weinende Frauen außerhalb eines Krankenhauses
Angehörigen der Opfer des Anschlags vor einem Krankenhaus in Lahore. Bildrechte: dpa

Terror zu Ostern Taliban bekennen sich zu Anschlag in Lahore

weinende Frauen außerhalb eines Krankenhauses
Angehörigen der Opfer des Anschlags vor einem Krankenhaus in Lahore. Bildrechte: dpa

Die Zahl der Todesopfer bei einem Terroranschlag in der pakistanischen Millionenstadt Lahore ist auf mindestens 70 gestiegen. Mehr als 340 Menschen seien verletzt worden, teilte die Rettungsbehörde der Provinz Punjab am Montagmorgen mit. Die meisten Opfer waren Frauen und Kinder, weil sich der Attentäter in der Nähe eines Spielplatzes in die Luft gesprengt hatte. Lokale Medien sprachen von bis zu 29 toten Kindern.

Der Täter zündete nach offiziellen Angaben etwa 20 Kilogramm Sprengstoff in einem Park. Seine Sprengstoffweste sowie ein Rucksack hätten auch Schrauben enthalten, die den verheerenden Effekt der Explosion noch vergrößerten. Zur Tatzeit hielten sich besonders viele christliche Familien in dem Park auf, um Ostern zu feiern. Wie viele Mitglieder der christlichen Gemeinde unter den Opfern waren, blieb zunächst unklar.

Fernsehbilder zeigten weinende Frauen und Kinder inmitten von Blutlachen. Verletzte wurden auch in Privatfahrzeugen in nahegelegene Kliniken gebracht, da nicht genügend Rettungswagen zur Verfügung standen. Die Rettungsleitung forderte Armeeärzte an, um zu helfen. Im Fernsehen wurde um Blutspenden gebeten. Der Ministerpräsident der Provinz Punjab rief eine dreitägige Trauerzeit aus.

Taliban-Gruppe bekennt sich: Gezielte Aktion gegen Christen

Die pakistanische Talibangruppe Jamaat ul-Ahrar bekannte sich zu dem schwersten Anschlag in Pakistan seit Monaten. Sprecher der Gruppe teilten mit, die Aktion sei gegen die christliche Minderheit im Land gerichtet. An Ministerpräsident Nawaz Sharif gehe die Botschaft, dass man in Lahore Fuß gefasst habe. "Er wird uns nicht stoppen können. Unsere Selbstmord-Attentäter werden solche Anschläge wiederholen."

Ban fordert von pakistanischer Regierung Schutz der Minderheiten

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den Selbstmordanschlag in Pakistan als "entsetzlichen Akt des Terrorismus". Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Zugleich forderte er die pakistanische Regierung des mehrheitlich muslimischen Landes auf, religiöse Minderheiten zu schützen. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin erklärte: "Dieser abscheuliche Anschlag gegen Familien (...) zeigt, dass sich Terrorismus in seinem mörderischen Wahn gegen alle Menschen gleichermaßen richtet - gleich ob Mann oder Frau, jung oder alt, gleich welchen Glaubens und welcher Hautfarbe." Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA, Ned Price, sprach von einer "feigen" und "entsetzlichen" Tat.

Zuletzt aktualisiert: 28. März 2016, 20:22 Uhr

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23 Kommentare

28.03.2016 19:55 Wieland der Schmied 23

@ 4 Frido Freimann Zitat „Eine Frau Käßmann meint also, wir sollten den Terroristen mit Liebe begegnen und der Papst fordert Grenzen auf.“> Diese bedeutsamen Erklärungen von solch wichtigen Leuten des Glaubens haben sofort in mir eine innere Umkehr bewirkt. Ich habe sofort die weitere Abschirmung meines Grundstückes eingestellt und statt dessen den ultimativen Satz von Erich Mielke, der der Frau Käßmann wahrscheinlich vorschwebt auf Endlosband aufgenommen: "Ich liebe Euch doch alle"! Ich weiß, dass er nun nicht zur Abwehr taugt, aber ist nicht in dem religiösen Verständnis der Herrschaften eine Einladung 1000mal besser als eine Festung – für sie?

28.03.2016 17:21 Kritischer Bürger 22

Bei solchen Terroristen gelten Andersgläubige, Minderheiten etc. zur Stellung des Koran nur zu der Gruppe =Ungläubige!= Den Opfern sei nachzutrauern.

28.03.2016 17:17 Kritischer Bürger 21

@Bürger ohne Land-20: +.. Sie können nur durch ihre Wahl etwas ändern ! ..+ Eine Phrase mehr nicht zur Beruhigung der Stimmungen und zur Beglückung jener die meinen die Mehrheiten "gepachtet" zu haben. (pp. geht nicht gegen den Kommentator denn im Grunde wurden die =alle seine/ihre=Ausführungen meinerseits verstanden) Die letzte Wahl hier in Sa.-Anh. zeigt es den Bürgern doch am Besten auf! Wo also hat sich durch entsprechende Stimmen, Gewinne oder Verluste, etwas geändert, außer in den Tabellen oder Statistiken?

28.03.2016 15:37 Bürger ohne Land 20

Sie können nur durch ihre Wahl etwas ändern ! Sie ändern sonst nichts ! Gutmenschen lassen sich nicht belehren, denn sie wollen nicht abkehren aus ihrem System der Ja-Sager und der Wahl der stes selben Blockpartei ! Sie scheuen Veränderungen wie das Weihwasser und haben Angst vor Einschnitten die diese evtl. mit sich bringen. Sie sind der Meinung stets im Recht zu sein, auch wenn Sie Unrecht haben . Das sie sich damit selbst belügen, und auch ihre Nachkommen , ist vermutlich Vielen nicht einmal bewusst. Offenbar brauchen sie die Selbstbestätigung indirekt ein gutes Werk getan zu haben, obgleich dabei verdrängt wird, wieviel Armut es in unserem Land selbst gibt....dies betrifft aber doch nur "Deutsche" ! Wie sagte doch die gutbetuchte Dame mit ihrem grossen Haus in bester Lage wo wir eine Ferienwohnung hatten, nachdem sie sich das Geld so ! einstrich ! "Unser Land ist so reich , wir könnten soviel tun, man braucht nicht arm sein, man muss es nur abfordern" ..tolle Mentalität !

28.03.2016 15:22 Bill 19

Mir wird Angst bei dem Gedanken dass man in Deutschland bzw. Europa versucht immer mehr Moscheen zu bauen. - Was kommt nur auf uns zu? Und Merkel lässt alles frohen Mutes hinein. Zum Glück sind ja durch den Wahnsinn der letzten Monate - IS, Anschläge in Paris, Brüssel, Silvester Köln usw. - doch einige Weltfremdbürger zur Vernunft gekommen. Wie lange wollte man denn noch verschweigen und vertuschen und sagen, dass ist alles nur Frieden? Wer bitte glaubt denn diesen Irrsinn noch? Man muss diese Ideologie ernst nehmen, mit allen Gefahren, die von ihr ausgehen.

28.03.2016 15:11 Querdenker 18

Ein muslimischer Religionslehrer sprengt sich an Ostern auf einem Spielplatz mit christlichen Kindern in die Luft. Der islamistische Religionswahn in Vollendung (siehe „Pakistan Religionslehrer sprengt sich auf Spielplatz in die Luft“). Die „Wikipedia Liste von Terroranschlägen“ hat nun einen Eintrag mehr. - - - Mein Beileid allen Betroffenen und Angehörigen.

28.03.2016 13:59 Kritischer Bürger 17

@H.E.-3: Mit dieser Einsicht sind wir Bürger weiter wie die Politiker und ich möchte nicht fragen wer von unserer "mehrheitlich" gewählten Politiker auch nur einmal eine dieser 114 Koran-Suren NUR ANGESEHEN hat und Schlussfolgerungen daraus zieht! geschweige den tieferen Sinn erfassen kann oder will.

28.03.2016 13:41 Kritischer Bürger 16

+...UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den Selbstmordanschlag in Pakistan als "entsetzlichen Akt des Terrorismus". Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden...+ Dann soll man doch mal gemeinsam machen, was man meint und die Rechenschaft hat nur ein Urteil zu vollstrecken! Wer freiwillig in den Tot gehen will dem soll man doch helfen ohne Unbeteiligte zu Opfern werden zu lassen. Zu Wohle von Minderheiten, Religionen etc. die nicht geduldet werden von solchen Terrorismus und durch diesen zu Opfern werden! Wie viele solcher entsetzlichen Akte sollen noch den friedlichen Gedanken geopfert werden, Bedauern finden?

28.03.2016 13:33 Kritischer Bürger 15

@Christl-1: Ich darf erweitern? ... Auch wenn es im Moment nur wenige Terroristen sind von denen man weiß oder zu wissen glaubt, hier in Europa, wie in Deutschland(!) +++ und bisher diese Terroristen gar Jahrzehnte Zeit hatten sich zu integrieren oder es gar vorgaben, integriert zu sein. Kultur und Religion gehört NUR DORT HIN, wo diese schon seit Jahrhunderten oder gar seit Jahrtausenden daheim waren! Bewähren tut sich nur jeder Zugewanderte, der hier im Frieden weiter leben will und seinen Nachwuchs entsprechend erzieht.

28.03.2016 13:25 Kritischer Bürger 14

Man soll doch hier mal endlich den Worten folgen: "Rache ist mein!" denn nur so kann man solchen Terrorismus besiegen, noch ehe der Rest von solchen Verbrechern weiß wie ihm geschah!