Kanzlerin Merkel bei MDR INFO "Das Problem ist nicht gelöst"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die jüngsten Grenzschließungen auf der Balkanroute kritisiert. Merkel sagte dem Nachrichtenradio MDR INFO, das Problem sei nicht gelöst, indem einer eine Entscheidung treffe. Es müsse eine Einigung gefunden werden, die allen 28 EU-Ländern helfe. "Deshalb setze ich mich für eine wirklich europäische Lösung der 28 ein", sagte Merkel. Durch die Grenzschließungen kämen derzeit zwar weniger Flüchtlinge nach Deutschland, auf der anderen Seite verschärfe sich aber die Lage in Griechenland. "Diese Situation ist nicht dauerhaft und nachhaltig. Wenn es uns nicht gelingt, auch mit der Türkei Abmachungen zu finden, dann wird Griechenland diese Last auf Dauer nicht stemmen können."

Mikl-Leitner: "Die Uhr wird nicht zurückgedreht"

Österreich hingegen verteidigte die Grenzschließungen auf dem Balkan. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner sagte der Zeitung "Die Welt", das Schließen der Balkanroute verlaufe planmäßig, und diese Uhr werde nicht zurückgedreht. Sie lobte zudem das abgestimmte Vorgehen der Innenbehörden der Länder entlang der Route und sprach von einer Allianz der Vernunft, die einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet habe, "Stabilität und Ordnung für die Menschen in Europa zu wahren". Am Mittwoch hatten nach Slowenien auch Serbien, Kroatien und Mazedonien die Balkanroute für Flüchtende ohne gültigen Reisepass und Visum gesperrt.

Merkel: Keine zwangsweise Rückführung der Flüchtlinge in Griechenland

Derzeit warten mehr als 35.000 Flüchtlinge in Griechenland. Sie werden Merkel zufolge nicht zwangsweise in die Türkei zurückgeführt. Jeder Einzelne habe Anspruch auf ein rechtliches Verfahren. Zugleich machte sich Merkel in dem Gespräch mit dem Nachrichtensender für eine europäische Lösung stark und stellte klar, dass nicht allein die Türkei über die Verteilung der Flüchtlinge aus der Türkei auf die EU-Länder  entscheiden werde. Auch das Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit seiner langen Erfahrung bei der Umsiedlung von Flüchtlingen solle einbezogen werden.

Mittlerweile geschlossene Grenzen auf der Balkanroute (rot)

Landkarte mit eingezeichneter Balkanroute.
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Zuletzt aktualisiert: 10. März 2016, 12:01 Uhr

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50 Kommentare

11.03.2016 13:59 Nachdenklicher 50

@ MG170977 # 47 "... Daher kann ich nicht verstehen, warum sie nicht in den halbwegs sicheren Flüchtlingslagern in der Türkei oder Griechenland bleiben und sich und vor allem ihren Kindern die Strapazen und auch Gefahren einer Weiterreise zumuten..." Weil sie die eigenen Kinder instrumentalisieren. Denen ist offensichtlich jedes Mittel recht, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und Betroffenheit zu erzeugen. Auch wenn es weh tut: hier hilft nur hart bleiben. Die Grenzen müssen dauerhaft geschlossen bleiben. Kein Zutritt für Menschen aus sicheren Herkunftsländern! Dafür Unterstützung (logistisch, finanziell) der Länder, die an die Krisengebiete angrenzen und in denen sich richtigerweise die Flüchtlingslager befinden.

11.03.2016 12:14 Hor Es Te 49

Ja ist denn nur eine Frau Merkel allwissend, ist nur IHRE Wahrheit die Wahrheit? NEIN. Wo bleibt dieses kostenfressende Moloch EU Parlament mit seinen höchtbezahltesten Politikern,Beamten,Angestellten,Kommissaren, Abgeordneten? Allein aus Deutschland sind dort mehr als zehntausend dieser Gesetzeshüter, - erlasser für 28 (achtundzwandzig ! ) Mitgliedsländer zuständig. Wieviel Ausländer legale oder ohne Papiere=illegale hat allein Deutschland 2015 aufgenommen? Mehr als eine Million ? Nein das ist doch wohl nicht "richtig" . Wieviele Ausländer hat Albanien,Portugal,Lettland usw. 2015 aufgenommen?Ja das verschweigen Frau Merkel und ihre Medien beflissdentlich. Achja Frankreich der große (neue,alte) Bruder Merkels hat für 2016 angekündigt etwas über Dreißigtausend auf zu nehmen . Na gut dann brauch S/A 2016 = KEINE! Denn 2015 hat dieses kleine Bundesland ca. 41 000 aufgenommen / müssen ? PUNKT

11.03.2016 12:12 Monika 48

Bitte hierzu auch Bildreport vom Gespräch mit Mazedoniens Präsidenten lesen und sich dann selbst ein Urteil bilden! Die Grenzschließungen der Balkanländer ist meiner Meinung nach ein richtiger Weg.

11.03.2016 09:24 MG170977 47

Wenn ich diese Bilder aus Idomeni sehe, dann gerate ich auch in einen Zwiespalt der Gefühle. Auf der einen Seite tun mir die Kinder leid, die dort unmenschlichen und widrigsten Witterungsbedingungen ausgesetzt sind. Ich denke, niemanden, der irgendein menschliches Empfinden hat, lässt das kalt. Andererseits ist für mich das absolut verantwortungslose Verhalten der Eltern unverständlich. Sie sollten doch mittlerweile wissen, dass die Grenzen dicht sind. Daher kann ich nicht verstehen, warum sie nicht in den halbwegs sicheren Flüchtlingslagern in der Türkei oder Griechenland bleiben und sich und vor allem ihren Kindern die Strapazen und auch Gefahren einer Weiterreise zumuten. Ich finde es auch verantwortungslos von vielen Männern, ihre Familien einfach zurückzulassen in einem ungewissen Schicksal. Da sage ich - ich habe selbst Frau und Kind- dass ich dieses Verhalten doch sehr fragwürdig finde.

11.03.2016 01:22 V2Knut 46

Ich habe den Eindruck: Daß die österreichische Regierung die Nibelungentreue aufgekündigte, hatte die Merkel nicht auf dem Zettel. Das von dieser Frau wirres Reden kommt, kann jeder feststellen, der die Sätze mit "Ende des Durchwinkens" und "Grenzen müssen offen bleiben" mal nebeneinander setzt. Sie will die "Fluchtursachen" bekämpfen, will aber Milliarden überweisen an einen Kriegstreiber. Beim tatsächlichen Schußwaffengebrauch (an der türkisch-syrischen Grenze) gegen eindringende Illegale (mit Todesfolgen!) hat im Übrigen niemand von den Systemmedien in Deutschland etwas einzuwenden, wenn aber auf rein akademischer Basis theoretische Erörterungen über so etwas an der deutschen Grenze erfolgen, dann werden die Betreffenden medial fertiggemacht. Wie krank ist dieses Land mitsamt Regierung und MSM!

10.03.2016 18:08 Kevin 45

"Machen Sie Ihren eigenen Test auf die Glaubwürdigkeit unserer Hauptmedien. Auf den NachDenkSeiten hat Jens Berger heute beschrieben, dass und wie wir bei der Frage, wessen Plan zur Übernahme von Flüchtlingen in Brüssel beraten worden ist, in die Irre geführt worden sind. Es ist uns von nahezu allen deutschen Medien erzählt worden, die Türkei habe am Montag überraschend einen neuen Plan vorgelegt. Jetzt erfahren wir, dass dies ein Plan ist, den man eher „Merkel Plan“ nennen sollte und der zumindest zwischen der Türkei und Merkel abgesprochen war. Ich bin gespannt, ob die deutschen Medien ihre bisher nicht korrekte Berichterstattung korrigieren. Ein erster Test ergab: Um 13:00 Uhr im Deutschlandfunk war davon nicht die Rede. Prüfen Sie in Ihrem Medien-Umfeld, ob dort die bisherigen falschen Informationen über Hintergrund und Ursprung des in Brüssel zur Entscheidung gestellten Plans korrigiert werden. Vielleicht erleben wir ein Wunder." (Albrecht Müller, 10.03.16)

10.03.2016 18:04 Karl 44

Ich kann das Gejammere der Griechen einfach nicht mehr hören, seit Tsipras da ist klappt dort gar nichts mehr. Das war bei der Eurokrise so und ist jetzt bei den Flüchtlingen ebenso. die kriegen nichts auf die Reihe ausser immer nur fordern. Bis vor kurzem haben sie nur alles nach Deutschland durchgewunken aber jetzt wo sie mal ein paar Flüchtlinge haben, nee, nee, nee.Schuld an dem ganzen Theater ist unsere BK als Krönung verkauft sie uns jetzt an die Türkei. Armes Deutschland. ich hoffe das die restlichen Grenzen in Italien usw. auch noch geschlossen werden. und die Bilder aus Griechenland welche sie seit Wochen zeigen werden auch langweilig. Immer das Gleiche, unsere Politker sollen mal an ihre eigenen Bürger denken dann haben sie genug zu tun. und zum Schluss noch HUBERT Sie können sich Ihren Lommentar verkneifen, schade um die Zeit.

10.03.2016 17:58 Adonis 43

@10.03.2016 16:26 007 Nr.34 --Ich kann ihnen nur zu 100% zu stimmen zu Nr.26, übrigens auch ganz besonders zum Thema Hubert, dass ist aber bekannt, an einer ordentlichen Diskussion scheint der User nicht interessiert zu sein, weil sie haben ins Schwarze getroffen und da fehlen dem die Argumente.

10.03.2016 17:56 Jens 42

Das Problem ist gelöst. Das restliche Europa und die Mehrheit der Deutschen sind sich darin einig, dass die Entscheidung die Balkanroute dicht zu machen die einzige Entscheidung ist den Fluchttourismus zu beenden. Was nicht gelöst ist, ist das Frau Merkel nicht mal mehr merkt wenn sie auf verlorenen Posten steht. Ich hoffe die Wähler zeigen ihr am Sonntag endgültig die rote Karte.

10.03.2016 17:45 mattotaupa 41

@#27: "Vermutlich will unsere Kanzlerette alle 170 Millionen, die weltweit auf der Suche nach einem besseren Leben sind, über Deutschland einreisen und vom BAMF auf Asyl überprüfen lassen." vermutlich sind alle deutschen doof und rechtsradikal. was? stimmt nicht? nun, ihre unterstellung auch nicht, was sie jedoch nicht hindert sie hier abzusondern.