Donald Trump
Ein Auftritt Donald Trumps im US-Wahlkampf Bildrechte: dpa

Absprachen mit Russland? FBI untersucht Trumps Wahlkampf

Hat Russland den Präsidentschaftswahlkampf in den USA beeinflusst und so auch den Sieg Donald Trumps? Dazu ermittelt nun das FBI, wie der Chef der US-Bundespolizei im Repräsenantenhaus in Washington sagte - und damit Spekulationen bestätigte.

Donald Trump
Ein Auftritt Donald Trumps im US-Wahlkampf Bildrechte: dpa

Die US-Bundespolizei FBI untersucht mögliche Absprachen zwischen dem Wahlkampfteam von Präsident Donald Trump und Russland. Das bestätigte FBI-Chef James Comey am Montag in einer Anhörung durch das Repräsentantenhaus in Washington.

Dabei geht das FBI Comey zufolge der Frage nach, ob es "irgendwelche Koordination" zwischen Trump-Mitarbeitern und den versuchten russischen Einmischungen in den Wahlkampf gegeben habe.

Bislang war nur in den Medien darüber spekuliert worden, dass die seit Monaten laufenden FBI-Untersuchungen zu den mutmaßlichen russischen Hackerangriffen während des Wahlkampfs auch die möglichen Verwicklungen des Trump-Teams einbeziehen könnten.

NSA: Russland wollte Trump nicht helfen

In der Anhörung geht es generell um Moskau zur Last gelegte Versuche, sich in den US-Wahlkampf einzumischen. Damit im Zusammenhang stehen Vorwürfe, nach denen Trump-Mitarbeiter im Wahlkampf Kontakte zu russischen Offiziellen hatten.

Mike Rogers, Chef des Geheimdienstes NSA, sagte dem Ausschuss, die NSA stehe zu ihrem Bericht vom Januar. Demnach wollte Moskau die Kandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, schwächen, aber nicht Trump in das Weiße Haus bringen.

FBI: Trump wurde nicht von Obama abgehört

FBI Direktor James Comey
FBI-Chef James Comey Bildrechte: dpa

Auch zu dem Vorwurf Trumps, er sei im Wahlkampf von seinem Vorgänger Barack Obama abgehört worden, nahm FBI-Chef Comey Stellung. Das FBI verfügt demnach über keinerlei Belege für einen vermeintlichen Lauschangriff auf den heutigen Präsidenten.

Comey sagte, er habe keinerlei Informationen, welche Trumps Anschuldigung unterstützten und fügte hinzu, auch das US-Justizministerium habe keine solchen Erkenntnisse. Trump hatte Anfang März den Vorwurf erhoben, Obama habe ihn während des Wahlkampfs im New Yorker Trump Tower abhören lassen.

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im: Radio | 20.03.2017 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. März 2017, 16:33 Uhr

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44 Kommentare

22.03.2017 16:20 Ekkehard Kohfeld 44

@ Andreas 41 Ihre verbalen Angriffe und Attacken gegenüber Andersdenkenden hier finde ich etwas kurzsichtig.#Schon klar das dürft ihr ja nur.Und sie sollten sich mal eine Brille kaufen wie viele Andere hier auch sie lesen immer Sachen raus die gar nicht drin stehen,ich bin nicht für Trump,aber sie und einige Andere stellen sich auf stur und wollen nichts hören,was ich anprangere ist das hier in den Foren und auch der Politik Leute sind die meinen man könnte der ganzen Welt vorschreiben was sie zu tun hat,welcher Größenwahn hat hier wieder Einzug gehalten,kommt das dritte Reich jetzt oder was?Mit wem haben wir uns noch nicht angelegt???
##wird bei Ihnen Kritik zu (Zitat) "Wutschnauben"##das wird nicht durch mich dazu sondern ist es bei ihnen schon.

22.03.2017 15:45 Andreas 43

@42 Eben. Ich hätte Bernie Sanders super gefunden. Ein Freigeist und Visionär.

22.03.2017 15:28 I. Maier 42

@ 39 Ekkehard Kohfeld: Zitat Ihr Text "... nur ist leider der Wunschkandidat einiger Deutschen nicht gewählt worden ..."

Meinen Sie jetzt ernsthaft, dass diejenigen, die Trump kritisieren, Anhänger von H. Clinton sind? Wenn man also etwas kritisiert wird man dann automatisch Anhänger des Gegenkandidaten? Ich habe verstanden. Deshalb sind alle, die gegen Pegida und die AfD sind, ja automatisch von den Anhängern dieser Partei als Anhänger von Frau Merkel indentifiziert worden. Eine Spitzenleistung der Patrioten. Es ist nicht zufällig, oder glaube ich, eigentlich sogar in der Mehrzahl der Fälle, möglich, dass man Gegner beider Parteien ist. Also ein Gegner von Trump darf auch Gegner von Clinton sein. Ein Gegner von Pegida und AfD darf auch Gegner der Politik der derzeitigen Regierung, also Frau Merkel sein. Fällt Ihnen, lieber User Ekkehard Kohfeld, nicht auf, dass diese Möglichkeit besteht. Ach so, jetzt wird bei Ihnen Kritik zu (Zitat) "Wutschnauben" und das gänge ja dann nicht.

22.03.2017 15:26 Andreas 41

@39, den Wutschnaubenden den ich hier wahrnehme sind Sie. Ihre verbalen Angriffe und Attacken gegenüber Andersdenkenden hier finde ich etwas kurzsichtig. Ich frage mich was Sie hier erreichen möchten? Ihre Verteidigung gegenüber Trump sei Ihnen ja gegönnt. Sie müssen auch nicht mit der Meinung andere Menschen einverstanden sein. Trump spaltet und provoziert nun mal. Dann sollten seine "Fan Boys" aber auch klar kommen, das es auch nun mal Gegenmeinungen gibt. Sie sprechen auch ständig von "wir Deutschen". Sprechen Sie doch erstmal für sich.

22.03.2017 14:34 Wessi 40

@ 37 fein,daß Sie Trump auf eine Stufe mit einem "mutmaßlichen Dieb" stellen,also als Kriminellen,ähnlich sehe ich ihn auch,wobei das "mutmaßlich" hier,von Ihnen dankenswerter Weise ja bestätigt,weggelassen werden kann.Und ich begreife nicht,daß Sie die "westliche Weltmeinung" (offensichtlich mehrheitlich) in unseren Demokratien, nicht respektieren. Und ganz falsch leigen Sie im Bezug auf die Gesetze zur Einwanderung.Selbst aus dem Trump-Apparat kommt zwar der Einwurf die richterlichen Entscheidungen seien falsch, aber niemals eine grundsätzliche Kritik am System.Das wird respektiert."Amerikanische Interessen" definiert das Volk der USA,dazu gehören dann aber auch die "linksliberalen" Kräfte...ausserdem hat Tr. nicht einmal die Mehrheit der Stimmen!

22.03.2017 13:55 Ekkehard Kohfeld 39

Gottlieb 37 Oder warum macht man sich über Trumps ehrenwerte Versuche lustig, den Zustrom von lateinamerikanischen Migranten einzudämmen? ##Eigentlich ist man ja gar nicht dagegen nur ist leider der Wunschkandidat einiger Deutschen nicht gewählt worden und dazu wurden ihre Prognosen zu der Wahl nicht wahr und das ärgert sie so dermaßen das geht doch gar nicht das man da falsch gelegen hat und das obwohl man doch ständig vor der Wahl schon gegen Trump geschossen hat kann man diese Niederlage als vermeintlich Demokrat einfach nicht hinnehmen
obwohl man gar nicht Wahlberechtigt wahr.So etwas geht ja gar nicht das wir Deutschen im Unrecht sind oder falsch vorher gesagt haben.Schaut euch doch das Wutschnauben hier an.

22.03.2017 12:48 I. Maier 38

@ 37 Gottlieb: Ich hatte weiter unten schon gepostet, dass es der Kontrolle der Regierung in einer Demokratie bedarf. Dazu ist eine Möglichkeit, die in den meisten heutigen Demokratien für geeignet gefundene Gewaltenteilung in die drei Komponenten: Legislative, Exekutive und Judikative. Letztere hat nun schon zum wiederholtem Male korrektiv eingegriffen. Ausgerechnet 2-mal bei Dekreten zur Einreise. Der Präsident kann offensichtlich nicht einfach etwas unterbinden, wie Sie meinen!
Sie glauben, Zitat " So einen brauchen wir auch.". Die meisten Menschen würden aber lieber einen ehrlichen Präsidenten in den USA sehen und brauchen den nicht hier. Auch deshalb wählen nur wenige die AfD!
Wenn Sie der Meinung sind, dass FBI sei ungeeignet Abhörvorwürfe zu begründen, warum nennt Trump nicht selbst seine Begründung für den Vorwurf. Achtung! Es geht um den Vorwurf: Er sei von Obama im Wahlkampf abgehört worden! Oder kann er das nicht? Dann behauptet man so etwas nicht! Ehrlichkeit!

22.03.2017 12:10 Gottlieb 37

FBI-Chef Comey sagt aus, daß das FBI über keinerlei Belege für einen Lauschangriff des FBI auf den Präsident Trump verfüge. Das ist nun wirklich überzeugend, da muß man einfach glauben, daß das FBI Präsident Trump auf gar keinen Fall abgehört hat. Auch ein mutmaßlicher Dieb würde ähnlich zum Vorwurf des Diebstahls Stellung nehmen. Was in der westlichen Weltmeinung derzeit stattfindet sieht sehr nach einer Kampagne gegen Traump aus. Oder warum macht man sich über Trumps ehrenwerte Versuche lustig, den Zustrom von lateinamerikanischen Migranten einzudämmen? Warum informiert man nicht vielmehr die Öffentlichkeit über das amerikanische "Einwanderungs- und Nationalitätsgesetz" von 1952, wonach es dem Präsidenten obliegt, die Einreise von Ausländern zu unterbinden, wenn diese nach der Einschätzung des Präsidenten den amerikanischen Interessen schadet? Trump ist ein guter Mann gegen das linksliberale Establishment. So einen brauchen wir auch.

22.03.2017 11:31 Andreas 36

Ich denke es wird nicht mehr lange dauern und es wird das Impeachment Verfahren eingeleitet. Dies ist ja fest in der amerikanischen Verfassung verankert. Es ist nur eine Frage der Zeit. Alle Zeichen stehen auf diesen Prozess und der Spuk ist vorbei. So kann es jedenfalls auch im Interesse der Welt, nicht weiter gehen.

22.03.2017 10:34 I. Maier 35

@ 31 Ekkehard Kohfeld: Haben Sie schon festgestellt, dasss in den verschiedenen Foren des MDR unterschiedliche User auch einmal die gleiche Meinung haben. Sie dürfen im Forum zu Herrn Schulz die gleiche Meinung, wie der User 007 haben. Hier haben viele die gleiche Meinung über Trump. Den meisten geht natürlich das Gelüge (alternative Fakten!) auf den Geist. Ob man eine Mehrheit ist, spielt dabei keine Rolle. Man vertritt einen Standpunkt, z. B. gegen Lügen. Ob man eine Mehrheit ist, wird in Umfragen festgestellt. Leider können sich die Anhänger der AfD (und auch der Pegida & Co.) nicht damit abfinden, dass es neben ihrer Meinung noch andere gibt. Deshalb wird auf den Demos einseitig diskutiert und man glaubt das Volk zu sein. Dem ist aber nicht so. Unterdessen wollen ca. 90% der Wähler keine AfD. Die gehören auch zum Volk. Das ist durchaus die Mehrheit. Und viele dieser Mehrheit sind nun auch nicht mit Herrn Trump einverstanden! Verschiedene Meinungen gestalten jedoch eine Demokratie.