30 Menschen getötet und 300 weitere verletzt worden. Nach den Terroranschlägen im November in Paris und jetzt am Dienstag in Brüssel sind die belgischen Behörden in die Kritik geraten, weil offenbar beide Anschlagsserien von der Brüsseler Islamistenszene geplant und organisiert wurden. Infolge der beiden Anschläge wollen auch ihre Zusammenarbeit verstärken. So beschlossen die EU-Innen- und Justizminister auf einem Sondertreffen in Brüssel einen besseren Informationsaustausch. Unter anderem soll eine Datenbank zu Terrorverdächtigen bis Sommer entstehen.

Attentat in Frankreich vereitelt

Die französischen Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben einen neuen Anschlag verhindert. Innenminister Bernard Cazeneuve sprach von einer "bedeutenden Festnahme". Die Person sei Franzose und habe sich in einem Terrornetzwerk bewegt, das in Frankreich zuschlagen wollte. Es sei ein im fortgeschrittenen Stadium geplantes Attentat in Frankreich vereitelt worden.

In Argenteuil bei Paris fanden am Donnerstagabend Hausdurchsuchungen statt, an denen auch Bombenexperten beteiligt sind. Bislang gibt es Cazeneuve zufolge aber keinen Hinweis auf Verbindungen zu den Attentaten von Paris und Brüssel.

CNN: Anschlagspläne für weitere Ziele in Europa

US-Sicherheitsbehörden haben laut einem Bericht des Senders CNN Erkenntnisse zu weiteren Anschlagsplänen des Islamischen Staates (IS) in Europa. Eine Auswertung elektronischer Kommunikation und Aussagen von Informanten deuteten auf mehrere europäische Ziele hin, berichtete der Sender unter Berufung auf Sicherheitskreise in den USA. Außerdem seien nach den Brüsseler Anschlägen in einer Wohnung entsprechende Hinweise entdeckt worden. Welche Städte der IS möglicherweise im Visier hat, wurde zunächst nicht bekannt.

Außerdem waren die beiden Brüder, die die Selbstmordanschläge in Brüssel verübt haben, offenbar den US-Behörden als islamistische Gefährder bekannt. Khalid El Bakraoui und Ibrahim El Bakraoui seien in einer Datenbank mit Extremisten geführt worden, verlautete am Donnerstag aus US-Regierungskreisen.

Zuletzt aktualisiert: 25. März 2016, 10:24 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

7 Kommentare

25.03.2016 14:32 H.E. 7

Bei den Diskussionen um die vielen islamischen Schläfern, die in Deutschland leben und den vereitelten Anschlägen z.B. in Frankreich, würde mich brennend interessieren, wo die DREI, die aus einem Flüchtlingsheim in ULM a.d. Donau anscheinend von SALAH ABDESLAM mit einem Mietwagen aus Belgien abgeholt wurden, untergetaucht sind? Kamen die auch hierhier, als MERKEL nach Deutschland alle unkontrolliert einreisen ließ?

25.03.2016 13:44 Harzer 6

zu 3 Ich komme nicht vor gekrochen, ich sage Euch Linksgrünen die Wahrheit. Es geht hier nicht um Gramatik, sondern um Tatsachen, die Sie nicht verstehen! Sonst würden Sie nicht so einen Mist schreiben: Schöne Ostern!!

25.03.2016 12:03 wirtz 5

Sie haben geschworen,das den deutschen Volk Schaden abzuwenden! von wegen Fußvolk ist denen doch schon lange egal hauptsache man kann es ausrauben uns Sich und seine Komplitzen finanzieren

25.03.2016 11:26 Wo geht es hin? 4

@hodoe Zitat von Ihnen: Aber die Kenntnisse der deutschen Schrift und Sprache ist eher mangelhaft. Ich empfehle da Bücher deutscher Humanisten um Bildung und Moral zu stärken. Zitat Ende. Zwischen "Humanisten" und "um" fehlt bei Ihnen ein Komma....So viel zu den eigenen, von Ihnen bei "besorgten" Deutschen eingeforderten Kenntnisse der deutschen Schrift und Sprache...

25.03.2016 10:30 hodoe 3

@Harzer Roller
Da kommen sie wieder hervor gekrochen, die "besorgten" Deutschen aus dunklen Gebirgen. Aber die Kenntnisse der deutschen Schrift und Sprache ist eher mangelhaft. Ich empfehle da Bücher deutscher Humanisten um Bildung und Moral zu stärken.

25.03.2016 09:22 Theo 2

Es wird noch schlimmer werden. Hunderte radikale Islamisten sind in Deutschland, viele werden nachströmen durch die unkontrollierte, bald kontrollierte gewollte Masseneinwanderung. Das deutsche Volk ist bereits den Oberen schon egal, anders kann man es sich nicht erklären. Auf einer Seite wird von einer spürbaren Reduzierung von Flüchtlingen geredet, auf der anderen Seite gibt es einen Passus 4 im Türken Deal, da steht das hunderttausende kommen werden. Visafreiheit im Juni für die Türkei, kann dann tausende von Kurden bescheren. Konflikte zwischen Kurden und Türken sind da schon vorrauszusehen. Da soll man keine Angst vor der Zukunft haben? Ich habe sie.

25.03.2016 08:31 Harzer 1


Der Personen Kult für Frau Merkel wird immer stärker, keiner der Allparteien konntert mal diese Dame. Bei Honnecker sind wir zu Millionen auf die Strasse geangen: Sie ist für deutsche Bürger da, um unsere Sicherheit zu garantieren, bis jetzt kann jeder bzw. tausende ohne Ausweis in unseren Land machen was sie wollen. Grenzen sind ja offen. Frau Merkel Sie haben die Pflicht, Sie haben geschworen,das den deutschen Volk Schaden abzuwenden!