Zwei Ein-Euro-Münzen
Die gemeinsame Währung in der Mehrheit der EU-Länder: der Euro. Bildrechte: dpa

Hintergrund Wie man in die Eurozone kommt

2002 führten die ersten EU-Länder den Euro ein, doch längst gehören nicht alle zum gemeinsamen Währungsraum. Was müssen die fehlenden Länder erfüllen, um der Währungsunion beizutreten?

Zwei Ein-Euro-Münzen
Die gemeinsame Währung in der Mehrheit der EU-Länder: der Euro. Bildrechte: dpa

Die Eurozone umfasst 19 der derzeit 28 EU-Mitgliedsstaaten, die den Euro als gemeinsame Währung besitzen.

Die Kriterien zum Beitritt in Eurozone

Um der Eurozone beizutreten, wurden innerhalb der EU vier Konvergenzkriterien vereinbart:

  • hohes Maß an Preisstabilität
  • eine auf Dauer tragbare Finanzlage der öffentlichen Hand
  • Wechselkursstabilität – die nationalen Währungen der Länder werden vor dem Beitritt zwei Jahre lang an den Euro gekoppelt
  • langfristige Zinssätze

Grafik von Europa in dem die Länder mit der Währung Euro farblich hervorgehoben sind.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Fehlende EU-Länder haben keine andere Wahl

Die EU-Staaten, in denen noch mit einer nationalen Währung gezahlt wird, sind grundsätzlich zum Beitritt in die Währungsunion verpflichtet – sobald sie die im EU-Vertrag festgelegten Konvergenzkriterien erfüllen. Die einzigen Ausnahmen sind hier: Großbritannien und Dänemark. Vor allem die osteuropäischen Staaten fehlen noch in der Eurozone: Bulgarien, Kroatien, Polen, Rumänien, Tschechien sowie Ungarn. Auch Schweden gehört noch nicht zur Euro-Zone.

Auch anderswo Zahlungsmittel

Zudem ist der Euro Zahlungsmittel in den Kleinstaaten Andorra, Monaco, San Marino und Vatikanstadt sowie in den Balkanländern Montenegro und Kosovo. Diese gehören aber nicht zur Eurozone.

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im: Fernsehen | 13.09.2017 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. September 2017, 10:40 Uhr